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Der Weg nach Xanadu: Roman (suhrkamp taschenbuch) [Taschenbuch]

Wilfried Steiner
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

1. August 2005 suhrkamp taschenbuch
Die schöne Anna hat eine Neigung zu Männern mit Obsessionen. Mit 16 Jahren liebt sie einen durchgeknallten Medizinstudenten, dessen wahre Leidenschaft das Sezieren ist. Schluß macht Anna erst, als sie ihren Liebsten mit einer Tierpräparatorin erwischt - beim Ausnehmen eines Eichhörnchens. Einige Jahre später ist Anna mit Martin liiert, der über den Dichter S. T. Coleridge promovieren will - und verzaubert ausgerechnet den Professor, den ihr Freund als Doktorvater gewinnen will.
Der Weg nach Xanadu, ein Romantikthriller, ein Kriminal- und Liebesroman, in dessen Mittelpunkt ein moderner Sherlock Holmes steht, der die Geschichte einer Obsession zu rekonstruieren versucht, lüftet das Geheimnis um eine Amour fou und entschlüsselt das Rätsel um eine ebenso kurze wie heftige "poetische Explosion" zweihundert Jahre zuvor.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 287 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 1 (1. August 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518457098
  • ISBN-13: 978-3518457092
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 11,8 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.128.343 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Mit seinem sechsten Buch ist ihm ein kleines Wunder gelungen: Voller literarischer Anspielungen und dennoch locker präsentiert er seine Geschichte vom Wahn der Liebe; in einem Roman, der zugleich ein Reiseführer für Weltflüchtige ist.« (Der Spiegel )

»Als wäre er ein Nachfahre der großen angloamerikanischen Erzählkunst, hat Wilfried Steiner, gewissermaßen wider den Zeitgeist der privaten Befindlichkeiten, einen großartigen, ja kriminalistischen Abenteuerroman über die Macht und Abgründe der Fantasie und über die hemmungslose Leidenschaft der Liebe zur Literatur verfasst. Mit Witz und Selbstironie beschreibt er den von Verzweiflung und Neugierde geprägten Forscherdrang des Coleridge-Enthusiasten, entwirft kraftvolle und plastische Bilder von der Schönheit der englischen Landschaften, charakterisiert mit Zuneigung und sanftem Amüsement britische Lebensart und verschränkt in wunderbarer Weise die Dimension seiner Erzählung mit literaturwissenschaftlichen Fakten, die enorme Kenntnis über Geschichte und Werke der englischen Romantik verraten.« (Franz Schwabeneder Oberösterreichische Nachrichten )

»Wilfried Steiner ist mit seiner ersten Veröffentlichung im renommierten Insel-Verlag ein literarischer Coup gelungen: Sorgfältig verknüpft er die 200 Jahre voneinander entfernten Handlungsstränge zu einem immer dichteren Gewebe, dem sich weder die längst nicht mehr kühl kalkulierende Hauptfigur noch der Leser entziehen kann.« (Der Falter )

»Der Mensch lebt nicht vom Buch allein, doch Bücher wie dieses machen das menschliche Leben reicher.« (Magazin der Sächsischen Zeitung ) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Wilfried Steiner, geboren 1960 in Linz, studierte Germanistik, Anglistik und Amerikanistik in Salzburg. 1990 erfolgte seine Promotion zum Dr. phil. Seit 1977 publiziert er in verschiedenen Literaturzeitschriften, und leitete von 1989-1999 das Kulturzentrum ARGE Nonntal. Seit September 1999 ist er Leiter der Bereiche Tanz, Theater, Kleinkunst und Literatur im Linzer Posthof. (www.posthof.at)

 

 

Preise und Auszeichnungen:

1989
Georg-Trakl-Förderungspreis

1990
Talentförderungsprämie des Landes OÖ

1990
Erotepost-Literaturpreis

1994
Rauriser Förderungspreis

1999 u. 2001
Österreichisches Staatsstipendium für Literatur

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Kundenrezensionen

3.8 von 5 Sternen
3.8 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Literatur, Liebe, Spannung - gute Mischung! 25. September 2010
Format:Taschenbuch
Der Ich-Protagonist ist österreichischer Professor für anglistische Literatur, Spezialist für den Dichter Coleridge, eigentlich fertig mit dem Leben und wird Doktorvater eines unscheinbaren jungen Mannes, dessen Freundin wiederum die Welt des Professors durcheinanderwirbelt.

