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Der Weg der Könige: Roman [Gebundene Ausgabe]

Brandon Sanderson , Michael Siefener
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (40 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

25. April 2011
Ein Epos vom Weltrang des Herrn der Ringe

Roschar ist eine sturmumtoste Welt, die über Jahrtausende von übermenschlichen Kriegern regiert wurde, deren Schwerter jedes Leben auslöschen konnten. Doch die Krieger sind verschwunden und Roschar droht zu zerfallen. Das Schicksal der Welt liegt nun in den Händen derer, die es wagen, die magischen Schwerter zu ergreifen . . . Mit „Der Weg der Könige” eröffnet Brandon Sanderson das große Fantasy-Epos des 21. Jahrhunderts und zieht seine Leser in eine Welt, wie sie noch nie zuvor in der Literatur erschaffen wurde.

Dies ist die Geschichte von Dalinar, Heerführer von Alethkar und Bruder des ermordeten Königs. Seit dem Tod des Königs sind die Fürsten des mächtigsten Reiches von Roschar zerstritten, und der Krieg mit dem Barbarenvolk im Osten zieht sich länger hin als erwartet. Dabei trägt Fürst Dalinar nicht nur schwer an dem Vermächtnis seines toten Bruders, sondern auch an den unheimlichen Visionen, die ihn des Nachts überfallen: Visionen aus einem vergangenen Zeitalter, als die Völker von Roschar vereint waren, als die Menschen noch Seite an Seite mit den Göttern kämpften und die magischen Schwerter dem Schutz des Lebens dienten. Visionen, die in Fürst Dalinar nicht nur eine neue Hoffnung auf Einheit unter den Menschen wecken, sondern auch eine tiefe Furcht. Denn noch weiß keiner, welches Schicksal die Zukunft von Roschar für all jene bereithält, die das Rätsel der Vergangenheit lösen können . . .


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 896 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (25. April 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453267176
  • ISBN-13: 978-3453267176
  • Originaltitel: The Way of Kings - The Stormlight Archive, Book 1 (Part 1)
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 15 x 5,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (40 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 57.180 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

textico.de

Brandon Sanderson ist ein ständig heller werdender Stern am Fantasy-Himmel: nach den viel gelobten Elantris, der Mistborn-Trilogie, den Sturmklänge und natürlich der Rad der Zeit-Fortsetzung nach dem Tod von Robert Jordan, nimmt er jetzt Anlauf für den großen Wurf, der an Umfang und Ambition auch den Herrn der Ringe in den Schatten stellen dürfte: Die Sturmlicht-Chroniken! Der erste Band musste selbst in den USA gesplittet werden - Teil 1.1 Der Weg der Könige wir gefolgt von Teil 1.2 Der Pfad der Winde - insgesamt visiert Sanderson 10 Bände an. Damit dürfte er sogar Martins "A Song of Ice and Fire" in den Schatten stellen.

Seit mehr als zehn Jahren treibt sich die Idee der Sturmlicht-Chroniken in Sandersons Hirn und in ersten Versionen auch auf dem Papier rum! Heraus gekommen ist nun eine komplexe und detailreiche Welt: Die herrschenden Götter richteten und beschützten das Volk von Roschar ewige Zeiten - bis sie verschwanden und Chaos hinterließen. In den Wirren der Folgekriege, Intrigen und Allianzen beschreibt Sanderson das Leben der vier Roscharer Dalinar, Kaladin, Schallan und Szeth, die jeder für sich erkennen, dass nur die Splitterklingen genannten Schwerter der alten Götter einen Weg in die Zukunft weisen.

