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Der Zauber des Windes
 
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Der Zauber des Windes [Taschenbuch]

Sabine Korsukewitz
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596151651
  • ISBN-13: 978-3596151653
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,5 x 5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 907.501 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Manou wird aus ihrem Dorf ausgestoßen: Ihre magischen Fähigkeiten und wundersamen Heilkräfte haben ihr den Ruf einer Hexe eingebracht. Erst auf der Burg von Monsieur Justin, einem reichen, aber höchst seltsamen Mann, wird sie freundlich aufgenommen. Doch nach und nach wird Manou klar, dass man sie für die Schwarze Magie missbrauchen will ...

Das ergreifende Schicksal einer beeindruckend mutigen jungen Frau und im gleichen Zug ein lebendiges und detailliertes Panorama des beginnenden 16. Jahrhunderts in der Provence.

Über den Autor

SABINE KORSUKÉWITZwurde 1953 in Berlin geboren, wo sie als Radiomoderatorin und Buchautorin arbeitet. Einen großen Teil ihrer Zeit verbringt sie jedoch mit Ehemann und Katze in ihrem Haus in der Provence. Neben mehreren Kinderbüchern verfasste sie die Romane »Koalamond« und »Das Lied der Zikaden«, die beide auch als Fischer Taschenbuch vorliegen.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Eine richtige Zeitreise 31. August 2002
Format:Gebundene Ausgabe
Die Autorin hat in ihrem Roman treffend und präzises recherchiert und das Leben in der Provence um 1500 gut wiedergegeben. Leider trifft der Titel des Buches wenig zu und so bekommt man den Eindruck einen Liebesroman vor sich zu haben, doch diese Zeilen sind wesentlich mehr. Die Autorin bringt uns Einblicke in die Welt der Bauern und Schäfer, aber auch in die der Herrschaften, Heilerinnen und der Magie. Durch den Wandel ihrer Protagonistin merkt man bald, daß "schwarz und weiß", "gut und böse", "häßlich und schön" nicht voneinander zu trennen sind, sondern nur zwei Bilder der gleichen Medaille sind. Durch die Entwicklung vom naiven Mädchen zur erwachsenen Frau hat man hier Einblick in die Entstehung einer starken Persönlichkeit, die sich auch von Rückschritten nicht vom Ziel abhalten läßt. Ein rundum gelungener Roman mit einigen Weisheiten fürs eigene Leben.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Super Buch 31. Mai 2009
Von L. Helms
Format:Gebundene Ausgabe
Ich Bin grade dabei dieses Buch zu lesen und ich finde es nicht nur sehr spannend sondern auch sehr informativ. Besonders im Bezug auf Religion und Esoterik. Die Begriffe sind hinten noch einmal erklärt und geben Anstoß für eigene Nachforschungen. Die Autorin schildert in einer farbenfrohen Weise das Leben der Menschen im angehenden 16. Jh. Sie regt zum Nachdenken an und auch dazu einige Dinge kritisch zu sehen.

Ich persönlich finde die Hauptfigur sehr faszinierend. Sie könnte aus unserer Zeit in das 15. Jh. zurück katapultiert worden sein. Klar spielte die Frau eine untergeordnete Rolle, was teilweise heut auch noch so ist. Damals wäre es wohl besser gewesen ein Mann zu sein. Aber Manou erkämpft sich ihren Weg. Und was noch gut ist, sie ist nicht übernatürlich schön sondern authentisch. Man kann sich sehr leicht mit ihr identifizieren. Die Einsamkeit und die Suche nach einem Platz im Leben. Die Wissbegierde und der Drang nach Freiheit stecken in jedem von uns. Manou hebt sich aus der Masse ihrer Zeit hervor und erlebt Abenteuer, sucht nach einem Platz in ihrem Leben. Das finde ich macht das Buch so lesenswert.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von timediver® HALL OF FAME REZENSENT TOP 100 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Das Bauernmädchen Manou ist die Protagonistin des zum Ausgang des 15. Jahrhunderts in der Provence spielenden Romans. Nachdem ihre gesamte Familie an der Pest gestorben war, lebte Manou einige Zeit in einer Höhle. Madame Angéle de Saignon erkennt Manou's übersinnliche Fähigkeiten und nimmt sie mit nach Fort Boux. Dort betreibt Angèle's Ehemann Justin, der Governeur von Boux alchemistische Forschungen, um ein Mittel zur Heilung seiner Syphylis zu finden. Manou assistiert ihm und wird in die Prinzipien des Hermes Trismegistos und die alchemistische Transmutation eingeweiht. Sie erhält Einblicke in die Buchstaben- und Zahlenmystik der Kabbala, Astrologie und andere esoterische Disziplinen. Von Angèle, die eine außerordentliche Abneigung gegen alles christliche hat, wird sie über die Vorzüge der alten Mithrasreligion und dem Kult des "Sol invictus" aufgeklärt. Nachdem jedoch alle Experimente Justin's gescheitert sind, überredet Angèle, ihren Ehemann dazu es einmal mit ihrem, wie sie meint, schnelleren Weg der "Schwarzen Magie" zu versuchen.....

