Aus der Amazon.de-Redaktion
Der Film ist immer noch so frisch, furchterregend und komisch wie bei seiner Erstausstrahlung. Auch wenn er vielleicht einige recht freizügige Abweichungen von der Originalgeschichte von L. Frank Baum aufweisen mag, ist er trotz dieser Eigenständigkeiten als spektakulärer Fantasyfilm dem Vermächtnis Baums treu geblieben. Dem dynamischen Produktionsdesign entsprechend in herrlichem Technicolor gedreht (allein schon das Land der Munchkins ist eine einzige psychedelische Explosion an Farben und Dekor), mag Der Zauberer von Oz nach all den Jahren nicht nach jedermanns Geschmack sein. Dennoch -- Kinder jeglichen Alters müssen diesen Klassiker einfach gesehen haben. --Jeff Shannon
Amazon.de DVD-Bewertung
Zunächst gibt es die 50-minütige Dokumentation "The Wonderful Wizard of Oz: The Making of a Movie Classic", die von Angela Lansbury (Mord ist ihr Hobby) präsentiert wird und tiefe Einsichten in die Entstehung und die Erfolgsgeschichte des Filmes gibt. Produzent Mervyn LeRoy, "Dorothy" Judy Garland, die Darsteller Ray Bolger, Jack Haley und viele andere Schauspieler und Regisseure geben Interviews. Die Auswahl an historischen Film-, Bild- und Tonmaterial über Stars und Macher ist ein Fest für Filmfreunde. Jedes der 25 Kapitel, so etwa über die einzelnen Charaktere, die Regisseure (!), die Musik, das Drehbuch oder die Effekte ist hier direkt anwählbar.
Unter der Rubrik "Nicht verwendetes Material" finden sich die (wesentlich wildere) erste Version des Vogelscheuchentanzes, sowie Szenen, die allein als Tonspur enthalten sind. Diese vier, darunter jene mit der ersten Besetzung des Zinnmannes, Buddy Ebsen, werden mit Fotos und Dokumentaraufnahmen der Dreharbeiten unterlegt.
"Hinter den Kulissen" bietet reiches Material an Skizzen und Storyboards, Kostüm- und Make-up-Proben, Starporträts, Pläne zur Entstehung des Spezialeffekte sowie Fotos von der Nachbearbeitung. Besonders interessant ist das 16mm-Dokumentarmaterial des Filmkomponisten Harold Arlen, das dieser während der Dreharbeiten und Kostümproben drehte. Zwei Ausschnitte aus zeitgenössische Dokumentationen geben kurze Einblicke in Dreharbeiten und Kinovorstellungen.
Eine besondere Freude für Filmfans sind die Ausschnitte aus den beiden "Oz"-Stummfilmen von 1914 und 1925, sowie aus dem 1933 entstandenen Cartoon.
"Unsterbliches Oz" enthält drei 1979 entstandene Interviews mit Margaret Hamilton (Die böse Hexe des Westens), Ray Bolger (Vogelscheuche) und Jack Haley (Zinnmann), eine Fotoauswahl der Filmpremieren und der Oscarverleihung, sowie eine Galerie von internationalen Kinoplakaten. Zusätzlich gibt es Ausschnitte aus dem Zeichentrickfilm Off to see the Wizard von 1967 und einen Filmclip über die Oscar-Gewinner 1940. Schließlich gilt es noch zwei zeitgenössische Radiowerbungen und achtzehn Audiotracks von Testaufnahmen der Songs zu lauschen.
Eine Sammlung von Kinotrailern -- der Teaser von 1939, die beiden Wiederaufführungstrailer von 1949, den Wiederaufführungstrailer von 1970 sowie jener für die digital restaurierte Fassung von 1998 -- jeweils mit einführendem Textkommentar rundet das Bonusmaterial ab. Der englische Ton ist in Dolby Digital 5.1., die deutsche Synchronfassung ist wie auch die spanische leider nur in Mono. Untertitel gibt es in neunzehn Sprachen, sowie Textfassungen für Hörgeschädigte auf Deutsch und Englisch. --Alexander Röder
Video Jakob Kurzinhalt
Movieman.de
Moviemans Kommentar zur DVD: Eine Warner-Disc mit so vielen Extras haben wir noch nie sichten dürfen. Neben einer ausführlichen Dokumentation über den Film und das Phänomen "Oz" finden wir den Originaltrailer, Wiederaufführungstrailer, unzählige Tondokumente und Testaufnahmen, Interviews, Radiospots, eine Radioshow, Fotos, Storyboard-Zeichnungen und mehr. Der Film an sich sieht im Verhältnis zu seinem Alter wunderbar und objektiv gut aus. Die englische 5.1-Mischung ist sensibel, aber wirkungsvoll angelegt. Hier bekommt man wirklich etwas für sein Geld.
Bild: Die Technicolor-Farbenpracht ist ja einfach unglaublich. Der bunteste Film aller Zeiten (nach "Vom Winde Verweht") strahlt ganz schön in dieser Super-Special-Edition. Die Schärfe gibt ihr Bestes und erreicht auch solide "Gut"-Werte, die einen gewißen Detailreichtum garantieren (00.30.20, Blumenstrauß). Kamerabewegungen werden ohne große Fehler gemeistert (00.37.25) und insgesamt sieht das 4:3-Bild ziemlich prächtig aus, was auch an den gesunden Kontrastwerten liegt.
Ton: Eine wunderbar liebevolle 5.1-Hochmischung umfängt den Zuschauer, sobald er die englische Tonspur wählt. Die deutsche liegt in solidem Mono vor und auch sie zeigt, daß in dem fast 60 Jahre altem Film noch Leben ist. Es kommt nur sehr selten zu Tonfehlern und dann liegen sie in einer leichten Schrillheit der Gesangsstimmen, etwa bei 00.26.50. Die Songs sind ansonsten in 5.1 recht räumlich angelegt und bergen ausreichend Volumen. Effekte, wie der Tornado bei 00.15.50, werden unter Einsatz aller Kanäle stimmig herübergebracht. --movieman.de