Episch. Ungemein fesselnd. Facettenreiche Beschreibungen, ohne zu langweilen - Sanderson lässt sich im ersten Teil Der Weg der Könige Zeit und entfaltet eine Welt, die fasziniert und verzaubert. Sanderson wir immer besser. Und dabei ist er jetzt schon einer der Besten! --Wolfgang Treß/textico.de

Pressestimmen

"Ein großer Wurf! Ein beeindruckender Auftakt zu einer großen Saga." (phantastik-news.de, Carsten Kuhr über "Der Weg der Könige")

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58 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leider nur ein Teil der brillianten Originalausgabe 30. April 2011
Von javelinx TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Brandon Sanderson, der sich in der Fantasy durch die "Mistborn"-Trilogie und die Übernahme von Jordans "Wheel of Time"-Serie einen Namen gemacht hat, präsentiert nach jahrelanger Vorarbeit sein bisher ehrgeizigstes Projekt: "The Stormlight Archive", eine auf 10 Folgen ausgelegte Serie im Stil epischer Fantasy, wovon "The Way of Kings" in der englischsprachigen Originalausgabe den ersten - 1000 Seiten starken - Band darstellt.

Die Handlung spielt auf Roshar, einer von lebensfeindlichen Stürmen und Felsenlandschaften geprägten Welt. Vor Jahrhunderten existierten dort die magisch begabten Orden der Strahlenden Ritter. Von ihnen ist nicht mehr übriggeblieben und überliefert als ihre magischen Rüstungen und Schwerter, die ihre Träger nahezu unbesiegbar machen und deren Wert in Königreichen und Menschenleben aufgewogen wird. Andere magische Artefakte sind ebenso selten und umkämpft, alle Versuche, sie nachzubilden, sind bisher fehlgeschlagen.
Einer der Träger der magischen Rüstungen ist Dalinar Kholin, Hochprinz von Alethkar und Bruder des bisherigen Königs Gavilar. Seit dessen Ermordung vor einigen Jahren tobt ein erbitterter Krieg gegen die fremdartigen Parshendi, die für die Tat verantwortlich gemacht werden. Einst als mutiger Kämpfer Blackthorn gerühmt und gefürchtet, wird Dalinar wegen seines engen Festhaltens an einem altertümlichen ritterlichen Ehrenkodex und wegen seiner Visionen als Feigling geschmäht und seine Autorität als Beschützer des neuen Königs, seines Neffen Elokhar, von den anderen Prinzen systematisch untergraben. Diese halten wenig von militärischer Disziplin und behandeln ihre Sklaven schlechter als Tiere.
Kaladin ist einer dieser Sklaven, die im Krieg geradezu verheizt werden. Aufgewachsen und ausgebildet als Sohn eines angesehenen Chirurgen, sieht er sich in einer hoffnungslosen und menschenunwürdigen Situation und kämpft verzweifelt darum, nicht wie seine Leidensgenossen zu einem abgestumpften Wesen zu werden, das ohne menschliche Regungen ums Überleben ringt.
Die dritte Hauptfigur ist die junge Adlige Shallan, die versucht, die Ketzerin und Gelehrte Jasnah Kholin, Nichte von Dalinar, als Mentorin für ihre Studien zu gewinnen. Daß sie noch weitaus dunklere Motive verfolgt, weiß niemand außer ihren Brüdern.
Eingestreut in die Handlungssträne um diese Hauptfiguren werden in Zwischenkapiteln weitere Charaktere vorgestellt und ihre Bedeutung für die Rahmenhandlung in kürzeren Szenen eingeschoben.

Wer gedacht hatte, daß Sanderson mit "Mistborn" schon sein ganzes Talent ausgeschöpft hatte, wird hier positiv überrascht. Erneut stellt der Autor seinen Einfallsreichtum unter Beweis und präsentiert nicht nur ein erstklassig durchdachtes und logisch vernetztes Magiesystem, sondern bringt durch den Aspekt des in Vergessenheit geratenen Wissens noch eine Reihe interessanter zusätzlicher Facetten zum Tragen. Noch besser kommt diesmal die Charakterentwicklung zur Entfaltung; Sanderson greift weniger auf klassische Fantasy-Elemente zurück und entwickelt viel mehr die einzelnen Charaktere mit ihren Stärken und Schattenseiten und macht sie dadurch tiefgründig und realistisch.
Auch in der Ausgestaltung der Welt beschreitet er neue Pfade: anstatt einer Szenerie, die im Mittelalter irgendwo in Europa angesiedelt zu sein scheint wie meist in der High Fantasy, erschafft er eine komplett neue Welt - mit ungewöhnlicher Flora und Fauna, verschiedenen Kulturen, sozialen Regeln, logisch entwickelt aus der rauhen und unwirtlichen Umgebung. Dies belebt er mit einer erstaunlich überzeugenden Fülle an Details, die einen geradezu in die Landschaft und die Geschichte hineinsaugen.
Dabei schreibt er sehr klar und geradlinig, was manchmal täuschend einfach wirkt; dabei erfordert es viel Können, über die immense Seitenzahl und die verschiedenen Handlungsstränge hinweg den Leser im Bilde zu halten. Hier hat man jederzeit das Gefühl, mitten in der Handlung zu stehen und den Überblick zu haben. Ehe man es sich versieht, hat man wieder 50 Seiten gelesen und möchte gar nicht mehr aufhören. Die englische Originalausgabe umfaßt 1000 Seiten, die sich sehr flüssig und durchgängig lesen.

