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Der Zitronentisch: Erzählungen Gebundene Ausgabe – 28. Juli 2005

14 Kundenrezensionen

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer&Witsch (28. Juli 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462036165
  • ISBN-13: 978-3462036169
  • Originaltitel: The Lemon Table
  • Größe und/oder Gewicht: 13,4 x 2,7 x 21,1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 776.876 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Julien Barnes macht mit seiner Kunst das Überflüssige einfach unverzichtbar.«, Die Welt

»Virtuos. Barnes führt einen Formenreichtum vor, den ihm so leicht keiner nachmacht.«, Die Zeit

»Wer das Buch in seinen besten Lebensjahren liest, erfährt, dass ihnen das Alter an Wahn und Witz und Lebenslust in nichts nachzustehen hat.«, FAZ

»Erzählungen von großer Meisterschaft, mit Witz, mit Tempo, mit Frechheit«, Elke Heidenreich

»Julian Barnes stellt seine Virtuosität erneut unter Beweis.«, The Guardian

Der Verlag über das Buch

»Julian Barnes stellt seine Virtuosität erneut unter Beweis.« The Guardian

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

49 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Martin Stauder am 5. September 2005
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
In elf sehr unterschiedlichen Erzählungen gibt uns Julian Barnes Einblick in das Leben im Alter. Viele Geschichten haben einen tragischen Zug. Einen besonderen Blick wirft der Autor auf die Liebe, die in einigen Geschichten bitter daherkommt wie ein Biss in eine Zitrone oder wie ein Valse triste. Andere Geschichten sind dann wieder irre komisch oder grotesk.
Als Auftakt erleben wir in der „kurzen Geschichte des Haarschneidens" sehr amüsant die drei Stufen des Lebens: Jugend, das Erwachsenensein und das Alter. Anschließend tauchen wir in die nordische Melancholie, einer Variation der Legende von Falun. Die Liebe eines verheirateten Mannes und einer Frau. Erst am Ende ihres Lebens gestehen sie sich ihre Liebe ein und trennen sich dann für immer. Den Kontrast zur ersten Erzählung empfand ich als sehr stark. Dieses lässt schon den Facettenreichtum der Geschichten erahnen. Wer glaubt, im Alter passiere nicht mehr viel, der sei hier eines besseren belehrt, und schon lernen wir zwei Witwen kennen, die sich regelmäßig in einem Lokal zum Frühstück treffen. Merrill schwärmt von ihrem verstorbenen Mann, der sehr beliebt gewesen sei und „ noch alle Zähne im Mund hatte, als er starb." Janice macht gute Miene zum Spiel. Sie weiß, dass dieser Kerl ein Ekel war, der als „Campus-Fummler gegenüber Frauen nicht vor sexueller Gewalt zurückschreckte. Merrill hat offenbar keine Ahnung davon.
So unterschiedlich die Erzählungen inhaltlich sind, so schweben sie nicht alle auf einem hohen Niveau. Leider nicht.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Thaila am 5. Januar 2012
Format: Taschenbuch
Die Erzählungen in Julians Buch "Der Zitronentisch" verbindet alle eine Thema: das Altern und das bedeutet immer auch das Sterben oder das Näherrücken des Todes. Ganz unterschiedlich gegen Barnes Protagonisten mit dem Thema um: würdevoll, ablehnend, voller Grimm oder auch sich dem Schicksal ergebend. Manchmal ist der Effekt eher komisch, machmal tragisch - oder beides zugleich. Barnes spannt in seinen Erzählungen ein weites Panorama an Settings auf, die gerade die Einheit der universalen Lebensfragen verdeutlichen sollen.
Obwohl Erzählungen nicht unbedingt zu meinen Lieblingsgenres gehören, haben mich diese von Julian Barnes gefesselt und begeistert. Oft reicht mir in einem kurzen Prosastück die Zeit nicht aus, mich in einen Konflikt hineinzuversetzten oder die Figuren kennenzulernen. Das war hier nicht der Fall. Der Autor ist ein Meister darin, die Figuren mit wenigen Pinselstrichen lebendig werden zu lassen. Einige haben bei mir mehr Eindruck hinterlassen als manch ein Protagonist eines langen Romans.
