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Der Zauberberg: Roman (Fischer Klassik PLUS)
 
 

Der Zauberberg: Roman (Fischer Klassik PLUS) [Kindle Edition]

Thomas Mann , Michael Neumann
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (96 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Geplant als Novelle, als heiteres Gegenstück zum ›Tod in Venedig‹, entstand mit dem ›Zauberberg‹ einer der großen Romane der klassischen Moderne. Ein kurzer Besuch in einem Davoser Sanatorium wird für den Protagonisten Hans Castorp zu einem siebenjährigen Aufenthalt, der Kurort wird zur Bühne für die europäische Befindlichkeit vor dem Ersten Weltkrieg. Im Juli 1913 begonnen, während des Krieges durch essayistische Arbeiten, vor allem durch die ›Betrachtungen eines Unpolitischen‹, unterbrochen, konnte der Roman 1924 abgeschlossen und veröffentlicht werden.
In der Textfassung der Großen kommentierten Frankfurter Ausgabe (GKFA), mit Daten zu Leben und Werk.

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Kundenrezensionen

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62 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zauberhaft... 15. Januar 2001
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Der Roman von Hans Castorp, der nur mal so zu Besuch auf dem Zauberberg, einem Lungensanatorium, landet und dort nicht mehr wegkommt. Denn, so wird schnell klar, der Zauberberg hat seine eigenen Gesetze und seine eigene Zeit. Thomas Mann beschreibt messerscharf die kleineren und größeren Marotten der Menschen. Ob es eine Armhaltung oder ein Charakterzug ist, Mann läßt seine Figuren lebendig erscheinen und bringt uns Leser in eine merkwürdige Mischung von Distanz und Identifikation. Wir blicken, so ist klar, immer von außen auf unseren Helden und verschmelzen doch immer wieder mit ihm. Und der kleine Castorp biedert sich tüchtig an, bei den "Großen" auf dem Zauberberg. Bei dem dämonische Humanisten Settembrini, doch diesen Gott, den er selbst gewählt und der doch ihn gewählt hat, geht nieder. Der ätzende kleine, aber ebenso brillante Naphta, die zauberhaft erotische, obwohl doch auch lungenkranke Madame Chauchat, der gewaltige Lebemann Mynheer Peeperkorn lassen seine Autorität bröckelig werden. Wir sehen die Entwicklung des jungen Castorp von einem, der so tut als ob, zu jemandem, der mit der Zeit, dieser merkwürdigen, so ganz anderen Zeit auf dem Zauberberg, reift, zur echten Persönlichkeit wird. Und wir sehen, wie tappsig diese Schritte zuweilen sein können. Manns Buch ist enorm detailliert, scharf beobachtet und es menschelt überall, mal liebenswürdig, mal boshaft, mal dümmlich. Doch auch die intellektuellen Höhenflüge werden mit der Zeit als Ikarusflug entlarvt. Mann läßt sich hier viele Weltbilder austoben und zeigt sein enormes Wissen, doch wirkt dieses niemals aufgesetzt in Form eines Bildungsromanes, als welcher der Zauberberg auch teilweise beschrieben wurde. Der Zauberberg ist ein großartiges Stück Literatur, es ist lang, aber nie langweilig. Dies liegt vor allem daran, daß Mann es schnell schafft, obwohl er doch immer wieder so betont von außen schreibt, uns in die dichte und morbide Stimmung des Zauberberges einzuführen. Er entführt uns in diese Welt "da oben" und läßt uns so dicht teilhaben, weil wir ja wissen, es ist alles nur ein Buch...
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79 von 87 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Als Leser wird man selbst Gast im Davoser Berghof, einem Sanatorium für Lungenkranke. Man lebt mit diesen in einer Höhe, in der fast das ganze Jahr Schnee liegt und sollte sich bei der Lektüre nicht wundern, wenn einen das ein oder andere der geschilderten Symptome befällt. So erlebt man mit Hans Castorp, einem jungen Mann einer alteingesessenen Bürgersfamilie aus dem flachen Norden Deutschlands, wie Freunde, Bekannte und ihm Fremde mit unabwendbarer Natürlichkeit und ohne allzu großes Aufsehen an ihrer Krankheit sterben. Das allein erregt schon unsere Aufmerksamkeit in einer Zeit, in der der Tod dem Alltag entfallen ist. Dort oben in dieser von außen abgeschotteten Bergwelt, verliert das Sterben seinen Schrecken und wird zu einem vertrauten, mit einem Lächeln hingenommenen, ständigen Begleiter.

Es ist die Anwesenheit des Todes, die befreit, mutig macht und Grenzen überschreiten läßt. In diesem Licht erscheint die Liebesgeschichte von Hans Castorp zu Clawdia Chauchat, einer Russin, die als Patientin dort ebenfalls ihre Zeit verbringt, besonders intensiv und jeglicher Annäherung an eine reale Beziehung enthoben. Um diese Themen - Krankheit, schwärmerische Liebe, Tod - webt Thomas Mann ein strahlenförmiges Netz feinst nuancierter in Handlung eingebetteter Betrachtungen.

Ein fast ausufernd langer Teil enthält philosophisch, theologische Streitgespräche zwischen einem Herrn Settembrini und einem Herrn Naphta, die sich leichtem Verständnis entziehen. Bei genauerem Hinsehen offenbaren sie Themen von brennender Aktualität. In diese einzudringen verlangt denkerische Schärfe, Lust am Experimentieren mit Gedanken und Freude am philosophischen Disput.