Leider kann man eine Übersetzung dieses brillianten Werkes in entprechender Form auf dem deutschsprachigen Markt nicht kaufen, da Teil 1 nach etwa der Hälfte der Kapitel endet. Einen logischen und nachvollziehbaren Grund, warum das Original in der deutschen Ausgabe auf 2 Bände verteilt wird und in "Der Weg der Könige" nur ein Bruchteil der Kapitel veröffentlicht wurde, kann ich nicht finden. Zwar liest man im Internet immer wieder, dass Verlage bei Überschreiten einer gewissen Seitenzahl ein Werk zweiteilen müssen; angesichts der Tatsache, daß das Original in einen Band gepaßt hat, macht dies nicht wirklich Sinn.

Inhaltlich ist es sehr schade, daß die Handlung an einem Punkt des Spannungsbogens abgebrochen wird, der vom Autor als durchgehender Plot geplant war; dadurch geht einiges von der Faszination der Geschichte, die gerade von ihren leisen Tönen und dem minutiösen Erzählstil lebt, verloren. Als Leser gerät man da schon ins Spekulieren, ob Sanderson auf dem deutschen Markt noch nicht zu den ganz Großen gehört und sich deshalb so etwas gefallen lassen muß; auf dem englischsprachigen Markt räumt ihm sein Verlag jedenfalls alle Freiheiten ein, die er in brillianter Form zu nutzen weiß.
Das macht sich auch an der einmaligen Gestaltung der Originalausgabe bemerkbar, die optisch stimmig abgerundet wird durch die geschmackvolle Gestaltung des Covers und die ungewöhnliche Gestaltung des Innenteils, mit bunten Karten und Symbolen sowie Skizzen, die meistens Zeichnungen der Figur Shallan darstellen und in direktem Bezug zur Handlung stehen. Jedes Kapitel ist am Beginn von einer Illustration verziert, die an mittelalterliche Handschriften erinnert. Damit schafft Sanderson ein Gesamtkunstwerk, dessen inneren und äußeren Zusammenhang man respektieren und erhalten sollte. (Deswegen gibt es auch 5 Sterne für das ursprüngliche Konzept des Autors.)

Hoffentlich nimmt sich der deutsche Verlag ein Beispiel an der Originalausgabe und veröffentlicht in Zukunft die weiteren Folgen in derselben Form wie das Original. Ansonsten sollte man sich überlegen, sich die englischsprachige Version zu leisten, die optisch wie inhaltlich den Preis der Hardcover-Version in jedem Fall wert ist.
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45 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hat er mich am Haken? 4. Juli 2011
Von Mathias Ahrens VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Oh oh, ich und Sanderson, das ist schon eine lange Geschichte - eine Geschichte die nicht unbedingt auf Freundschaft basiert und ich ihm immer etwas böse bin, dass er nach einem guten Start seiner Bücher anfängt irgendwas zu vermasseln. Der Mann versteht es supergute Settings zu verfassen, seine Ideen zu Magiesystemen finde ich einfach großartig. Seine Charakterentwicklungen empfand ich immer etwas zwiespältig, da war mir immer zuviel schwarz/weiß, zuviel Gutmenschentum in seinen Helden vorhanden. Mir fehlten immer die Kanten an seinen Protagonisten, ihre Einstellungen und Handlungen erschienen mir immer unangemessen NETT im Bezug auf die Gefahren in denen sie steckten. Ihre Reaktionen auf Geschehnisse die durch ihre Feinde verursacht wurden, waren verhältnismässig gelinde. Er schrieb von Wut, aber die Aktuere schmissen mit Wattenkugeln, gewannen aber doch am Ende.

