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Der Wiener Quacksalber
 
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Der Wiener Quacksalber [Gebundene Ausgabe]

Han Israels
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 184 Seiten
  • Verlag: Bussert & Stadeler; Auflage: 1 (13. März 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3932906691
  • ISBN-13: 978-3932906695
  • Größe und/oder Gewicht: 23,2 x 16,8 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Han Israëls
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

In der Menschheitsgeschichte hat es nur wenige Persönlichkeiten gegeben, die von Archivgeiern so gründlich ausgeweidet worden sind wie Professor Doktor Sigmund Freud, so der Freud-Experte Han Israëls in »Der Wiener Quacksalber«, der erste Beitrag einer Reihe von etwa zwanzig Essays, Zeitschriftenartikeln, Polemiken und Buchbesprechungen über Freud und die Freud-Welt, die in dem gleichnamigen Sammelband gebündelt sind.
Israëls selbst in den einschlägigen Archiven zur Geschichte der Psychoanalyse zu Hause, liefert in seinen Betrachtungen interessante Einblicke in das Leben und Werk Freuds: sein wissenschaftliches wie persönliches Interesse an Kokain, die höchst selektive Nutzung von Patientendaten für seine spontanen Ideen und Interpretationen, sein von Karrieredenken und Machtstreben inspirierter Umgang mit Kollegen, seine Neigung zum Erfinden von Lügengeschichten über vermeintliche therapeutische Erfolge und seine nahezu völlige Gleichgültigkeit den Fakten gegenüber. Verschiedene seiner berühmten Fallstudien kommen zur Sprache: »Anna O.«, Dostojewski, Moses sowie - als einer der Höhepunkte des Wiener Quacksalbers - Freuds Studie über Leonardo da Vinci.
Ihren großen Erfolg verdankt die Psychoanalyse jedoch nicht nur dem, was Israëls das »Chamäleonhafte« einer Theorie nennt, die sich perfekt ihrer Umgebung anzupassen weiß, sondern auch und vor allem den Anhängern Freuds. Der Autor läßt eine Reihe von ihnen Revue passieren: die Mitglieder des von Freud gegründeten »geheimen Komitees« zur Bekämpfung abweichender Meinungen in der psychoanalytischen Bewegung, Wilhelm Fliess und seine Korrespondenz mit Freud, den ersten Biographen Freuds, Fritz Wittels, die Freud-Tochter Anna, Hermine Hug-Hellmuth, eine Wiener Analytikerin, die von ihrem Studienobjekt ermordet wurde und nach ihrem Tod des Wissenschaftsbetrugs bezichtigt wurde, die niederländische Analytikerin Jeanne Lampl-de Groot sowie den berühmten Pädagogen Bruno Bettelheim, der von seinen Zöglingen später als Sadist und Quälgeist entlarvt wurde. Doch auch die Kritiker Freuds fehlen nicht: das enfant terrible der Freud-Welt, Peter Swales, oder der vom rechten Glauben abgefallene Psychoanalytiker Jeffrey Masson.