Die Erzählung blendet zwischen dem aktuellen Geschehen und der Geschichte Coleridges hin und her - sehr gekonnt -, es ist sehr österreichisch, das gefällt mir sehr gut.

Das Ende fand ich überraschend, und zwar nicht im positiven Sinne, deshalb eine Punkt Abzug bei der Note; aber ich habe oft gelacht und fand die sprachliche Umsetzung so gelungen, dass ich das Buch gern weiterempfehlen möchte.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Träumer sind die wahren Realisten 6. Dezember 2003
Von the_clairevoyant TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Woraus schöpfen Poeten ihre Gabe zur Dichtkunst, was verleiht Genies ihre Einzigartigkeit? Wann schlägt die Sternstunde? Warum erleben viele sie nie? Der profane Geist wird die Antwort im Zusammenwirken aus genetischer Veranlagung, Erziehung, bzw. sozialem wie zeitlichem Umfeld suchen. Der Träumer hingegen folgt dem Bild seiner Visionen, trägt die Qual seiner Seele samt seinen Sehnsüchten nach außen. Er vertraut nicht dem Zufall, sondern folgt weit eher seiner Muse, sei es Frau oder Göttin - oder beiden in einer.
Samuel Taylor Coleridge (1772-1834), Poet und Träumer in Personalunion, trachtet in frühen Jahren als Anhänger der Französischen Revolution nach utopischen Idealen, um diese späterhin enttäuscht gegen eine beschauliche Existenz im landschaftlich schönen, aber intellektuell spießigen Lake District zu tauschen. Er heiratet und gerät beruflich unter die Fittiche von William Wordsworth, seines Zeichens geschätzter wie gelesener Naturromantiker. Doch Coleridge leidet trotz der Idylle zusehends an innerer Atemnot, eingeschnürt in eine Jacke, gestrickt aus biederer Normalität. Literaturgeschichtlich bisher unerforscht, gelingt ihm vom Herbst 1797 bis zu dem des darauffolgenden Jahres der Ausbruch aus der Tristesse. Unwillkürlich überstrahlt er die Mittelmäßigkeit der Verse seines Mentors Wordsworth um tausend Sonnen; sein annus mirabilis, das „wunderbare Jahr" seines Lebens, war angebrochen. Coleridge beginnt die schaurig beeindruckenden Reime des „Ancient Mariner" zu schreiben und verfasst mysteriöse Gedichte wie „Kubla Khan" oder. „Christabel", die aber Fragment bleiben und erst 18 Jahre später vom Dichterkollegen Lord Byron veröffentlich wurden. Denn aus ebenso unerklärlichen Gründen verfällt Coleridge nach seinem Inspirationsschub wieder in den bürgerlichen Trott, setzt seine unglückliche Ehe fort, verliert sich in unerfüllter Liebe zu Sara Hutchinson, der Schwester von Wordsworth' Frau, und spricht immer stärker der Droge Laudanum zu, die seinen Verstand schleichend verwirrt.
An die 200 Jahre später erhält der bequemliche Wiener Professor Alexander Markowitsch, Spezialist für englische Literatur der Romantik, Besuch während seiner Uni-Sprechstunde. Ein Dissertant in Begleitung einer hübschen schlanken Frau mit bleichem Teint und dunklem Haar möchte eine Arbeit über „STC", sprich Samuel Taylor Coleridge, einreichen. Markowitsch nimmt das Dissertationsthema an, nicht zuletzt um die Gefährtin seines Zöglings näher kennen zu lernen. Anna, so ihr Name, reißt den dicken Akademiker alsbald aus seiner Lebenslethargie. Markowitsch wird nicht nur von Sehnsucht zur unerreichbar Scheinenden geplagt, sondern auch durch Visionen eines seltsam bekannt vorkommenden unbekannten Zimmers; Coleridges Zimmer? Immer mehr zieht die charismatische Frau Alexander in ihren Bann. Schlußendlich ist sie es, die ihn dazu bringt, nach England aufzubrechen, seinem Traum buchstäblich nachzugehen, um den mysteriösen Raum zu suchen.