Bei Angéle's blasphemischem Treiben will Manou nicht mehr mitmachen, flieht kurzerhand aus dem Fort und rettet dabei einen Säugling, der bei den Luziferischen Riten geopfert werden sollte. Ihre Flucht führt sie in das Augustinerinnenkloster St. Claire, wo sie der Oberin Eleonore von Castillon ihre Geschichte erzählt. Da Manou jedoch auf Dauer nicht im Kloster bleiben kann, begibt sie sich in die Lehre bei der heilkundigen Hebamme Azima. Manou wird nun von Angéle des Mordes an Justin mittels Hexerei bezichtigt und bei der Inquisition angezeigt. Um den Häschern zu entgehen schließt sich Manou als Mann verkleidet einer Schäfergemeinschaft an, die eine Großherde von 12.000 Schafe in die Alpen treibt. Nach ihrer Rückkehr gelingt es der diabolischen Angéle jedoch, Manou in ihre Dienste zu zwingen, weil sie deren Fähigkeiten zur Beschwörung der Dämonin Lilith (nach der Überlieferung Adam's erste, von ihm verstoßene Frau = Archetypus des Weiblichen und für die christliche Kirche Sinnbild des Bösen) dringend benötigt......

"Der Zauber des Windes" ist in erster Linie eine Darstellung der Rolle der Frau in einer Christlich-patriarchalischen Gesellschaft zum Ende des Mittelalters, an der Schwelle zur
Renaissance. Der Roman ist vollgepackt mit geheimnisvollen "Initationswissen" aller Art. Angefangen bei der Ourobusschlange, die sich selbst in den Schwanz beißend als Symbol der ewigen Wiederkehr gilt, über gnostischen Dualismus und Tarotkarten, bis hin zu den Eingangs erwähnten Mythen, bei denen die "schwarze Eva" (Inanna, Ischtar, Isis, Lilith u. a.)
die herausragende Rolle einnimmt. Die alljährlich am 27. Dezember stattfindende "Fête des Saints-Innocents" bei der das Volk einen "Pape de Fous" inthronisiert und sich im Ausbruch archaisch-anarchischer Bedürfnisse auch über kirchliche Sakramente ungestraft lustig machen darf, wir ausführlich beschrieben.

Die meisten Örtlichkeiten der Romanhandlung, wie Fort Boux, Apt, Bonnieux, Lacoste etc. sind tatsächlich existente Orte in der provencalischen Region „Luberon". Das Kloster St. Catherine und die Ortschaft St. Germain wird man jedoch vergeblich suchen. Es gibt eine ganze Reihe historischer Anmerkungen und Hinweise, wie z. B. auf die Dynastien der Valois, der Anjou, die Könige Renè der Gute, Ludwig XI und Karl VIII und die italienischen Kriege. Hildegard von Bingen fehlt ebenso wenig, wie die unvermeidlichen Templer. Die Schilderung, dass die Templergarnison von Boux noch 1316 (!) Widerstand geleistet haben und von Papst Johannes XXII begnadigt worden seien, entbehrt jedoch einer historischen Grundlage. Die Verhaftung der Templer in Frankreich erfolgte bereits 1307. Nach einem 7-jährigen Prozess starb der letzte Großmeister auf dem Scheiterhaufen in Paris (1314). (Historisch gab es tatsächlich nur einen Fall bei dem die Templerritter Widerstand leisteten, allerdings im Königreich Aragon). Der unterhaltsame und leicht lesbare Roman, bei dem es öfters zum Verschwimmen von Realität und Traumwelt kommt, kann vor allem als Urlaubslektüre vor Ort im Luberon empfohlen werden und ist mit 3 Amazonsternen zu bewerten.

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