Die Erzählungen sind atmosphärisch dicht und weniger konzeptuell als viele von Barnes Romanen. Auch darum haben sie mir gut gefallen.
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 7. September 2005
Format: Gebundene Ausgabe
Ja,schwarzer Humor,irre komisch und manchmal auch grotesk.Gleichzeitig aber auch melancholisch und lebensnahe.Diese Geschichten machen Spaß - ein reines Vergnügen für den Leser!Der Autor steckt viel Liebe ins Detail,man merkt,dass er seinen Spaß beim Schreiben hatte.Wer besonders an den irre komischen und grotesken Erzählungen seinen Spaß hat,dem kann ich im Gegenzug noch Pliewisch`s Roman "Gottverdammt" empfehlen. Der Zitronentisch ist Kaufpflicht!Gute Unterhaltung!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Kaffeehausleserin am 24. April 2009
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Geschichten über das Altern.
Meine Meinung zu diesem Kurzgeschichtenband ist durchwachsen. Anfangs war ich ganz begeistert und sah mich schon eine hymnische Rezension schreiben, gegen Ende nahm meine Begeisterung jedoch ab.
'Die kurze Geschichte des Haareschneidens' ist zum Beispiel ziemlich witzig.
'Die Geschichte von Mats Israelson' ist herzzerreißend traurig und sprachlich und atmosphärisch wunderschön. 'Wachdienst' hat seine witzigen Momente, und einige andere Geschichten reichen in ihrer Schönheit abschnittsweise an 'Die Geschichte von Mats Israelson' heran, zum Beispiel 'Hygiene' oder 'Obstbaumkäfig'. Aber dann gibt es Erzählungen, vornehmlich die, in denen der Autor mit seinen Französischkenntnissen brilliert, die ein echtes Ärgernis sind, weil sie gedrechselt klingen und auf der Informationsebene mit einem Wissen um sich werfen, dagegen auf der inhaltlichen Ebene an Tiefe vermissen lassen.
Insgesamt ein Buch, dass ich phasenweise komisch und literarisch genug fand um mich zu freuen, es gelesen zu haben, besonders 'Mats Israelson' fand ich großartig (vermutlich die stärkste Geschichte im Buch), das aber auf der anderen Seite zu viele bemühte, gedrechselte und manierierte Stellen hatte, als dass ich noch ein Buch von Julian Barnes lesen würde.
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23 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Carl-heinrich Bock HALL OF FAME REZENSENTTOP 1000 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 19. September 2005
Format: Gebundene Ausgabe
Seit 1980 sind sieben Romane von Julian Barnes erschienen. Sein berühmtestes Buch ist „Flauberts Papagei". Die brillante und geistreiche Art des Schreibens überzeugt und lässt den Wunsch keimen alle seine Bücher lesen zu wollen.
Und für den Leser, der statt voluminöser Romane lieber Erzählungen liest, ist „Der Zitronentisch" ein guter Einstieg, um Barnes lieben zu lernen.
Die Zitrone, so erfährt man in der letzten Erzählung „Stille" ist bei den Chinesen ein Todessymbol.
„Der Zitronentisch" enthält elf völlig verschiedene Erzählungen über das Alter. Denn „Das Alter" gibt es genau so wenig wie „Die Jugend". Das Buch Romane lesen. Sein berühmtestes Buch ist „Flauberts Papagei". Das Buch erzählt nun in verschiedenen Geschichten, was Alter alles sein kann und wie es sein kann. Jede Geschichte ist eigenständig, zum Teil ganz modern, zum Teil auch im Stil des 19. Jahrhunderts geschrieben. Durchgehend ist eigentlich nur das Thema - das Altern.
Diese Erzählungen sind geprägt von der brillanten Beobachtungsgabe des Autors, der mit großer Meisterschaft, Scharfsinn, Tempo, schwarzem Humor und Zynismus beschreibt, was die alten Männer am Zitronentisch über ihr Ende zu berichten haben.
Ein Buch das ausgesprochen atmosphärisch arbeitet mit so vielen Ebenen auf denen man es betrachten kann. Das hat mich an dem Buch unglaublich fasziniert.
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