Klappentext

»In der Menschheitsgeschichte hat es nur wenige Persönlichkeiten gegeben, die von Archivgeiern so gründlich ausgeweidet worden sind wie Professor Doktor Sigmund Freud«, so der Freud-Experte Han Israëls in »Der Wiener Quacksalber«, dem ersten Beitrag in einer Reihe von 19 Essays, Zeitschriftenartikeln, Polemiken und Buchbesprechungen über Freud und die Freud-Welt, die in dem gleichnamigen Sammelband gebündelt sind. Israëls, in den einschlägigen Archiven zur Geschichte der Psychoanalyse zu Hause, liefert in seinen Betrachtungen interessante Einblicke in das Leben und Werk Freuds: sein wissenschaftliches wie persönliches Interesse an Kokain, die höchst selektive Nutzung von Patientendaten, sein von Karrieredenken und Machtstreben inspirierter Umgang mit Kollegen, seine Neigung zum Erfinden von Lügengeschichten über vermeintliche therapeutische Erfolge und seine nahezu völlige Gleichgültigkeit den Fakten gegenüber. Verschiedene seiner berühmten Fallstudien kommen zur! Sprache: »Anna O.«, Moses sowie – als einer der Höhepunkte des Wiener Quacksalber – Freuds Studie über Leonardo da Vinci. Ihren großen Erfolg verdankt die Psychoanalyse jedoch nicht nur dem, was Israëls das »Chamäleonhafte« einer Theorie nennt, die sich perfekt ihrer Umgebung anzupassen weiß, sondern auch und vor allem den Anhängern Freuds. Der Autor läßt eine Reihe von ihnen Revue passieren: die Mitglieder des von Freud gegründeten »geheimen Komitees« zur Bekämpfung abweichender Meinungen in der psychoanalytischen Bewegung, Wilhelm Fließ und seine Korrespondenz mit Freud, den ersten Biographen Freuds, Fritz Wittels, die Freud-Tochter Anna, Hermine Hug-Hellmuth, eine Wiener Analytikerin, die von ihrem Studienobjekt ermordet und nach ihrem Tod des Wissenschaftsbetrugs bezichtigt wurde, die niederländische Analytikerin Jeanne Lampl-de Groot sowie den berühmten Pädagogen Bruno Bettelheim, der von seinen Zöglingen später als Sadist und Quälgeist entlarvt wurde. Doch auch die Kritiker Freuds fehlen nicht, so wie etwa der vom rechten Glauben abgefallene Psychoanalytiker Jeffrey Masson.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Israels Buch enthält eine Reihe hochinteressanter und gut geschriebener Aufsätze über Freud und seine Anhänger. Die meisten dieser Aufsätze sind zuerst in niederländischen Zeitschriften erschienen und verzichten auf ausführliche Literaturnachweise. Die umfangreiche Studie "Freuds Phantasien über Leonardo da Vinci" wurde dagegen ursprünglich in einer Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse veröffentlicht. Wer die Kapitel über Anna O., Freud und das Kokain und die Freud-Fließ-Korrespondenz gelesen hat, dem wird es schwer fallen, an dem heroischen Mythos von dem unbestechlichen und unbeirrbaren Wahrheitssucher Sigmund Freud festzuhalten. Auch die Kapitel, die sich mit Freuds Anhängern und dem abtrünnigen Analytiker Jeffrey Masson beschäftigen, sind interessant und lesenswert. Wer sich für eine nicht idealisierende Freud-Darstellung interessiert, sollte sich von dem reißerischen Titel "Der Wiener Quacksalber" nicht davon abhalten lassen, sich mit Israels sorgfältig recherchierten Aufsätzen zu beschäftigen.
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6 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Im Gegensatz zu "Der Fall Freud" sind in diesen gesammelten Zeitschriften-Aufsätzen wenig neue oder bisher unbekannte Erkenntnisse zu finden. Die meisten Artikel sind Kurzrezensionen von biographischen Büchern über Psychoanalytiker (z. B. Hug-Hellmuth, Spielrein, Bettelheim), worin regelmäßig nach Skandalen oder negativen Sensationen gefahndet wird, die dann genüsslich-hämisch ausgebreitet werden. Der Hauptartikel des Buches ist schon in einer deutschen Zeitschrift erschienen (Luzifer-Amor).

Wer auf das modische Freud-Bashing steht, wird das Buch mögen. Für einen Überblick über Psychoanalyse oder einen neutralen Einstieg ist es ungeeignet. Personen, die sowieso auf dem Laufenden sind und sich regelmäßig zur Geschichte der Psychoanalyse informieren, werden größtenteils vom Inhalt des Buches enttäuscht sein.

Leider hat Han Israels für mich hiermit gezeigt, dass seine Suche nach der Wahrheit über die Geschichte der Psychoanalyse nur ein vorgeschobener Grund ist, um die Psychoanalyse und seinen Schöpfer in Grund und Boden zu stampfen. Von seriöser Geschichtsschreibung kann dann aber keine Rede mehr sein.
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