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Der Zauberberg [Audiobook] [Audio CD]

Thomas Mann , Gert Westphal
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (124 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

19. April 2005
Geplant als Novelle, als heiteres Gegenstück zum 'Tod in Venedig', entstand mit dem 'Zauberberg' einer der großen Romane der klassischen Moderne. Ein kurzer Besuch in einem Davoser Sanatorium wird für den Protagonisten Hans Castorp zu einem siebenjährigen Aufenthalt, der Kurort wird zur Bühne für die europäische Befindlichkeit vor dem Ersten Weltkrieg. Im Juli 1913 begonnen, während des Krieges durch essayistische Arbeiten, vor allem durch die 'Betrachtungen eines Unpolitischen', unterbrochen, konnte der Roman 1924 abgeschlossen und veröffentlicht werden.
Der Band 5 der 'Großen kommentierten Frankfurter Ausgabe' folgt dem Erstdruck.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Produktinformation

  • Audio CD
  • Verlag: Universal Music; Auflage: 1., Aufl. (19. April 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3829115350
  • ISBN-13: 978-3829115353
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 3 Jahren
  • Größe und/oder Gewicht: 13,4 x 13,2 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (124 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 84.201 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Wenn irgendwann einmal ein Preis für den besten Buchtitel vergeben werden sollte, würde für mich Thomas Manns Zauberberg ganz oben auf die Liste gehören. Noch bevor ich das Buch gelesen hatte, weckte schon das Wort Neugier auf eine magische Welt. Nun, wer den Zauberberg kennt, weiß, daß dies kein Buch von fremden Feenwelten ist, und doch waltet hier eindeutig Magie.

Die erste magische Leistung besteht darin, eine Handlung, die in einem Satz zusammengefaßt werden kann, auf 1.000 Seiten zu packen: Der junge Hamburger Hans Castorp, Sproß einer Patrizierfamilie lebt bis zum Ausbruch des ersten Weltkriegs sieben Jahre in einem Schweizer Luxussanatorium für Lungenkranke, ohne selbst krank zu sein.

Die zweite magische Leistung ist Thomas Manns Sprache, die auch in tausend Jahren nichts von ihrer Kraft verloren haben wird.

Die dritte magische Leistung ist die Behandlung der Figuren, die alle mehr mehr sind als bloße Protagonisten. Sie sind Exponate ihrer Zeit, jede für sich repräsentiert einen Teil geistigen Lebens in einer Ära, deren Ende sich vollzog während Thomas Mann am Zauberberg saß und schrieb.

Die vierte magische Leistung schließlich, die zauberbergigste vielleicht, ist das Spiel mit dem Leser. Oder besser: das Spiel mit der Geschwindigkeit des Lesers. Thomas Mann erreicht, daß dem Leser zehn Minuten Lesen wie eine halbe Stunde Lesen vorkommen, und zwar genau dann, wenn Hans Castorp denkt, er habe eine halbe Stunde geträumt. Wie sich herausstellt, waren es zehn Minuten.

Elf Jahre hat Thomas Mann an dem Buch geschrieben, das doch eigentlich nur eine Weiterführung des Themas aus Tod in Venedig sein sollte. Es wurde einer der meist gelesenen deutschen Romane. Zu recht. --Bettina Albert -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

