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Der Zentaur
 
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Der Zentaur [Taschenbuch]

John Updike , Maria Carlsson
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 3 (1. September 1995)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499136430
  • ISBN-13: 978-3499136436
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 11,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 453.175 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die ergreifende Geschichte des Lehrers Caldwell und seines heißgeliebten Sohns führt uns in den Alltag einer amerikanischen Kleinstadt. Unmerklich entwickelt sich das scheinbar Zufällige und Unwesentliche zum Schicksal. Und wie John Updike, der subtile Beobachter heutigen Lebens, die uralten Fragen des menschlichen Daseins: Protest und Einordnung, Verlangen und Verlorensein, mit dem antiken Mythos vom Zentauren Chiron verwebt, zeigt die Meisterschaft dieses großen Erzählers.

Über den Autor

Geboren am 18.03.1932 in der Kleinstadt Shillington, Pennsylvania, als einziges Kind des Sekundarschullehrers und Diakon Wesley Russel Updike und dessen Frau Linda Grace Hoyer. Kindheit in materieller Bedrücktheit. Schulbesuch weiterhin in Shillington. 1950 Stipendium zum Studium am Harvard College, Hauptfach Anglistik; Abschluss des Untergraduiertenstudiums 1954 mit summa cum laude. Er heiratete 1953 die Kunststudentin Mary Entwistle Pennington, mit der er nach Abschluss des Studiums ein Jahr an die Ruskin School of Drawing and Fine Art in Oxford, England, ging. Nach Rückkehr in die USA von 1955-1957 fest angestellt beim Magazin «The New Yorker». Danach verfasste er als freier Mitarbeiter Kurzgeschichten und einflussreiche literarische Kritiken. 1957 Umzug nach Ipswich im neuenglischen Massachusetts. 1964 Vortragsreisen durch die UdSSR, Rumänien, Bulgarien und die Tschechoslowakei. Seit 1964 ist Updike Mitglied des National Institute of Arts and Letters. 1973 Fulbright-Lektor in Afrika. 1976 Mitglied der American Academy of Arts and Letters. Auszeichnungen: Guggenheim Fellowship in Poetry für «The Carpendered Hen and Other Tame Creatures» (1959); Rosenthal Foundation Award des National Institute of Arts and Letters für «Das Fest am Abend» (1960); Pulitzer Price for Fiction für «Bessere Verhältnisse» (1982); Lincoln Literary Award (1983); Distinguished Pennsylvania Artist Award (1983); National Book Critics Circle Award for Criticism für «Amerikaner und andere Menschen» (1984); St. Louis Literary Award (1988); Bobst Award for Fiction (1988); National Medal of Arts (1989); Premio Scanno (1991); O'Henry Award für «A Sandstone Farmhouse» aus «The Afterlife and Other Stories» (1991); Common Wealth Award (1993); Conch Republic Prize for Literature (1993) Commandeur de l'ordre des arts et des lettres (1995); The Howells Medal from the Academy of Arts and Letters (1995). John Updike starb am 27. Januar 2009 in Massachusetts. Sein gesamtes Werk ist auf Deutsch im Rowohlt Verlag und im Rowohlt Taschenbuch Verlag erschienen.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sträflich unterschätzt 22. August 2003
Format:Taschenbuch
Rabbit, immer nur Rabbit... Als ob Updike nicht noch andere Sachen geschrieben hätte! Und diese leise funkelnden Perlen sind es, die im hoffentlich doch noch irgendwann den Nobelpreis eintragen.

Nehmen wir die Geschichte eines Zentauren, den es von der Antike ins zeitgenössische Amerika versprengt hat: Gar nicht leicht, mit der neuen Zeit zurechtzukommen. Aber statt dass Updike eine typische Amerikakritik anbringt, indem er die gute alte Zeit der Griechen verherrlicht (gähn), macht er die Existenz des modernen Chiron so plausibel, dass man sich schnell selber mit so einem Fehlgeborenen identifiziert.

Es bleibt ständig in der Schwebe, ob es nun überhaupt um den echten Zentaur Chiron geht, den Kumpel von Göttervater Zeus, oder ob sich da ein alternder Studienrat nur was zusammenspinnt. Das macht es nur noch glaubwürdiger. Figuren wie sein Sohn, eine ebenfalls etwas schief ins Leben gebaute Tonio-Kröger-Existenz, sind aus der Literatur bekannt; bei Updike wird deutlich, warum sie so werden mussten.

Und die Sprache erst! Leider kenne ich nicht das Original, aber ich bin sicher, dass die Übersetzung eine blitzsaubere Arbeit ist. Metaphern, Bilder und stilistische Purzelbäume, die tatsächlich neu sind - und dann wieder der angenehm behäbige Tonfall aus altertümlichen Sagen. Wer dabei schon in der Schule weggeschlafen ist, kann beruhigt sein: Es kommt darauf an, was einer damit zu sagen hat.

Psychologische Tiefe, Verständnis, ja geradezu Zärtlichkeit für jede einzelne Romanfigur und eine Sprache aus vollen Händen - Gustav Schwab meets T.C. Boyle: Warum haben wir in der Schule eigentlich keinen Updike durchgenommen? - Wahrscheinlich wegen des spinnerten Studienrats...

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Einblick in den Alltag 31. Mai 2011
Von KillaBee
Format:Taschenbuch
Gekonnt verbindet John Updike in "Der Zentaur" antike Sagen und amerikanischen Alltag zu einem faszinierenden Bild der US-Gesellschaft und der Vater-Sohn-Beziehung im Hause Caldwell. Der Vater ist ein engagierter, begabter Lehrer an der Schule seines Sohnes, der allerdings von einem Unglück ins andere zu geraten scheint, sich von den Schülern gehasst fühlt, seine eigenen Fähigkeiten als Lehrer und Vater anzweifelt und seinen Tod (er fühlt sich krank) nur als Frage der Zeit ansieht. Ähnlich wie der vergiftete Zentaur Chiron, mit dem seine Geschichte geschickt verwoben wird, muss er mit ständigem Schmerz leben. Obwohl sein Sohn seine liebe Mühe und Not mit den Problemen des Vaters hat (neben eigenen Schwierigkeiten) ist seine Liebe zu ihm deutlich spürbar. Die beiden Außenseiter halten auch in schwierigen Situationen zusammen und unterstützen sich so gut es geht. Updike ist dabei ein subtiler Beobachter, der kleinen Dingen viel Aufmerksamkeit schenkt, großes Geschick bei der Verbindung von Altertum und Moderne beweist und mit unheimlicher sprachlicher Finesse durch die tragische Geschichte führt. Seine Figuren wirken lebendig und verständlich, jede von ihnen ist schlichtweg menschlich. Was er darstellt ist keine weltbewegende Geschichte, sondern eines der vielen Alltagsdramen, die nur einzelne Individuen betreffen. Ein durchaus gelungener Einblick in das Leben einer amerikanischen Kleinstadt nach dem zweiten Weltkrieg. So kann man dem Fazit von Marcel Reich-Ranicki auf dem Buchrücken nur zustimmen: Solch gelungene Romane findet man nur äußerst selten.
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