Ich finde das Buch extrem motivierend, und es ist eine gute philosophische Ergänzung zum anderen Buch des Autors zum Thema Hochfrequenztraining.
Der Autor ist offensichtlich ein Freund der Old School und setzt auf Klassiker wie Kniebeuge, Frontheben, Dips und Klimmzüge. Er vertritt konsequent den Ansatz, dass Grundübungen und Mehrgelenksbewegungen am biologischsten und natürlichsten sind gegenüber Isolationsübungen oder gar Maschinentraining, von dem er recht wenig hält (es dient nach seiner Haltung wohl mehr dem risikolosen Durchschleusen der Massen durch industrialisierte Kommerztempel der Fitnessindustrie).
Er lehnt Krücken wie Bandagen, Zughilfen, Gürtel oder Handschuhe ab, gemäß dem Motto, Schwächen schone man nicht, man merze sie aus!
Vielen mag der Autor womöglich zu extrem in seiner Haltung sein, aber modernen "Kriegern" (der Rezensent tummelt sich gerne trotz akademischer Ausbildung in der Biker- und Türsteherszene) gibt es motivierende Grundsätze an die Hand.
Der Autor propagiert holistisches Denken, stellt die Wichtigkeit des Nervensystems heraus (welches Herr der Muskeln ist), predigt Beharrlichkeit, Progressivität etc. und vor allem spricht die Charakterbildung an!
Der Mann hat die Einstellung eines Spartaners - und das ist gut so! Also das Buch ist nichts für Weicheier - allenfalls für welche, die das ändern wollen...;)