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Der Wolkenatlas [Taschenbuch]

David Mitchell , Volker Oldenburg
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (227 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. November 2007
Sechs Lebenswege, die sich unmöglich kreuzen können: darunter ein amerikanischer Anwalt, der um 1850 Ozeanien erforscht, ein britischer Komponist, der 1931 vor seinen Gläubigern nach Belgien flieht, und ein koreanischer Klon, der in der Zukunft wegen des Verbrechens angeklagt wird, ein Mensch sein zu wollen. Und dennoch sind diese Geschichten miteinander verwoben. Mitchells originelle Menschheitsgeschichte katapultiert den Leser durch Räume, Zeiten, Genres und Erzählstile und liest sich dabei so leicht und fesselnd wie ein Abenteuerroman. „David Mitchell nimmt den Leser mit auf eine literarische Achterbahnfahrt. Und man wünscht sich, diese Reise möge nie enden.“ (A.S. Byatt)

Hinweise und Aktionen

  • Hinweis: Seltsam anmutende Schreibweisen im Buch sind vom Autor so gewollt, ebenso das abrupte Ende des ersten Kapitels.


Wird oft zusammen gekauft

Der Wolkenatlas + Chaos: Ein Roman in neun Teilen + Der dreizehnte Monat
Preis für alle drei: EUR 29,97

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 672 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 12 (1. November 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 349924036X
  • ISBN-13: 978-3499240362
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 11,6 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (227 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 3.344 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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David Mitchell erzählt seine Bücher gern häppchenweise. Schon Chaos erhob seinen Titel zum Programm und war als "Roman in neun Teilen" konzipiert, und bereits hier erschloss sich der "Sinn" des großen Ganzen, die Vernetzung der einzelnen Abschnitte nicht unbedingt auf den ersten Blick. Bei Der Wolkenatlas ist das nicht anders -- im Gegenteil: Es ist noch viel komplizierter. Denn die sechs nahezu autonomen Episoden führen den Leser nicht nur über eine Zeitspanne von immerhin sechs Jahrhunderten, sie sind auch alle in einem überaus eigenen, ja: eigenwilligen Stil geschrieben, wobei Mitchell meisterhaft den Bogen spannt von der Parodie exotischer Forschungsberichte aus dem 19. Jahrhundert über Genres wie Briefroman oder Thriller bis hin zur Science-Fiction-Erzählung und der "Newspeak" in 400 Jahren.

Was aber erzählt Der Wolkenatlas? Er erzählt die (plötzlich abreißende) Geschichte eines Forschungsreisenden, der mit seinen ritterlichen Ambitionen in der Fremde auf heftigen Widerstand stößt. Er erzählt die Geschichte eines jungen Musikers, der einem alternden Genie zu einem traurigen Meisterwerk und dessen Frau zu allerlei Höhepunkten verhilft. Er berichtet von Geheimnisträgern, die Verrat üben, Verlegern, die sich im Irrenhaus wiederfinden und von einem koreanischen Klon, die mit seinem Recht auf Menschsein nicht nur an moralische Grenzen stößt. Dabei geht es um Mord und Totschlag, Sühne und Sündenfall, gefallene Götter und Menschen, die sich zu Göttern aufspielen wollen -- und wie sich alles, einer literarischen Chaostheorie entsprechend, aufeinander beziehen lässt. Dabei ist erstaunlich, wie es Mitchell gelingt, dass man als Leser trotz der ungewöhnlichen Sprache, die auch vor Abkürzungen und Neologismen nicht zurückschreckt, immer am Ball bleibt, und zwar gerne. Große, ungewöhnliche Literatur. --Stefan Kellerer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

Einer der wichtigsten jungen britischen Autoren. (FAZ)

David Mitchell nimmt den Leser mit auf eine literarische Achterbahnfahrt. Und man wünscht sich, diese Reise möge nie enden. (A.S. Byatt)

Mitchell kartographiert Seelen und schreibt Weltliteratur. (NZZ)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
259 von 275 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von e.f.
Format:Taschenbuch
In seinen bisherigen Romanen zelebriert der 1969 geborene David Mitchell seine Vorliebe für kunstvoll konstruierte Episodenromane. Spätestens seit "Wolkenatlas", seinem dritten Roman, feiern ihn die Feuilletons als einen der besten jungen englischen Schriftsteller seiner Generation.

