also: alles in allem ein gut zu lesendes, wirklich schönes und liebevoll geschriebenes Buch, dafür möchte ich mich bei Herrn Stolp bedanken. Wenn man selbst einen geliebten Menschen verloren hat, dann braucht man dringend solche "Trostbücher" und Trost spendet das esoterische und christliche Weltbild, dass der Tod nur der Übergang in die geistige Welt ist, allemal. Und wirkliche "Trostbücher" gibt es nicht viele. Dieses tröstet, allerdings: kleiner "Kritikpunkt": Für esoterisch Bewanderte mag das alles ja nachvollziehbar sein, aber ich denke, dass "Skeptiker" ganz gerne "Beweise" oder "Quellen" hätten. Das alles findet man in diesem Büchlein nicht. Entweder, man glaubt, dass die Seele im Jenseits weiter lebt oder aber man glaubt es eben nicht. Wenn man es nicht glaubt, dann wird man wohl auch nach dieser Lektüre, fürchte ich, genauso skeptisch bleiben. Schade, wie meistens bei den esoterischen Büchern: Es fehlt ihnen an "Beweisen" und das macht sie dann eben leider unglaubwürdig. Man kann eben einfach nur glauben.
Außerdem: Das Buch ist tröstend, allerdings tröstet es nicht, sondern macht sogar eher Angst, dass H. Stolp schreibt, dass wir den Verstorbenen unbedingt los lassen müssen und ihn nicht immer zurück auf die Erde wünschen dürfen, weil seine Seele sonst im Jenseits nicht weiter wandern kann. Jeder, der einen geliebten Menschen verloren hat, weiß, dass eines das Schwierigste ist, nämlich das Loslassen. Wenn wir ständig dazu aufgefordert werden, dann wirds auch nicht einfacher! Außerdem glaube ich nicht, dass die Seele im Jenseits davon "beeinträchtigt" wird. Es ist eher normal, dass wir trauern und uns sehnen und eben nicht los lassen können. Die Seele im Jenseits wird Verständnis dafür haben! Es wäre geschickt, genau das mal zu erwähnen, um es den Hinterbliebenen nicht noch schwerer zu machen. Allerdings erklärt H. Stolp dann weiter, dass man durch den Loslass-Prozess quasi die Eigenschaften des anderen in sich selbst integrieren kann. Dadurch ist das schwere Loslassen wieder etwas relativiert. Da es ja angeblich eine Verbindung zwischen geistiger und irdischer Welt gibt, ist das Loslassen doch gar nicht nötig, wir SIND verbunden!