Pressestimmen
Der reinste Marsé, der herrliche Erzähler, der das Geheimnis kennt, Fiktion und Realität göttlichst zu mischen.
Eine geniale Mischung aus Realität und Phantasie […] Marsés Roman ist ein Hochgenuß: witzig, manchmal sarkastisch. Marsé beherrscht die Kunst, eine Geschichte fast wie einen Film zu visualisieren. Und so läßt man sich als Leser, genauso wie die Romanfiguren, in der Erinnerung und im Traum gerne nach Shanghai forttragen
›Der Zauber von Shanghai‹ ist zweifellos der beste Roman dieses Frühjahrs […] er verstrickt den Leser in seinen Zauber, aus dem er sich bis zuletzt nicht mehr zu lösen vermag.
Es ist einfach meisterlich, wie Marsé gegen das feinnervige Beziehungsbild in Barcelona das handlungsreiche Shanghai setzt.
In ›Der Zauber von Shanghai‹ spinnt Marsé ein feines Netz von Beziehungen, poetisch, phantastisch und durchzogen von leiser Melancholie. Ein ausgezeichneter, kunstvoll gewobener und feinsinnig erzählter Roman.
Verschiedene Romane belegen Marsés künstlerische Kompetenz und begründen den zweifachen Ruf, zu den brillantesten spanischen Schriftstellern und zu den unerbittlichsten Beobachtern der Gesellschaft zu gehören. ›Der Zauber von Shanghai‹ wird die Bedeutung dieses Autors noch vertiefen, seine Begabung noch verdeutlichen Denn er hat ein stilles, schönes und ergreifendes Buch geschrieben […] Eine Parabel über die Bedeutung der Phantasie. Oder besser: Gleich verschiedenste Parabeln, denn in diesem vielschichtigen Buch verweben sich ganz unterschiedliche Erzählungen zu einem facettenreichen Ganzen.
Kurzbeschreibung
Barcelona in den 40er Jahren: Mitten in der düstersten Nachkriegszeit wächst der 14jährige Daniel in einem Armenviertel der katalanischen Metropole auf. Nur auf die Nachmittage freut sich der Junge, denn dann besucht er die gleichaltrige, lungenkranke Susana, die in einer prachtvollen Villa ans Bett gefesselt ist. Über die Standesunterschiede hinweg bahnt sich zwischen den beiden eine zarte Beziehung an. Ihre Gespräche kreisen dabei immer wieder um Susanas verschollenen Vater, den exilierten Widerstands-kämpfer Kim.
Eines Tages taucht der mysteriöse Nandu Forcat in der Villa auf und gibt sich als Weggefährte von Susanas Vater aus. Eingehüllt in einen seidenen Kimono, erzählt er den beiden fortan jeden Abend von Kims abenteuerlicher Suche nach einem ehemaligen Gestapo-Offizier. Atemlos lauschend tauchen das Mädchen und ihr jugendlicher Verehrer ein in das legendäre Shanghai der vierziger Jahre, in die mondäne Glitzerwelt der High Society und die Unterwelt mit Berufskillern, Drogenbossen und schönen Frauen.
Bald können Susana und Daniel Realität und Phantasie nicht mehr voneinander unterscheiden und flüchten sich in diese Traumwelt. Doch die Wirklichkeit holt sie immer wieder ein