"Wolkenatlas" ist geschickt aus sechs in sich geschlossenen Erzählungen aufgebaut, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben. In der ersten Geschichte, dem "Pacifiktagebuch des Adam Ewing", begibt sich ein amerikanischer Notar im Jahr 1850 auf eine Südseereise. Auf den neuseeländischen Chathaminseln erlebt er, wie die Maori von den Kolonialherren drangsaliert werden. Mitten im Satz bricht die Erzählung ab und der Leser begegnet im Jahr 1931 dem verkrachten britischen Komponisten Robert Frobisher, der auf der Flucht vor seinen Gläubigern Zuflucht bei seinem alternden Komponisten-Idol in Belgien findet. In einer Anzahl von Briefen berichtet er einem Freund, wie er dem misanthropen Genie zu einem neuen musikalischen Schaffensrausch verhilft und nebenher auch dessen mannstolle Ehefrau beglückt. Auch Frobishers Briefe brechen ab und ebenso der grishameske Thriller "Halbwertszeiten - Luisa Reys erster Fall" in dem eine junge Journalistin im Amerika der 70er-Jahre einen Skandal im Milieu der Atomindustrie aufdeckt. In den weiteren Geschichten wird der extravagante Schundverleger Cavendish von seinem gehörnten Bruder in ein Sanatorium gesperrt, kämpft eine Klonarbeiterin im Korea des 21. Jahrhunderts um ihr Recht, ein Mensch zu sein, und wird ein Ziegenhirte in einem postapokalyptischen Hawaii Zeuge des Untergangs der letzten Überreste menschlicher Hochzivilisation.
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163 von 174 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von dingdong
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Sensationell - das ist das einzige Wort, das mir zu diesem Buch einfällt. Das Beste, was ich in den letzten Jahren gelesen habe! Schade, dass ich keine sechs Sterne vergeben kann, eigentlich müsste ich jetzt das meiste von dem, was ich in den letzten Jahren rezensiert habe, um einen Stern herabsetzen, um diesem Buch gerecht zu werden.

Selten habe ich erlebt, dass jemand zwei Qualitäten so in einem Buch vereint:
* das zu schreiben, was ich "große Literatur" nennen möchte und
* dennoch das abzuliefern, was neudeutsch "Pageturner" heißt, also ein Buch, das einen nicht mit dem Lesen aufhören lässt, weil man immer noch wissen will, wie es wohl auf der nächsten Seite weitergeht.

Zur Handlung fasse ich mich kurz, denn dazu ist hier bei Amazon an anderer Stelle schon etliches gesagt: der Autor erzählt sechs Kurzgeschichten in einem Band. Soweit wäre das nicht ungewöhnlich. Spannender wird es schon dadurch, dass alle Geschichten miteinander verwoben sind - mal mehr, mal weniger. So ein bisschen in der Art von Pulp Fiction, vielleicht ist Mitchell ja Tarantino-Fan?

Hier ein Kurzabriss über die sechs Geschichten:
* Das Pacifiktagebuch des Adam Ewing
ein bisschen wie die Abenteuergeschichten von Jack London oder Karl May, spielt auch in etwa zu dieser Zeit und ist in Tagebuchform erzählt

* Briefe aus Zedelghem
1931 schreibt der Komponist Robert Frobisher an seinen besten Freund etliche Briefe aus dem belgischen Exil - nicht nur über seine erotischen Wirrungen.
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32 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Hatte mich schon Mitchells Roman "Chaos" in seinen Bann gezogen, so finde ich, dass der "Wolkenatlas" qualitativ noch einmal darüber hinaus geht. Tatsächlich kann man ihn lesen als Sammlung einzelner, lose miteinander verwobener Geschichten. Und jede ist für sich genommen "ein guter kleiner Roman". Doch das macht noch nicht die eigentliche Faszination aus. Vielmehr passiert in dem Werk Folgendes: es wird Zeit aufgefaltet und wieder zugefaltet, von der Vergangenheit (Anfang 19. Jahrhundert) bis in die Zukunft (ca. 24. Jahrhundert) und wieder zurück. Auf dem Höhepunkt des Romans wird dies von einer der Romanfiguren (einem Wissenschaftler des 20. Jahrhunderts) auch selbst reflektiert: er spricht dort über das Entfalten der Zeit "in Form eines V".

