In "Der Zaubergarten" geht es um Saroj, ein indisches Mädchen aus wohlhabender Familie, Savitri, die heilende Hände besitzt und Nat, der nichts über seine herkunft weiß.
Die geschichten dieser drei beginnen zunächst unabhängig und verflechten sich gegen Ende immer mehr.
Jede einzelne geschichte ist unglaublich spannend und mitreißend und wenn sie durch ein neues Kapitel über eine der anderen personen unterbrochen wird, kann man die Spannung kaum aushalten.
Der Zaubergarten ist das erste buch dieses Genres, das es schafft, nicht als Vergangheitsbewältigung des Autors oder als Ankläger der indischen Kultur rüber zu kommen.
Schicksalsschläge und Probleme gibt es zwar mehr als genug, doch muss diese Buch nicht wie viele andere für die Emanzipation des Autors aus der indischen Kultur herhalten.
Wie zum Beispiel C.B. Divakarunis Romane, die zwar sehr gut sind, einem aber immer vermitteln, dass jede Inderin über ihr Schicksal schrecklich unglücklich sein muss.
Der Zaubergarten ist einfach ein unglaublich guter Roman über Liebe, Hass, das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Kulturen, ohne jede Wertung.
Ich konnte es jedenfalls nicht weglegen.