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Der Wolkenatlas
 
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Der Wolkenatlas [Taschenbuch]

David Mitchell , Volker Oldenburg
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 672 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 4 (1. November 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 349924036X
  • ISBN-13: 978-3499240362
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 11,6 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 10.671 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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David Mitchell
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

David Mitchell erzählt seine Bücher gern häppchenweise. Schon Chaos erhob seinen Titel zum Programm und war als "Roman in neun Teilen" konzipiert, und bereits hier erschloss sich der "Sinn" des großen Ganzen, die Vernetzung der einzelnen Abschnitte nicht unbedingt auf den ersten Blick. Bei Der Wolkenatlas ist das nicht anders -- im Gegenteil: Es ist noch viel komplizierter. Denn die sechs nahezu autonomen Episoden führen den Leser nicht nur über eine Zeitspanne von immerhin sechs Jahrhunderten, sie sind auch alle in einem überaus eigenen, ja: eigenwilligen Stil geschrieben, wobei Mitchell meisterhaft den Bogen spannt von der Parodie exotischer Forschungsberichte aus dem 19. Jahrhundert über Genres wie Briefroman oder Thriller bis hin zur Science-Fiction-Erzählung und der "Newspeak" in 400 Jahren.

Was aber erzählt Der Wolkenatlas? Er erzählt die (plötzlich abreißende) Geschichte eines Forschungsreisenden, der mit seinen ritterlichen Ambitionen in der Fremde auf heftigen Widerstand stößt. Er erzählt die Geschichte eines jungen Musikers, der einem alternden Genie zu einem traurigen Meisterwerk und dessen Frau zu allerlei Höhepunkten verhilft. Er berichtet von Geheimnisträgern, die Verrat üben, Verlegern, die sich im Irrenhaus wiederfinden und von einem koreanischen Klon, die mit seinem Recht auf Menschsein nicht nur an moralische Grenzen stößt. Dabei geht es um Mord und Totschlag, Sühne und Sündenfall, gefallene Götter und Menschen, die sich zu Göttern aufspielen wollen -- und wie sich alles, einer literarischen Chaostheorie entsprechend, aufeinander beziehen lässt. Dabei ist erstaunlich, wie es Mitchell gelingt, dass man als Leser trotz der ungewöhnlichen Sprache, die auch vor Abkürzungen und Neologismen nicht zurückschreckt, immer am Ball bleibt, und zwar gerne. Große, ungewöhnliche Literatur. --Stefan Kellerer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

kulturnews.de

Ein gutes Buch nimmt seine Leser mit auf eine Reise, sagt man. Wenn das stimmt, dann ist „Der Wolkenatlas" ein ganzes Reisebüro, eine Zeitmaschine, ein Traumschiff, das in der Südsee des 19. Jahrhunderts startet und in einer postapokalyptischen Zukunft ankommt. Eine ehrgeizige Expedition, 600 Seiten lang, sechs Jahrhunderte umfassend und aufgeteilt in sechs Handlungsstränge. Wir begegnen britischen Forschungsreisenden, Cyberpunk-Klonen, die gegen ihre Züchter rebellieren, und den widerspenstigen Insassen eines Altersheims. Doch leider sind die Erzählungen nur lose verknüpft, und viele Motive und Figuren erscheinen allzu bekannt - siehe John Grisham für die Thrillerhandlung, siehe William Gibson für den Cyberpunk-Plot. Dass man dieser Kreuzfahrt durch Raum und Zeit trotzdem gerne folgt, liegt an der Sprache: Für jeden Abschnitt findet Mitchell einen eigenen Ton. Er mäandert durch die behäbige Prosa eines viktorianischen Reisetagebuchs, stürmt vorwärts in den knappen Sätzen eines Hardboiled-Thrillers und seziert die Sprachtrümmer, die den Überlebenden der großen Katastrophe bleiben. (arm) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
44 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von e.f.
Format:Taschenbuch
In seinen bisherigen Romanen zelebriert der 1969 geborene David Mitchell seine Vorliebe für kunstvoll konstruierte Episodenromane. Spätestens seit "Wolkenatlas", seinem dritten Roman, feiern ihn die Feuilletons als einen der besten jungen englischen Schriftsteller seiner Generation.

