"Ein Klassentreffen, das wäre es" denkt sich der hoch in einer Regierungsbehörder angesiedelte Protagonist. Also macht er sich auf die Suche nach seinen alten Klassenkameraden, die er bis auf einen auch relativ schnell findet. Statt diesem einen -natürlich- taucht ein anderer Name auf der Klassenliste auf, den er nicht kennt.
Nach verschiedenen Komplikationen mit seiner Ehefrau und seiner Geliebten findet er dann den Klassenkameraden, der als Clown im Hunsrück arbeitet. Doch dieser ist zunächst erstaunlich abweisend...
Damit wäre quasi die erste Geschichte beendet und die zweite beginnt.
Mehr oder weniger durch Zufall füllen Bilder aus dem Leben des Clowns die Erinnerungen des Protagonisten. Langsam kristallisiert aus, dass der Clown gar nicht so harmlos ist, wie er zunächst erscheint. Erst sein Tod lässt Kommissar Fuß auf den Plan treten und auch hier löst erst der Zufall die Geschichte wirklich auf.
Heinz-Peter Baecker bringt es hier fertig und verbindet zwei Geschichten zu einer. Beide verknüpfen zwar offene Enden miteinander, wollen aber inhaltlich kaum wirklich passen. Baecker übergeht dieses Problem meisterhaft und schafft es, eine Geschichte mit zwei Höhepunkten zu schaffen, die zwischen den Liebschaften eines Verwaltungsrates, der Suche nach einem Freund und Morden aus der Vergangenheit vermittelt.
Handwerklich ist dieses Hörbuch wie alle, die ich von Baecker gehört habe, solide gearbeitet. Der Sprecher ist sehr angenehm, die Geschichte immer glaubhaft und in sich logisch. Für eine lange Autofahrt ist das Hörbuch genau das Richtige.