Der amerikanische Jugendbuchautor T. A. Barron hat Avalon neu erfunden und erzählt die Geschichte des großen Zauberers Merlin aus einer ganz anderen Perspektive, als sie durch die Werke von Marion Zimmer Bradley erzählt wurde. Die Geschichten werden für die deutsche Vertonung von Stefan Wilkening gelesen.
Im Vergleich mit den anderen Hörbüchern ist das Finale sicherlich als das actionreichste zu bezeichnen. Leider ist dies aber nicht so positiv gemeint, wie es klingen mag. Der Charme, den die anderen Hörbüchern ausgestrahlt haben, bleibt für Spannung und Abenteuer auf der Strecke. Die Spannung ist leider aber nur vermeintlich, da die Handlungen der Personen vorhersehbar sind. Es vergehen keine fünf Minuten, in denen nicht eine der Hauptpersonen angedroht bekommt, umgebracht zu werden. Dabei laufen die einzelnen Szenarien immer nach dem gleichen Muster ab: Die Personen geraten in schwierige Situationen und kurz bevor sie umgebracht werden, geschieht etwas Unerwartetes und sie kommen gerade so nochmal davon. Dabei schrumpft die Hoffnung mit jedem weiteren Schritt.
Ganz das Gegensatz zu dem actionreichen Verlauf des Hörbuchs steht die letzte CD. Diese ist sehr emotionsgeladen und erinnert an das Ende des dritten Teiles von Der Herr der Ringe", nur noch weiter gedehnt. Insgesamt muss man sagen, dass die Geschichte sehr enttäuschend ist, vor allem da die anderen Werke von T. A. Barron sehr viel Charme versprühen und die Leser und Hörer verzaubern.
Stefan Wilkening liest die Geschichte gut und gibt den einzelnen Figuren eine ganz individuelle Stimme. Dadurch bekommt die Geschichte noch ein bisschen Aufschwung, doch leider wird es dadurch kein gutes Hörbuch. Insgesamt enttäuschend. Man sollte es nur kaufen, wenn man die anderen Hörbücher kennt und das Ende der Serie erfahren möchte. Man darf jedoch nicht zuviel davon erwarten.