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Der Wilde Westen: Mythos und Geschichte
 
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Der Wilde Westen: Mythos und Geschichte [Gebundene Ausgabe]

Alexander Emmerich
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 159 Seiten
  • Verlag: Theiss (1. August 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3806222711
  • ISBN-13: 978-3806222715
  • Größe und/oder Gewicht: 29,4 x 22,6 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 235.506 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Alexander Emmerich
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Unterhaltsamer, informativer und reich bebilderter Blick hinter die Kulissen der historischen Realität.« ((Westfälische Nachrichten))

»Kurzweilig und informativ.« ((Stuttgarter Nachrichten))

»Leicht verständlich und gut zu lesen.« ((ZDF, Faszination Erde))

Kurzbeschreibung

Once upon a time...

Winnetou und Old Shatterhand, Wyatt Earp und Doc Holliday - um diese berühmten Namen ranken sich bis heute zahllose Mythen und Legenden, nicht zuletzt befördert durch die Filmfabrik Hollywood.

Ungebrochen ist bis heute der Besucherandrang bei den Karl-May-Festspielen. Unvergessen sind Bonanza und Rauchende Colts, Sergio Leones Lied vom Tod oder auch die Streifen mit John Wayne und Clint Eastwood in den Hauptrollen. Aber ging dieser legendäre Zug gen Westen tatsächlich so vonstatten, wie es uns die Filmindustrie bis heute weismacht? Ritten die furchtlosen Cowboys und Revolverhelden tatsächlich bei Sonnenuntergang hoch zu Ross in die Stadt ein, um sich in einem der legendären Saloons zu Klaviermusik mit einem Whiskey den Staub aus dem Mund zu spülen?