"Wolkenatlas" ist geschickt aus sechs in sich geschlossenen Erzählungen aufgebaut, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben. In der ersten Geschichte, dem "Pacifiktagebuch des Adam Ewing", begibt sich ein amerikanischer Notar im Jahr 1850 auf eine Südseereise. Auf den neuseeländischen Chathaminseln erlebt er, wie die Maori von den Kolonialherren drangsaliert werden. Mitten im Satz bricht die Erzählung ab und der Leser begegnet im Jahr 1931 dem verkrachten britischen Komponisten Robert Frobisher, der auf der Flucht vor seinen Gläubigern Zuflucht bei seinem alternden Komponisten-Idol in Belgien findet. In einer Anzahl von Briefen berichtet er einem Freund, wie er dem misanthropen Genie zu einem neuen musikalischen Schaffensrausch verhilft und nebenher auch dessen mannstolle Ehefrau beglückt. Auch Frobishers Briefe brechen ab und ebenso der grishameske Thriller "Halbwertszeiten - Luisa Reys erster Fall" in dem eine junge Journalistin im Amerika der 70er-Jahre einen Skandal im Milieu der Atomindustrie aufdeckt. In den weiteren Geschichten wird der extravagante Schundverleger Cavendish von seinem gehörnten Bruder in ein Sanatorium gesperrt, kämpft eine Klonarbeiterin im Korea des 21. Jahrhunderts um ihr Recht, ein Mensch zu sein, und wird ein Ziegenhirte in einem postapokalyptischen Hawaii Zeuge des Untergangs der letzten Überreste menschlicher Hochzivilisation.

Die letzte Geschichte fungiert als Wendepunkt des Romans, denn nun werden die vorhergehenden Gesichten in umgekehrter Reihenfolge eine nach der anderen zu Ende erzählt. Dabei ist jede der Geschichten wiederum in der vorhergehenden enthalten. So findet der klamme Frobisher in der Bibliothek seines Gastgebers eine Hälfte des gedruckten "Pacifiktagebuchs" und bittet seinen Brieffreund Sixsmith darum, einen Käufer für das Stück zu finden. Sixsmith ist vierzig Jahre später eine Schlüsselfigur in dem Atomskandal, den Luisa Rey in ihrem ersten Fall aufdeckt. Das Manuskript der "Halbwertszeiten" landet wiederum auf dem Tisch des Verlegers Cavendish, dessen verfilmte Memoiren schließlich in der Geschichte um den Klon Somni eine Rolle spielen.

Es ist eine wahre Freude, dem Uhrwerk des Romans beim Funktionieren zuzusehen. Aber die auf den ersten Blick durchsichtige Konstruktion hat ihre Tücken. Auf den zweiten Blick zeigt sich nämlich, dass Mitchell keineswegs vorhat, es dem Leser zu leicht zu machen. Was er dem Leser vorenthält ist die Instanz des allwissenden, zuverlässigen Erzählers. Die Protagonisten machen sich zwar ihre eigenen Gedanken über die Zusammenhänge, doch ihre Deutungen widersprechen sich. Der Leser kann ihnen nicht trauen.

Da ist zum Beispiel das kometenähnliche Muttermal, das alle Hauptfiguren gemeinsam haben. Die einen sehen darin ein Zeichen der Reinkarnation, die anderen tun diese Deutung als Unsinn ab. Indem der Roman seine Hauptfiguren gegenseitig zu ihren eigenen Rezipienten macht, verwischt der Autor Mitchell in bewährt postmoderner Manier konsequent seine Spuren und die klare Trennung von Realität und Fiktion.

Auch sonst bietet Mitchell alles, was das postmoderne Herz höher schlagen lässt. Der Roman sprüht vor intertextuellen Bezügen und Anspielungen. Im Gang durch 4 Jahrhunderte Menschheitsgeschichte findet Mitchell die für jede Epoche typische Gattung, vom naiv Reisetagebuch des amerikanischen Notars über das orwellsche Verhörprotokoll bis zur Rückkehr zur oralen Überlieferung einer postzivilisatorischen Kultur. Auch an launisch ironischer Selbstbezüglichkeit herrscht kein Mangel. So nimmt Frobishers revolutionäres (oder doch nur effekthascheriges?) Wolkenatlas-Sextett die Form des Romans vorweg. Der Schundverleger Cavendish wiederum stellt kategorisch fest: "Als erfahrener Lektor lehne ich Rückblenden, vorausgreifende Andeutungen und raffinierte Kunstgriffe ab, sie gehören wie Examensarbeiten über Postmoderne und Chaostheorie in die achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts."