r ergiebigsten Fundgrube von Textvarianten, Arbeitsplänen, Interpretationshilfen, Materialien und Stellenerläuterungen wird. Nicht in positivistischer Fülle, sondern als kluge Auswahlleistung der Herausgeber. Wer nun die Buddenbrooks liestund den Kommentarband benutzt, wird doppelt beschenkt: mit einem neuen Text, der der alte ist und einem Arsenal von Navigationshilfen. Dafür kann man auch in kritischen Zeiten getrost ein paar Euro anlegen." (Hessischer Rundfunk) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
75 von 81 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zauberhaft... 15. Januar 2001
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Der Roman von Hans Castorp, der nur mal so zu Besuch auf dem Zauberberg, einem Lungensanatorium, landet und dort nicht mehr wegkommt. Denn, so wird schnell klar, der Zauberberg hat seine eigenen Gesetze und seine eigene Zeit. Thomas Mann beschreibt messerscharf die kleineren und größeren Marotten der Menschen. Ob es eine Armhaltung oder ein Charakterzug ist, Mann läßt seine Figuren lebendig erscheinen und bringt uns Leser in eine merkwürdige Mischung von Distanz und Identifikation. Wir blicken, so ist klar, immer von außen auf unseren Helden und verschmelzen doch immer wieder mit ihm. Und der kleine Castorp biedert sich tüchtig an, bei den "Großen" auf dem Zauberberg. Bei dem dämonische Humanisten Settembrini, doch diesen Gott, den er selbst gewählt und der doch ihn gewählt hat, geht nieder. Der ätzende kleine, aber ebenso brillante Naphta, die zauberhaft erotische, obwohl doch auch lungenkranke Madame Chauchat, der gewaltige Lebemann Mynheer Peeperkorn lassen seine Autorität bröckelig werden. Wir sehen die Entwicklung des jungen Castorp von einem, der so tut als ob, zu jemandem, der mit der Zeit, dieser merkwürdigen, so ganz anderen Zeit auf dem Zauberberg, reift, zur echten Persönlichkeit wird. Und wir sehen, wie tappsig diese Schritte zuweilen sein können. Manns Buch ist enorm detailliert, scharf beobachtet und es menschelt überall, mal liebenswürdig, mal boshaft, mal dümmlich. Doch auch die intellektuellen Höhenflüge werden mit der Zeit als Ikarusflug entlarvt. Lesen Sie weiter... ›
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89 von 98 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der anwesende Tod macht mutig und befreit 7. März 2002
Format:Taschenbuch
Als Leser wird man selbst Gast im Davoser Berghof, einem Sanatorium für Lungenkranke. Man lebt mit diesen in einer Höhe, in der fast das ganze Jahr Schnee liegt und sollte sich bei der Lektüre nicht wundern, wenn einen das ein oder andere der geschilderten Symptome befällt. So erlebt man mit Hans Castorp, einem jungen Mann einer alteingesessenen Bürgersfamilie aus dem flachen Norden Deutschlands, wie Freunde, Bekannte und ihm Fremde mit unabwendbarer Natürlichkeit und ohne allzu großes Aufsehen an ihrer Krankheit sterben. Das allein erregt schon unsere Aufmerksamkeit in einer Zeit, in der der Tod dem Alltag entfallen ist. Dort oben in dieser von außen abgeschotteten Bergwelt, verliert das Sterben seinen Schrecken und wird zu einem vertrauten, mit einem Lächeln hingenommenen, ständigen Begleiter.
Es ist die Anwesenheit des Todes, die befreit, mutig macht und Grenzen überschreiten läßt. In diesem Licht erscheint die Liebesgeschichte von Hans Castorp zu Clawdia Chauchat, einer Russin, die als Patientin dort ebenfalls ihre Zeit verbringt, besonders intensiv und jeglicher Annäherung an eine reale Beziehung enthoben. Um diese Themen - Krankheit, schwärmerische Liebe, Tod - webt Thomas Mann ein strahlenförmiges Netz feinst nuancierter in Handlung eingebetteter Betrachtungen.
Ein fast ausufernd langer Teil enthält philosophisch, theologische Streitgespräche zwischen einem Herrn Settembrini und einem Herrn Naphta, die sich leichtem Verständnis entziehen. Bei genauerem Hinsehen offenbaren sie Themen von brennender Aktualität. In diese einzudringen verlangt denkerische Schärfe, Lust am Experimentieren mit Gedanken und Freude am philosophischen Disput.
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53 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zauberhafter Zauberberg 9. November 2001
Von Jutta
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Ein recht dicker Wälzer, der von einem Mann erzählt und von sieben Jahren, die dieser Mann in einem Lungensanatorium verbringt, gemeinsam mit seinem Vetter Joachim Ziemßen, gemeinsam mit dem Doktor Behrens und dem Psychater Krokowski, gemeinsam mit Frau Mylendonk und dem Literaten Herrn Settembrini,Madame Chauchat und wie sie alle heißen.Eine bunte Menschenschar, die vielmehr ist, als eine "Internationale der Lungenkranken", die vielmehr zu Recht ein buntes Panorama, auch Panoptikum an Gedanken, Ideen, Leidenschaften,Träumen, Abgründen, Scherzen, Gehässigkeiten zu nennen ist und in dieser Eigenschaft nicht nur den jungen Castorp, sondern auch die Leserschaft durchaus zu verwirren mag.Intellektuelle Dialoge und eine faszinierend mondäne Atmosphäre.Wunderbar artistisch und virtuos gehandhabte Sprache machen das Lesevergnügen aus.