In Britannien angekommen, führt Alexander Markowitsch seine Odyssee von einem Wirkensort des Samuel T. Coleridge zum anderen. Doch alle Räume, in denen der große Romantiker geweilt hatte, gleichen nicht dem Zimmer aus des Professors Vision. Kurz vor dem eingestandenen Scheitern seiner Sinnsuche kehrt Alexander auf der Ash Farm, in Porlock, West Somerset, ein. Dort, im Hause eines kauzigen alten Paares, erkennt er in der Rumpelkammer den Raum aus seinen Träumen. Ein Symbol für die Entrümpelung seines Lebens? Vielleicht. Dem noch nicht genug des scheinbar Unglaublichen; Markowitsch stößt in einem nahegelegenen ehemaligen Flusstal, nun üppig überwuchert, auf die Überreste eines Jahrtausende alten keltischen Heiligtums. Dessen magische Kraft blieb trotz der darüber errichteten Kirche ungebrochen.
Nach kurzer historischer Recherche beginnt Markowitsch die Enden der Einsichtsfäden aufzunehmen und begreift. Zum einen scheint sein Leben in gespenstischer Ähnlichkeit zu dem von Coleridge zu verlaufen. Zum anderen: Life-in-Death, die untote Dämonin aus dem „Ancient Mariner"; Geraldine, die jugendliche Verführerin der „Christabel" und selbst der vermeintlich männliche „Kubla Khan", welcher in seinem Palastgarten Xanadu den Freuden des Lebens zusprach, sind ein und dieselbe Wesenheit in unterschiedlicher Ausformung. Namen hatte SIE im Laufe der Äonen viele, niemand kennt ihren ursprünglichen. SIE - Dana, Morrigan, Cerridwen, ... - ist die Muttergöttin aus uralten Zeiten. Zyklisch wählt sie einen Sterblichen zum „Jahreskönig" und Gefährten. Für zwölf Monate ist es diesem Mann erlaubt, mit ihr die Freuden der Liebe zu teilen wie auch aus dem Kessel der Erkenntnis Tropfen der Inspiration aufzunehmen. Markowitschs unterbewußt gesuchter „Weg nach Xanadu" liegt plötzlich klar vor ihm. Die Palasttore stehen einladend offen. Und er betritt den pleasure dome nicht alleine. Seine Muse, deren Name von vorne wie hinten gelesen dasselbe ergibt, bietet sich verheißend als Begleiterin an.
Wilfried Steiner, Anglistikprofessor, gelang mit „Der Weg nach Xanadu" ein faszinierendes Werk fantastischer Literatur voller Detailfreude zur Mythologie und offenkundiger Sympathie zum seelisch verlorenen Poeten Samuel T. Coleridge. Alexander Markowitsch ist Archetypus für jeden von uns, der den Mut zum Risiko aufbringt, seinen Traum zu leben, seiner Vision zu folgen, die Rumpelkammer zu verlassen und Einlass nach Xanadu zu begehren. Alleine für diese Botschaft gebühren dem Buch fünf Sterne.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen .. 28. November 2004
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Ein gewagter Versuch..der zum größten Teil gelungen ist. Fesselnd und neugierig machend auf mehr, wird es sicher auch Nicht-Anglisten verzücken.
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