Der Zusammenhang zwischen den einzelnen zeitlichen Episoden ist kein logischer. Das heißt, es gibt keine durchgängige Handlungslogik, wie man das meist in Romanen kennt. Und doch sind die Zusammenhänge zwischen den einzelnen "Teilromanen" deutlich mehr als nur ein willkürlicher Zufall. Die Menschen in ihnen haben über die Jahrhunderte hinweg miteinander zu tun, auch wenn sie nichts voneinander wissen oder manchmal von ihren Vorgängern nur noch deren verbliebenen Symbole antreffen (das Schiff "Princess", welches auch im 20. Jahrhundert noch im Hafen von Buenas Yerbas liegt, die im 22. Jahrhundert als Klon entstandene junge Frau Somni, deren Legende sie 200 Jahre später zur Göttin der kleinen überlebende Zivilisation auf Hawaii gemacht hat). Und so weit die Schere der Zeit auch auseinanderklafft, da ist das gemeinsame Thema der menschlichen Gier, die Frage "Welche Kräfte setzen sich langfristig durch, und warum tun sie es?".
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Die neuesten Kundenrezensionen
3.0 von 5 Sternen Nicht sein Meisterwerk
Ich mag Mitchell's andere Werke sehr - der Wolkenatlas hat mich allerdings ein bisschen enttäuscht. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Tagen von sonico veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Von der Vergangenheit und der Zukunft
Auf das Buch bin ich durch die Besprechung des Films in der Zeitschrift der Spiegel aufmerksam geworden. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Tagen von Dickie veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Besser als der Film
Zumindest kann man hier die Verläufe besser verfolgen und findet ganz schön viele Änderungen im Film. Für meinen Geschmack unbedingt lesenswert!
Vor 21 Tagen von Michael Zimmermann veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen FASZINIEREND
Sechs Geschichten von 1850 bis in die erschreckend nahe Zukunft, die erst scheinbar nicht und dann doch sehr viel miteinander zu tun haben. Lesen Sie weiter...
Vor 22 Tagen von Utz Göbel veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Großartiges Epos!
Normalerweise schaue ich nie Filme bevor ich die Bücher dazu lese. In diesem Fall ist es aber so passiert. Lesen Sie weiter...
Vor 29 Tagen von Buchling veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Not my cup of tea
Gewaltverherrlichung der feinsten Art, Sex ohne Ende und ständig Greueltaten. Absolut nicht das, was ich von diesem hochgepriesenen Buch erwartet habe. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Katsonne veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen kann ich nur empfehlen
ich war durch die anderen kommentare sehr verunsichert! aber da ich verschachtelte geschichten mit detailierten hintergrundinformationen mag (also ich finde das selbst die infos... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Seniana veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Leeres Versprechen mit erheblichen Längen
Ich habe mir von einer lieben Kollegin den Filmtrailer zeigen lassen, der mich damals ziemlich angesprochen hat. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Mephitidas veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Klassiker-Potential! Ein geniales Buch!
Sechs geniale Geschichten, auf verschiedene Weisen toll miteinander verbunden!

Inhalt:
Sechs Menschen, sechs Geschichten, sechs Lebenswege! Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Anika veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Schlechtestes Buch aller Zeiten
Die Ideen imBuch sind interessant, aber sehr langatmig und absolut unspannend erzählt. Alle Geschichten enden zunächst in der Mitte, um dann später vollständig... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Sarah veröffentlicht
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