Ein anderer Punkt der mich an Sanderson immer störte war, er ist ein kleiner Infodumper, ständig wird etwas wiederholt. So etwas ist völlig überflüssig wenn man seinen Leser bei der Stange hält. Wenn ich allerdings ein paar hundert Seiten brauche un meine Aktuere aus der Stadt fliehen zu lassen, dann zieht sich das schon gewaltig und die Spannung geht flöten. Da wird soviel gedacht, diskutiert, geplant und wieder verworfen, das man ständig denkt: Junge, komm zu Potte. Da habe ich manchmal das Gefühl er wird nach Seiten bezahlt .-))
Also mochte ich die Settings und seine Magiesysteme sehr ... wie er aber dann mit seinen Akteuren umging weniger. Mein Wunsch war immer das er straffer schreibt und seinen Charateren/Büchern mehr Grimmigkeit verpasst.

Und dann lese ich das der erste Teil vom WEG DER KÖNIGE erscheint ... und nächsten Satz das der WEG auf 10 Bände angelegt ist. Mein erster Satz war: Ach du heilige Sch...e!
Mistborn hat mich schon arg gebeutelt mit seinen endlosen Passagen in denen nicht viel passierte. Was soll das nun geben dachte ich?
Sehr zwiespältig habe ich das Buch bestellt und habe angefangen zu lesen. Und tätsächlich sieht es so aus also ob er mich diesmal am Haken hat. Seine Charaktere sind stimmg, das Setting wieder einmal erstklassig, er erschafft eine völlig neue Welt die mir von Anfang an gefällt. Er schreibt flüssig, webt interessannte Handlungsfäden auf verschiedenen Ebenen. Das ist ein großer Fortschritt, das hält das Buch lebendig und somit auch mich bei der Stange. Sanderson erhält von mir alle Sterne, bis jetzt halte ich es für sein bestes Buch!
Ich habe noch nie zu den großen Inhaltsveratern gehört, ich finde immer man soll sich eine Welt im Kopf erschaffen können. Solche "Zusammenfassungen" nehmen den Reiz einer Geschichte vorweg. Also macht Euch selber auf die Reise, es lohnt sich allemal.

Zur Teilung des Buches sage ich nichts ausser Marketingvollgrütze, Kundenverarsche, Geldschneiderei. Es gibt zig Beispiele das es auch mit der Seitenzahl funktioniert. Man sollte solche Machenschaften eigentlich boykottieren und auf die Taschenbuchausgaben warten.

Wohin führt der WEG DER KÖNIGE? Sollte Sanderson so weiterschreiben kann das etwas ganz großartiges werden. Ich freue mich auf den nächsten Band und bin gepannt wohin uns der Weg führt. Ich befürchte ein bisschen das 10 Bände auch genug Gefahren bergen in altes Schreibverhalten zurückzufallen, das wäre sehr schade. Ich hoffe einfach mal das das nicht der Fall sein wird. Sonst wird das nichts mit der dicken Freundschaft mehr. Bis hier 5 Sterne!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der (lange) Weg der Könige 11. Januar 2013
Von D. Rohm
Format:Gebundene Ausgabe
Auf der Suche nach neuem Lesestoff bin ich vor ein paar Wochen zufällig im wilden Wald der online-Auswahl zufällig auf den mir bislang unbekannten WEG DER KÖNIGE gestoßen.
Angespornt von den vielen lobenden Rezensionen, die den WEG wie Leuchtreklame säumen und freudig erregt über die Aussicht mich von Mr. Sanderson über die gewundenen Pfade des WEGES in eine völlig neue Fantasy- Welt fernab von Elfen, Zwergen und Orks führen zu lassen, habe ich mich dazu entschlossen dem Weg zu folgen.