Dieses prächtig bebilderte Buch lässt zunächst den im frühen 19. Jahrhundert noch fast unberührten Westen Nordamerikas vor unseren Augen entstehen. Der Autor beschreibt dann facettenreich die Vision des US-Präsidenten Thomas Jefferson, der 1803 das von den Franzosen erworbene, bis zu den Rocky Mountains reichende Land zur Besiedlung freigab und damit eine Kettenreaktion auslöste: Den ersten Forschern und Entdeckern folgten schnell Trapper und Jäger, aber auch schon bald unzählige Siedler, die im Westen das sagenhafte Land urbar machen wollten und die indianischen Ureinwohner ohne Skrupel vertrieben. Doch erst der Bau der transkontinentalen Eisenbahn brachte die unzähligen Goldsucher, Banditen, Abenteurer und Desperados in die endlosen Weiten und schuf damit jenes Bild vom Wilden Westen, das wir bis heute vor Augen haben.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
sehr gute Darstellung 20. September 2009
Von Mario Koch TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Das ist zwar kein Buch für DEN Experten, aber für alle, die sich für das Thema interessieren. Und auch der Experte wird erstaunt sein, einige sonst kaum zu findende Darstellungen zu lesen.
Mit dem Mythos vom Wilden Westen sind wohl die meisten aufgewachsen. Geschichten von endlosen Prärien, einsamen Trappern, Goldsuchern und Indianern kennt jeder. Aber woher kommt dieser Mythos, dessen Einfluss auf so viele Lebensbereiche auch heute noch ungeheuer stark ist?
Alexander Emmerich hat das Wagnis unternommen, über einen Mythos zu schreiben, den zwar jeder kennt, den wohl aber die wenigsten erklären können. Der Autor nähert sich dem Thema mit der Frage "Wie wild war der Westen wirklich?". Danach beschreibt er, "wie der Wilde Westen nach Deutschland kam". Buffalo Bill und Hollywood, Reiseberichte und Romane spielen eine Rolle. Das große Interesse an fremden Ländern, von dem Karl May so profitierte, wird dabei aber nicht so deutlich beschrieben, wie es in der Karl May- Ausstellung im Deutschen Historischen Museum (2007/2008) gezeigt wurde. Dafür geht der Verfasser ausführlich auf die Karl-May-Welle der 60 Jahre in der Bundesrepublik ein und stellt dem ein Kapitel über die Indianerfilme in der DDR gegenüber.
Erst nach dieser umfangreichen, aber wichtigen und gelungenen Darstellung widmet sich Emmerich dem "Wilden Westen". Er lässt keinen Aspekt und keine Entwicklung aus, beginnt mit dem Louisiana Purchase und der Expedition von Lewis und Clark. Weiter geht es mit dem Pelzhandel, dem Santa Fé Trail, dem Pfad der Tränen und der Reise von Prinz Maximilian zu Wied-Neuwied.
Danach wird die Eroberung des Wilden Westens beschrieben, die Rolle von Texas und Kalifornien erläutert. Ebensowenig fehlen der Zug der Mormonen, der Pony-Express oder der Bau der transkontinentalen Eisenbahn.
Ein extra Kapitel widmet sich der Verdrängung der indianischen Lebensweisen. Nicht nur in diesem Abschnitt belegt Emmerich, dass die Eroberung und Besiedlung des Wilden Westens nicht nur eine heroische Tat der angelsächsischen protestantischen Kultur gewesen ist. Gleichzeitig wurden nämlich die eigentlichen Bewohner des Westens zurückgedrängt und vernichtet. Der Autor berichtet darüber sehr objektiv, hält sich aber mit polemisierenden Darstellungen zurück, was der allgemeinen Darstellung des Buches sehr gut tut.
Es folgt ein Kapitel über die Landnahme durch die Siedler, dabei werden die Entstehung von Nationalparks und der Oklahoma Land Rush angesprochen.
Ein umfangreicher Teil des Buches widmet sich dem Leben im Wilden Westen: Goldgräber, Geisterstädte, Cowboys, Outlaws, Sheriffs und Saloons spielen eine Rolle.
Ein weiteres Kapitel widmet sich dann der Kultur und Lebensweise der Indianer Nordamerikas, womit Emmerich noch einmal deutlich macht, dass auch die Indianer ein nicht unbedeutender Teil des Wilden Westens waren.
Im gesamten Buch gibt es immer wieder extra Textfenster, die ein spezielles Thema oder eine Person vorstellen. So finden sich umfangreichere Erläuterungen zu Thomas Jefferson, Schaufelraddampfern, Davy Crockett, Billy the Kid oder Calamity Jane, um nur einige zu nennen.
Die Ausstattung mit übersichtlichen Karten und Bildmaterial ist sehr gelungen und macht das Buch zu einer Augenweide, die man gerne immer wieder in die Hand nimmt. Allerdings hätte man bei dem großen Format gerne noch einige der Aufnahmen auf einer Doppelseite gesehen...
Der Anhang ist mit einer kurzen Zeittafel, die sich auf die Regierungszeiten der US-Präsidenten und Ereignisse in diesem Zeitraum beschränkt und einer kurzen, etwas willkürlich ausgewählten Bibliographie sowie dem Personen- und Sachregister sehr knapp gehalten. Der Verlag hat mit dem Verfasser eine gute Wahl getroffen, hat es Emmerich doch verstanden, eine wichtiges Thema mit der notwendigen Sachkenntnis allgemeinverständlich und doch sehr ausgewogen darzustellen. Es ist eine sehr gute Einführung in das Thema.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Mythos Wilder Westen 21. Oktober 2009
Von Mario Pf. HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Wagemutige Pioniere und Vorkämpfer der Zivilisation, endlose Prärien, eine beeindruckende Kulisse - der Mythos des Wilden Westens schlägt ab und an auch noch heutige Generationen in seinen Bann, wie er mit Buffalo Bills Wild West Show schon zur damaligen Zeit die Entstehung und Festigung des Klischees vorantrieb. Klischees und Mythen die seit jeher Bestandteil des Nimbus sind, mit dem sich die USA umgeben und in denen die Kultur des Landes tief verwurzelt ist. So ist es kein Wunder wenn sich Politiker von Ronald Reagan bis George W. Bush als Cowboys in Szene setzen und etwas vom Glanz und Image der legendären Wild Weste-Helden profitieren wollen, sind doch echte Frontier-Männer wie Abraham Lincoln oder Cowboys vom Format eines Theodore Roosevelt längst Teil der amerikanischen Geschichte. Um die USA in ihrer Mentalität besser verstehen zu können, kann es also hilfreich sein sich auch mit dieser oft genug verkitscht dargestellten und doch fast das gesamte 19. Jahrhundert überdauernden Periode auseinanderzusetzen, hat der Drang nach Westen doch erst aus den rebellischen 13 Kolonien die Vereinigten Staaten hervorgehen lassen, die wir heute kennen.

