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Der Zensor
 
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Der Zensor [Taschenbuch]

Marcus Hammerschmitt
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: Argument Verlag; Auflage: 1. Aufl. (Oktober 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3886199703
  • ISBN-13: 978-3886199709
  • Größe und/oder Gewicht: 19,9 x 12,9 x 1,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 40.548 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Marcus Hammerschmitt
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Angenommen, die Nachfahren der Maya wären irgendwann weltweiter Technologieführer im Bereich der Nanotechnologie und würden mithilfe dieser Technik das untergegangene Maya-Reich in alter Tradition wieder auferstehen lassen. Gut möglich, dass diese High-Tech-Maya-Nachfahren eine noch offene Rechnung mit ihren ehemaligen spanischen Eroberern zu begleichen hätten und nun im Gegenzug Spanien erobern würden. Angenommen, das wäre alles schon passiert und auf den Ruinen von St. Diago de Compostella würden bereits Mayatempel stehen -- wäre das nicht eine interessante Ausgangslage für ein Buch?

Marcus Hammerschmitt hat sich mit Der Zensor ein ordentliches Stück aus der SF-Ideen-Torte auf seinen Teller geholt und präsentiert dem Leser einen Roman, das vor ungezügelter Energie, spannender Handlung und ziemlich abgefahrener Technik nur so vibriert. Dank ihrer Nano-Technik sind die Neo-Maya die uneingeschränkten Herrscher in Spanien -- die oppositionelle Untergrundbewegung ist nicht mehr als ein unangenehmer Störfaktor und die katholische Kirche ist zwar ein ernst zu nehmender Gegner, aber nicht wirklich an einem Krieg interessiert. Zumindest bisher.

Hammerschmitt schildert das Leben des spanischen Widerstandskämpfers Enrique paralell zu dem des Maya-Zensors Yaqui -- zwei Männer an unterschiedlichen Enden des Kräftegleichgewichts, mit grundsätzlich verschiedenen Zielen. Zumindest bis ihnen ein beinah identisches Schicksal widerfährt, in dessen Ereignisstrudel sie in eine Zukunft geworfen werden, die durchaus Überraschungen zu bieten hat.

Der Zensor sprüht Funken, fesselt und fasziniert. Mit Hammerschmitts Zukunftsaussicht kann sich die deutsche Sciene Fiction aus ihrem internationalen Versteck herauswagen und dicke Mäntel verteilen -- die Konkurrenz sollte sich nämlich warm anziehen. --Wolfgang Treß

Kurzbeschreibung

Spanien ist in den Händen der Mayas. Brot, Spiele und Blutopfer täuschen darüber hinweg, dass es unter der Oberfläche brodelt... Ein Zwischen-den-Welten-Roman, der Utopisches mit Historischem verbindet.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Schon allein die Grundidee ist so bestechend, dass Hammerschmitt mit seinem neuen Buch nicht verlieren kann: Die Geschichte wird auf den Kopf gestellt; die ehemals von den Spaniern unterdrückten Maya drehen den Spieß um und erobern mit Hilfe einer hochentwickelten Nano-Technologie das Land ihrer ehemaligen Kolonialherren. Der Autor erzählt diesmal sehr geradlinig und ohne sich in spielerische Umschweife zu verlieren. Die Schilderung der Technologie, die einerseits tief in der Maya-Tradition gründet, andererseits aber hochutopisch einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungswege gibt, ist grandios gelungen. Nachdem die Vorgängerromane ja immer noch deutlich ihre Vorbilder durchscheinen ließen, ist Hammerschmitt mit dem "Zensor" ein eigenständiges originelles Buch gelungen.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
In Südamerika haben die unterdrückten Indios bei einem Aufstand die Macht an sich gerissen und ein Regime in der Tradition der alten Mayakultur errichtet. Später eroberten sie Spanien und die hier entstandenen Stadtstaaten überholten bald die mittel- und südamerikanischen Ursprungsländer. Ihre Überlegenheit gründet sich auf ihrer fortgeschrittenen Nano-Technologie. Mit ihrer Hilfe beherrschen ihre Könige ihre Untertanen und unterdrücken sie Spanier. Wie ein Mantel hüllt diese hochtechnisierte Gesellschaft ein ins Extrem übersteigerter Traditionalismus ein. Jeder Aspekt wird mit alten Maya-Mythen ausstaffiert. Ihren Göttern bringen sie noch immer Menschenopfer dar und ihre Schriftzeichen sind die der antiken Mayakultur. Ihr bedeutenster Gegenspieler ist die katholische Kirche, die den Verlust Spaniens für ihren Glauben unbedingt rückgängig machen möchte.