Doch hinter Mitchells souveräner Formspielerei verbirgt sich ein ernsthaftes Anliegen. Und auch dieses wird im Roman angesprochen. Eine von Mitchells Figuren entwirft ein eigenes Zeitmodell, das sich von bekannten linearen oder äonalen Zeitbegriffen unterscheidet. Nach dem Modell der russischen Matrjoschka-Puppen werde jede Gegenwart von einer früheren Gegenwart umschlossen. Neben dem augenscheinlichen Hinweis auf die Struktur des Romans, verbirgt sich hinter diesem Gedankenexperiment die Vorstellung, dass der Niedergang einer Zivilisation in ihrem Aufstieg schon angelegt ist. Und von genau diesem Verfall erzählt Mitchell. Die Perversitäten die in der Antiutopie um den Klon Somni ausgeführt werden sind alle in der Gegenwart bereits angelegt. Die Euthanasien beispielsweise, in denen die "Konsumenten" (Neusprech für Bürger bzw. Menschen) ab einem gewissen Alter entsorgt werden, sind schon angelegt in Sanatorien wie dem, in dem sich Cavendish wiederfindet. Das Thema, das jede der Erzählungen in ihrer Weise intoniert, ist das vom Untergang einer Kultur durch dieselben Kräfte, die ihren Aufstieg ermöglichen. Immer geht es um Gier, Ausbeutung und Expansionsstreben. Nicht umsonst verkommt Edward Gibbons immer wieder auftretende "Geschichte vom Aufstieg und Niedergang des römischen Reiches" in der Abfolge der einzelnen Erzählungen schließlich zur Toilettenlektüre eines Schundverlegers.
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28 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
David Mitchells "Wolkenatlas" ist ein faszinierendes Stück Literatur. Und nicht nur das: Sie erhalten hier sogar sechs Geschichten in einem Roman. Diese Erzählstränge könnten bei Handlung, Zeit und Textstil kaum unterschiedlicher sein. Dennoch hat es David Mitchell geschafft, diese so unterschiedlichen Teile fein und raffiniert miteinander zu verweben. Selten findet man einen so vielschichtigen Roman, der so federleicht die großen Fragen unserer Zivilisation und Entwicklung anreißt.

Was hat eine koreanische Klon-"Duplikantin" mit einer jungen Journalistin aus dem Amerika der sechziger Jahre zu tun, die gerade einen Atomskandal aufdeckt? Oder was verbindet einen Naturforscher des 18. Jahrhunderts mit Robert Frobisher, einem moralisch manchmal fragwürdigen jungen Musiker, der in den 30er Jahren als Assistent eines verschrobenen belgischen Komponisten arbeitet? Seite für Seite erarbeitet der Autor hier mit dem Leser die Verbindungen - Charaktere, Reinkarnationen von Körpermerkmalen, gegenseitige Verweise... Es ist herrlich, wie sich die Fäden der Geschichten im Kopf zusammenfügen - und manchmal dann doch ganz anders wieder aufgewickelt werden.

David Mitchell setzt dieser genial-größenwahnsinnigen Verbindung von sechs Erzählsträngen mit einem formalen Kniff noch eins drauf: Durch eine von mir so bisher nie gesehene "Spiegelstruktur" der Geschichten im Buch, die nicht nur die Spannung steigern, sondern auch noch einige Extra-Volten in der Handlung erlauben. Denken Sie also nicht auf Seite 57, dass Ihr Buchexemplar ein Fehldruck sei (so ging es mir) - das ist so gewollt!

Einen Großteil seiner Faszination enthält das Buch durch die Übersetzung von Volker Oldenburg. Er hat den Witz und den eigenen Klang jeder Erzählung wunderbar ins Deutsche übertragen - selbst die groteske Sprache unserer heruntergekommenen Nachkommen in der Zukunft scheint ohne größeren Verluste ins Deutsche übermittelt worden zu sein.
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von dingdong
Format:Taschenbuch
Sensationell - das ist das einzige Wort, das mir zu diesem Buch einfällt. Das Beste, was ich in den letzten Jahren gelesen habe! Schade, dass ich keine sechs Sterne vergeben kann, eigentlich müsste ich jetzt das meiste von dem, was ich in den letzten Jahren rezensiert habe, um einen Stern herabsetzen, um diesem Buch gerecht zu werden.

Selten habe ich erlebt, dass jemand zwei Qualitäten so in einem Buch vereint:
* das zu schreiben, was ich "große Literatur" nennen möchte und
* dennoch das abzuliefern, was neudeutsch "Pageturner" heißt, also ein Buch, das einen nicht mit dem Lesen aufhören lässt, weil man immer noch wissen will, wie es wohl auf der nächsten Seite weitergeht.

Zur Handlung fasse ich mich kurz, denn dazu ist hier bei Amazon an anderer Stelle schon etliches gesagt: der Autor erzählt sechs Kurzgeschichten in einem Band. Soweit wäre das nicht ungewöhnlich. Spannender wird es schon dadurch, dass alle Geschichten miteinander verwoben sind - mal mehr, mal weniger. So ein bisschen in der Art von Pulp Fiction, vielleicht ist Mitchell ja Tarantino-Fan?

