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Die Werke von Franz Bardon sind mit Sicherheit im Bezug auf Inhalt und Umfang einzigartig. Leider übersieht man anhand des einfachen Schreibstils, daß hinter und zwischen den Zeilen wesentlich mehr steckt, als es den Anschein erweckt.
Wenn man bereit ist, jedes gelesene Wort und jeden Satz genauestens zu überdenken, um weitere Hintergründe und Zusammenhänge zu finden, kann man mit Bardon weiter gelangen als mit jedem anderen Buch. Leider geschieht dies jedoch nur sehr selten, so daß viele nach ein paar Monaten entmutigt wieder aufgeben. Den Hinweis, über das Gelesene aufmerksam zu meditieren, den Bardon immer wieder gibt, scheinen viele zu ignorieren.
Fazit: Das beste Buch zum Thema, wenn man die Stolperfallen erkennt und umgeht. Wenn man es ausführlicher haben möchte, sollte man auf das "Lehrbuch zur Entwicklung der okkulten Kräfte" von Karl Brandler-Pracht zurückgreifen, daß übrigens auch eine hervorragende Ergänzung zu Bardon ist, da man hier vieles erklärt findet, was Bardon zwar angibt aber nicht näher erläutert. So wird einem die ungeheure Wichtigkeit der vermeintlichen "Anfänger-Übungen" erst richtig klar.
PS: Gerade Autoren wie Brandler-Pracht oder Bardon werden heutzutage gerne kritisiert, weil sie vom Schüler einiges verlangen, was bei neueren Lehrbüchern über Magie meist nicht der Fall ist. Der spöttische Begriff: "Alte-Männer-Magie" ist nicht nur einmal gefallen. Dem muß man jedoch entgegenhalten, daß die alten Lehrsysteme, wie Bardon und B.P. sie beschreiben, seit Jahrtausenden großartige Magier hervorgebracht haben. Von den neueren Trend-Werken ist mir derartiges nicht bekannt. Wo sind die neuen Aleister Crowleys, Bardons, Spiesberger usw. ?
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