Die märchenhafte Hermetik des Sanatoriums zieht einen schnell in seinen Bann.Schlichtweg ein Klassiker wie er angesichts des immer stärker werdenden um sich greifenden Sprachverfalls mal wieder zur Hand genommen werden sollte.Ich jedenfalls habe dieses Buch "verschlungen" und nun ja, beim Lesen "legte ich geradezu trockene Gesichtshitze zu".
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nomen est omen 5. April 2005
Von Michael Dienstbier TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
"Der Zauberberg" gilt als der deutschsprachige Roman des 20. Jahhrhunderts schlechthin. Und das völlig zurecht. Es bleiben zwei Fragen: Was macht dieses Werk so besonders und warum soll man es heute noch lesen?
Das besondere am Zauberberg ist nicht sein einfallsreicher Plot (der lässt sich in einem Satz zusammenfassen) und auch nicht sein faszinierender Protagonist. Am Ende des Romans resümiert der Erzähler: "Lebwohl, Hans Castorp [...] Wir haben sie [die Geschichte] erzählt um ihretwillen, nicht deinethalben, denn du warst simpel." Wir haben also einen simplen Plot und einen noch simplerern Helden, ausgedehnt auf über 1000 Seiten. Was ist denn dann das Besondere an diesem Werk?
Erstens, die Sprache. Im Zauberberg beweist Thomas Mann, wozu die deutsche Sprache fähig ist. Sie ist hier nicht nur Medium, sondern der wahre Protagonist. Die unglaubliche Vielfalt der Vokabeln und der Satzkonstruktionen haut einen vom Hocker. Viele beklagen sich ja über die zu langen, und somit schwer verständlichen, Sätze Thomas Manns. Doch meiner Ansicht nach machen gerade diese den Roman lesenswert und zu einem kurzweiligen Vergnügen. Gerade heute, wo der Dativ dem Genitiv sein Tod ist und ebenso die Partizipialkonstruktionen zu verschwinden drohen, lohnt es, sich der Sprachzauberei Manns hinzugeben.
Zweitens, die Welt des Wissens. Man gewinnt den Eindruck, dass der Wissensstand zu Beginn der zwanziger Jahre bezüglich Religion, Philosophie, Geschichte, Politik und Medizin im Zauberberg abgebildet ist.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Einer meiner Lieblingsklassiker für die Ohren...
...und das liegt auch am Sprecher Gerd Westphal. Er versteht es, den Hörer in den Bann zu ziehen und den einzelnen Figuren einen ganz speziellen Charakter zu geben. Lesen Sie weiter...
Vor 28 Tagen von Sileah veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Thomas Mann, Der Zauberberg
"Der Zauberberg" ist einer der bedeutendsten deutschen Romane des 20.Jahrhunderts und heute - wenn man mit Thomas Manns Stil vertraut ist - noch genau so ein... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Hans-Dieter Kuch veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Es gelingt mir nicht.
Es gelingt mir nicht diese Buch aus zu lesen. Ich bin jetzt , nach zwei Jahren, auf Seite 362. Es hat mir jedes Mal unglaublich fiel mühe gekostet nicht ein zu schlafen. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Paulus veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Klassiker
Ich hatte kein Problem, jederzeit wieder mit Amazon. Der Artikel entsprach meinen Vorstellungen. Die Bewertungen dürften etwas kürzer ausfallen, oder?
Vor 2 Monaten von Schedel, Uwe veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Scheußliche Typographie: Flattersatz!
Dieses Buch wird auf dem Kindle Paperwhite im Flattersatz angezeigt, nicht wie andere e-Books im Blocksatz. Das ist für den Leser eine Zumutung.
Vor 2 Monaten von Manuel Kriz veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein dickes Buch ohne Längen
Nachdem ich mich soz. ein leben lang vor Thomas Mann gedrückt habe, bin ich jetzt glühender Verehrer. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von christoph steckelbruck veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Gutes aber schwer lesbares Buch
Das Buch ist gut geschrieben. Der Einband ist toll. Lediglich die Farbe der Motive ist störend. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Nina W. veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Davos und der Zauberberg
Thomas Mann ist eine Größe, die man nicht beurteilen kann, sondern sich von ihr fesseln lassen muss. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von ingrid trunetz veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen hard stuff
Die Sprache ist einfach wundervoll. Ich konnte es nicht am Stück lesen, denn zwischendurch hatte ich starkes Bedürfnis nach etwas ganz anderem und spannenden und hab... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Adele veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Sprachmagie im wahrsten Sinne
Man muss aufpassen, wenn man Thomas Manns Werke bewertet, auch weil es seit ihrem Erscheinen keine anderen Veröffentlichungen gab, die es geschafft hätten, aus dem... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Adrian Kiendl veröffentlicht
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