Hier ein Kurzabriss über die sechs Geschichten:
* Das Pacifiktagebuch des Adam Ewing
ein bisschen wie die Abenteuergeschichten von Jack London oder Karl May, spielt auch in etwa zu dieser Zeit und ist in Tagebuchform erzählt

* Briefe aus Zedelghem
1931 schreibt der Komponist Robert Frobisher an seinen besten Freund etliche Briefe aus dem belgischen Exil - nicht nur über seine erotischen Wirrungen.

* Luisa Reys erster Fall
Ein Thriller rund um die Atomlobby und die Anti-AKW-Bewegung der USA in den 1970ern

* Das grausige Martyrium des Timothy Cavendish
Eine Mischung aus Thriller und Schelmenroman, dargeboten als Ich-Erzählung und angesiedelt irgendwann in unseren Tagen. Von der Handlung her ein bisschen wie "Einer flog über das Kuckucksnest".

* Sonmis Oratio
Ein (wie ich finde genialer) Science Fiction. Eine Jahreszahl wird nicht genannt, aber man könnte so ungefähr das Jahr 2150 vermuten. Die Konzerne haben die Herrschaft über die Welt. Es gibt keine Regierungen mehr, sondern einen "Vorstand". Klone sind die modernen Sklaven. Ein weiblicher Klon begehrt auf. Erzählt in der Form eines Verhörs dieses Klons nach seiner Verhaftung.

* Sloosha's Crossin' un wies weiterging
Spielt noch deutlich weiter in der Zukunft. Die Zivilisation ist so gut wie untergegangen. Wilde, unzivilisierte Stämme kämpfen gegen die, die sich einen Rest Zivilisation bewahrt haben. Das Ganze erzählt in einer wilden, unzivilisierten Sprache, wie es der Titel schon erahnen lässt.

Und dann das Ganze wieder zurück. Alle sechs Geschichten werden an einem bestimmten Punkt durch die nächste Geschichte unterbrochen und dann wird der Faden rückwärts wieder aufgewickelt, so dass das Buch wieder mit dem "Pacifiktagebuch" endet.

Allein schon diese Form des Erzählens finde ich einzigartig. Robert Frobisher komponiert in "Briefe aus Zedelghem" am Werk seines Lebens, dem "Wolkenatlassextett". Er beschreibt es so:

"'Sextett für einander überschneidende Solostimmen' (...). Klavier, Klarinette, Cello, Flöte, Oboe, Violine, jedes Instrument mit einer ganz eigenen Sprache aus Tonart, Melodik und Klangfarbe. Im 1. Satz wird jedes Solo vom nachfolgenden unterbrochen, im 2. setzen sich die unterbrochenen Soli in umgekehrter Reihenfolge fort."

Besser kann man die Struktur des Buches nicht umschreiben. Und Mitchell nimmt sich gleich selbst auf den Arm, indem er Frobisher die Frage stellen lässt: "Revolutionär oder effekthascherisch? Werde das erst erfahren, wenn es fertig ist, und dann ist es zu spät (..)" .

Ein Grundthema aller sechs Erzählungen ist die Freiheit. Ob es nun im "Pacifiktagebuch" um den unterdrückten Pazifikstamm der Moriori geht, in den "Briefen" um die fehlende materielle Freiheit des Küstlers, die Dominanz der Konzerne bei "Luisa Rey" und "Sonmis Oratio", die dort auch dargestellte Unterdrückung der Klone oder die der sanfteren, zivilierteren Völker durch die brutaleren in "Sloosha's Crossin'".

So endet das Buch auch (ich glaube nicht, dass das was jetzt kommt ein Spoiler ist, aber man muss ja an dieser Stelle nicht weiterlesen, wenn man nicht will) mit dem Entschluss des jungen Notars Ewing, sich den Abolitonisten (also der Antisklavenbewegung) anzuschließen und für die Freiheit zu kämpfen. Wissend, dass man ihm entgegenhalten wird, "dass dein Leben nicht mehr gewesen ist als ein Tropfen in einem grenzenlosen Ocean!" "denn was aber ist ein Ocean anderes als eine Vielzahl von Tropfen?"

Also ein hoffnungsvolles Ende, ein Appell, Verantwortung für den Tropfen zu übernehmen, den man selbst beisteuert.

Fazit:
Das Buch befasst sich mit wichtigen und interessanten Themenstellungen. Der Autor legt eine berauschende Sprachgewalt und Experimentierfreudigkeit an den Tag. Und er zieht den Leser in eine spannende Handlung hinein - was will man mehr?
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