In "Der Wilde Westen - Mythos und Geschichte" spürt Alexander Emmerich genau diesem Mythos und seiner Geschichte nach, wobei er den Bogen von den ersten Expeditionen gen Westen bis zum Erbe dieser Ära und der modernen Rezeption spannt. So widmet er sich in einem eigenen Kapitel etwa dem Vergleich der einschlägigen BRD und DDR-Filmproduktionen und betont weiters die Bedeutung der schon früh einsetzenden "Wild-West-Shows" für die Popularisierung und folglich auch Verkitschung der Epoche.

Aufgrund des Großformats könnte man hinter Emmerichs Werk leicht einen sehr textkargen Bildband erwarten, dem ist aber zum Glück nicht so. Wäre das Werk in Taschenbuchformat erschienen ergäben sich zwar 300 Seiten aufwärts, doch die sehr anschaulichen Fotografien und Bilder würden weit weniger zur Geltung kommen und so hat "Der Wilde Westen" auch eine ansehnliche visuelle Komponente fürs Auge zu bieten. Viel wichtiger hingegen erscheint mir persönlich der Text, der sich eben nicht auf die Wiedergabe einer Chronologie beschränkt, sondern eingehender mit den verschiedenen Aspekten auseinandersetzt. Kurzum Emmerich scheut sich nicht auch in die Tiefe zu gehen und ein deutlich facettenreicheres Bild zu vermitteln, weil er zudem auch die Lebensumstände von Indianern, Farmern, Cowboys, Trappern und ihrer Zeitgenossen vermittelt. Außerdem enthält er sich einer ideologischen Wertung und Verurteilung, von bösen Siedlern und friedliebenden Indianern oder umgekehrt Vorkämpfern der Zivilisation und kriegerischen Eingeborenen die sich dem Fortschritt in den Weg zu stellen wagten. Emmerichs Darstellung regt an sich ein differenziertes Bild, fern vom Mythos zu machen. Fast schon überflüssig noch zu betonen, dass der Stil gut lesbar ist.

Fazit:
Eine lesenswerte Einführung in die Thematik, reich bebildert und doch mit nicht weniger ausführlichen Texten.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Es macht Spaß! 15. Dezember 2009
Von xXx
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch zum Wilden Westen hat mir beim Lesen sehr viel Spaß bereitet. Trotz seines relativ großen Umfangs (die 160 Seiten Text sind dem großen Format geschuldet und würden in einem anderen Format weit mehr ergeben), liest es sich schnell und flüssig. Man schwebt förmlich durch den amerikanischen Westen.
Besonders schön finde ich, dass der Autor auf einige Darstellungen eingeht, die man sonst in vergleichbaren Büchern vermisst. So zieht er den Leser zunächst mit dem 'Mythos Wilder Westen' aus dem 20. Jahrhundert in das Geschehen und geht dann einige Schritte zurück bis an den Beginn des 19. Jahrhunderts, als der Wilde Westen (für Europäer wie US-Amerikaner) noch unbekanntes, wildes Land war. Danach führt uns der Autor durch die Chronologie der Geschichte und geht dabei auf die verschiedenen Perspektiven ein, die Menschen (Native Americans, Europäer, US-Amerikaner, Sklaven und Mexikaner) im 19. Jahrhundert hatte, ein. In einem dritten Teil werden Themen wie Wirtschaft, Alltagsleben, Natur und Naturzerstörung und Kultur sowie die Lebensweise der nordamerikanischen Indianer beschrieben.
Ein rundum gelungener Band mit prächtigen, unverbrauchten Bildern.
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