Yaqui ist als Zensor einer der mächtigsten Männer in der Hierarchie des Stadtstaates Tikal und eine Art Chef des Geheimdienstes. Doch durch die ständigen Intrigen unter den Mayaadligen ist niemand sicher. Abgefangene eMails mit einer subtilen Verschlüsselung, die er nicht knacken kann, weisen Yaqui auf eine unbekannte Verschwörung hin. Doch das ist nicht die Einzige und auch nicht die bedrohlichste für ihn.

Enrique ist führendes Mitglied der FPLE, der im Untergrund tätigen Widerstandsbewegung gegen die Mayas in Spanien. Wegen der technologischen Überlegenheit der Mayas sind sie keine wirkliche Gefahr für sie. Er bekommt den Auftrag, einen geheimnisvollen Gegenstand von einem Ort zu einem anderen zu transportieren. Es ist eine furchtbare Waffe, wie er später erfahren soll. Doch auch ihm droht Gefahr von seinen eigenen Kampfgenossen.

Beide werden nach vielen Umwegen am Ende vom Schicksal zusammengeführt.

Dieser Roman Hammerschmitts behandelt eine zukünftige Geschichte im 22. Jahrhundert und spielt im Gegensatz zu seinen beiden Vorgängern „Target" und „Der Opal" auf der Erde. Sowohl stilistisch als auch bei der Handlung ist „Der Zensor" etwas geradliniger und unkomplizierter als „Der Opal". Was aber noch lange nicht bedeuten soll, dass „Der Zensor" eine simple Handlung hat. Durch die zwei Hauptfiguren gibt es bis gegen Ende zwei parallele Handlungsstränge und die zahlreichen, konkurrierenden Interessensgruppen oder Personen sorgen für reichliche Komplexität. Aber der ganze Hintergrund ist nicht so fremdartig wie in „Der Opal".
Ganz hinten ist dem Autor dann ein kleiner Irrtum unterlaufen. Ein Heuschober ist nämlich keineswegs eine Heuscheune und kann nur sehr eingeschränkt als Unterschlupf dienen. Aber eine solche Kleinigkeit stört weder den Lesegenuss bei diesem hervorragenden SF-Roman noch wird es die Meisten auch nur interessieren. Wenn nicht alles täuscht, wird „Der Zensor" der erfolgreichste Roman Hammerschmitts werden, was er auch verdienen würde.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Re-Conquerer 21. November 2003
Von sf-jens
Format:Taschenbuch
Die alte Indianerkultur der Mayas ist nicht nur wiederbelebt worden, sie ist auch ein ernsthafter Machtfaktor geworden. Beide amerikanischen Kontinente und halb Europa stehen in einer nicht allzufernen Zukunft unter der Kontrolle der Mayakönige. Gleich danach kommt der »Zensor« in der Hierarchie. Zumindest glaubt das Ahau Yaqui, der diesen Posten inne hat. Doch nach und nach kommt er einer gemeinen Intrige auf die Spur, deren Ziel es ist, ihn zu beseitigen.
Am Anfang hat man als Leser einige Probleme, um in die Geschichte und in die Atmosphäre hineinzukommen. Das mag in erster Linie an den sehr ungewohnten Namen und Bezeichnungen sowie natürlich an der seltsamen Kulturstruktur liegen. Aber das gehört nun mal dazu. Doch schon bald geht es viel flüssiger voran, und die Geschichte entwickelt sich zu einem interessanten, packenden Abenteuer.
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