Seit einigen Jahren bestätigt die Hirnforschung viele der Ideen die Freud hatte, und Psychoanalyse erlebt eine Renaissance. Dies gilt seit knapp 10 Jahren, davor wurden in akademisch-psychologischen Kreisen viele Ideen Freuds als "Humbug" abgetan.
"Viele" Ideen, aber nicht alle ! Wer sich mit Witzen, und wie, und warum, sie wirken befassen wollte, der kam um dieses Buch nicht herum.
"Der Witz und seine Beziehungen zum Unbewussten" befasst sich damit, welche Mechanismen uns zum Lachen bringen.
Freunde von bizarrem Humor (Monty Python Fans, und Personen die beispielsweise "A Clockwerk Orange" als Satire erkennen), werden die verwendeten Witze lieben (A zu B, die zwei verschlagene Geizkragen sind: "Sie riechen verändert, haben sie ein Bad genommen ?", B zu A: " Was wer ich ? niemals ! Fehlt denn eins ?").
Allen anderen könnten die Witze die vor Zeitgeist triefen (meist derbe Witze über Minderheiten) möglicherweise aber die Zornesröte ins Gesicht treiben. Wer aber die Ausführungen Freuds nach dem Lesen verstanden hat, der findet die verwendeten Witze schlussendlich ebenfalls humorvoll.
Während der Witz das Unbewusste anspricht, ist "Humor" wenn das "Über-Ich" seine strenge Haltung für einen Moment aufgibt, und dem "Ich" für einen kurzen Augenblick sagt: "Siehst du, so einfach ist die Welt und ihre Gefahren ! Du darft jetzt über sie lachen"
Wie Witze auf uns wirken, wird äußerst verständlich im Rahmen der Psychoanalyse erklärt. Die akademische Psychologie befasst sich kaum damit (eben weil diese Schrift im Großen und Ganzen ein letztes Wort auf diesem Gebiet ist).
Wer hier ein Witzbuch erwartet, der wird enttäuscht werden. Das ist eine psychoanalytische Schrift, die entgegen ihres Inhaltes, absolut ernst zu nehmen ist.