Mit der Abreise von Clawdia Chauchat verliert das Buch seinen Antrieb. Es endet mit dem sich schon in den letzten Kapiteln ankündigenden ersten Weltkrieg, der Hans Castorp vor weiterer Abstumpfung und Langeweile bewahrt.

Mit viel Witz erzählt Thomas Mann eine grandiose Geschichte, die sich trotz ihres hohen Alters eine erstaunliche Frische erhalten hat und die sich trotz ihres Umfangs fast von alleine liest. Man begegnet ihr wie einer alten Bekannten, die einem vielleicht deshalb so vertraut ist, weil es auch unsere eigene sein könnte.

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48 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zauberhafter Zauberberg 9. November 2001
Von Jutta
Format:Gebundene Ausgabe
Ein recht dicker Wälzer, der von einem Mann erzählt und von sieben Jahren, die dieser Mann in einem Lungensanatorium verbringt, gemeinsam mit seinem Vetter Joachim Ziemßen, gemeinsam mit dem Doktor Behrens und dem Psychater Krokowski, gemeinsam mit Frau Mylendonk und dem Literaten Herrn Settembrini,Madame Chauchat und wie sie alle heißen.Eine bunte Menschenschar, die vielmehr ist, als eine "Internationale der Lungenkranken", die vielmehr zu Recht ein buntes Panorama, auch Panoptikum an Gedanken, Ideen, Leidenschaften,Träumen, Abgründen, Scherzen, Gehässigkeiten zu nennen ist und in dieser Eigenschaft nicht nur den jungen Castorp, sondern auch die Leserschaft durchaus zu verwirren mag.Intellektuelle Dialoge und eine faszinierend mondäne Atmosphäre.Wunderbar artistisch und virtuos gehandhabte Sprache machen das Lesevergnügen aus.
Die märchenhafte Hermetik des Sanatoriums zieht einen schnell in seinen Bann.Schlichtweg ein Klassiker wie er angesichts des immer stärker werdenden um sich greifenden Sprachverfalls mal wieder zur Hand genommen werden sollte.Ich jedenfalls habe dieses Buch "verschlungen" und nun ja, beim Lesen "legte ich geradezu trockene Gesichtshitze zu".
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Die neuesten Kundenrezensionen
Das Haus Agra gibt es nun auch nicht mehr...
...dies berühmte Lungenheilstätte auf dem "Zauberberg". Thomas Mann hat sich inspirieren lassen. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Minuten von Tales veröffentlicht
Ein Meisterwerk
Hans Castorp, früh verwaist, hat gerade sein Studium als Schiffsbauingenieur beendet und fährt für 3 Wochen nach Davos, um seinen Vetter Joachim Ziemßen zu... Lesen Sie weiter...
Vor 17 Tagen von HeikeM veröffentlicht
Th. Mann, Der Zauberberg, Fischer-Verlag
Die Ausgabe des Klassikers bietet einen schönen Einband mit Illustration des "Berghofs", des Sanatoriums bei Davos, in welchem sich die Geschichte um H. Castorp abspielt. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von u. windrath veröffentlicht
Mir unverständlich
Ich möchte vorausschicken, dass ich schon dickere Bücher als dieses gelesen, und bis zur letzten Seite genossen habe. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Steinbeck veröffentlicht
Meister-Roman gelesen vom Sprecher-Gott
Ich beziehe mich auf das Hörbuch.
Mein absolutes Lieblingsbuch: In den Jahren auf dem Zauberberg passiert wirklich so einiges. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Oliver Kolle veröffentlicht
Epochales Meisterwerk über Krankheit und Tod
Zugegeben: Ich habe mehrmals mit dem Gedanken gespielt, den "Zauberberg" vorzeitig zu verlassen und mich vorerst weniger anstrengender Literatur zu widmen. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Jens Neumann veröffentlicht
Thomas Mann : Der Zauberberg
Über Den Zauberberg von Thomas Mann muss man nicht viele Worte verlieren. Der volle Reiz dieses Buches erschließt sich aber erst durch die Lesung von Gert Westphal. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Dr.Paul Höcker veröffentlicht
sprachzauberer
thomas mann handelt auf dem - auch sprachlichen - zauberberg gesellschaftskritisch themen ab, die zwar aus der sicht der protagonisten und zeitlich am anfang des 20. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von michi veröffentlicht
Der große "Zeitroman" des 20. Jahrhunderts
Thomas Manns "Zauberberg" ist eines dieser groß angelegten, zum Meisterwerk er-/verklärten Werke der deutschen Literatur, denen man als Leser - gerade wenn man noch jung... Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Michael Schäfer veröffentlicht
Super!!!!
Eines der letzten großen Meisterwerke der deutschen Literatur! Hab es mir auf Empfehlung meiner Deutschlehrerin bestellt und muss sagen, dass ich es sehr gerne gelesen habe.
Vor 9 Monaten von Moe Moe veröffentlicht
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Gewöhnung ist ein Einschlafen oder doch ein Mattwerden des Zeitsinnes, &quote;
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die Macht und das Recht, die Tyrannei und die Freiheit, der Aberglaube und das Wissen, das Prinzip des Beharrens und dasjenige der gärenden Bewegung, des Fortschritts. Man konnte das eine das asiatische Prinzip, das andere aber das europäische nennen, &quote;
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&quote;
den Tod zu betrachten, die ist, ihn als Bestandteil und Zubehör, als heilige Bedingung des Lebens zu begreifen &quote;
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