Ob es sich gelohnt hat?
Ich würde sagen durchaus, allerdings nicht in dem Maß, dass ich den WEG noch einmal zurücklegen bzw. weiter folgen würde, denn obwohl ich unterwegs viele Merkwürdigkeiten gesehen und einige bizarre Leute getroffen habe, ist der WEG DER KÖNIGE vor allem andern zwei Dinge: Lang und anstrengend!
Lang, gut, hierzu muss ich glaube ich nicht viel sagen. Wer den ersten (!) Band seiner auf 10 Bände geplanten Buchreihe mit über 800 Seiten füllt, der hat einiges zu sagen. Und das hat Mr. Sanderson allerdings: über drei Haupt- und unzählige Nebencharktäre, seine völlig neue Welt, schön und fazinierend mit ihren fremdartigen Lebensformen und sturmumtosten Landschaften (für die gibt es übrigens 2 der vergebenen 3 Punkte!).
Und genau da ist eins der Probleme, oder vielmehr das was es so anstrengend gemacht hat, den Weg zurückzulegen: Sanderson sagt (oder vielmehr schreibt), aber er beschreibt nicht, er berichtet, aber er erklärt nicht.
Über weite Strecken des Buches entstand bei mir der Eindruck alleine und ohne Führer durch ein Museum für Naturkunde zu irren, in dem nicht nur ausschließlich bislang unbekannte Spezies ausgestellt werden, sondern in dem auch noch vergessen wurde, die Schaukästen zu beschriften und die Broschüren auszulegen!
Warum ist es zum Beispiel bei hochgeborenen Frauen Sitte, eine ihre Hände mit Handschuhen oder langen Ärmeln zu bedecken?
Woher kommen die Splitter?
Was ist ein Seelengießer?
Warum lesen und schreiben nur Frauen?
Was sind Sprengsel?
Was ist ein Nan?
Diese und noch viele Fragen mehr drängten sich mir beim Lesen immer und immer wieder auf. Aber nirgends gab es ein Wort der Erklärung!
Zu Beginn eines neuen Buches nehme ich solche Dinge hin, ja bin meistens sogar begeistert vom Neuen und Unbekannten, aber wenn so gar keine Erklärung kommt, weicht die Begeisterung doch irgendwann dem Frust.
Zeitweise habe ich sogar bezweifelt, tatsächlich den ERSTEN Band der Reihe in der Hand zu halten, bzw. mich zu fragen, ob ich vergessen habe, den Quellenband zu kaufen.
Leider ist Sandersons Stil auch sehr sachlich, so dass seine Geschichte über weite Teile mehr den Ton eines Fachartikels oder eines Sachbuchs hat, was – im Zusammenhang mit den zahlreichen fremdartigen, nicht näher erläuterten Begriffen – bei mir den Eindruck verstärkt hat, ein Werk für Fortgeschrittene zu lesen.

Aber nicht nur die Länge des WEGES hat mir Mühe bereitet, sondern auch seine Eintönigkeit. Ja, seine Eintönigkeit, denn eigentlich passiert unterwegs recht wenig.
Zwar werden die Hauptcharaktäre, Kaladin, Dalinar und Schalan eingehend beschrieben – ihr Denken, ihre Motivation, ihre Büder, Schwestern und allgemeinen Lebensumstände, aber keiner von ihnen tut irgendetwas Bedeutungsvolles.
Kaladin, der ehemalige tapfere Soldat, der nun als Sklave elend sein Leben fristet, hadert Seite um Seite mit seinem Schicksal und quält sich endlos mit Selbsthass und –vorwürfen.
Schalan indes versucht, bei einer gelehrten Prinzessin als Mündel unterzukommen – vorgeblich um etwas zu lernen – in Wirklichkeit aber, um sie zu berauben und der visionäre Dalinar versucht im bereits Jahre andauernden Stellungskrieg seinem jungen König zu dienen und die Stellung seiner Familie zu halten.
Es gibt viele, lange Dialoge, die zwar recht interessant zu lesen sind, aber zu nichts führen, wie z.b. die Unterhaltungen zwischen Kaladin und seiner Begleiterin, dem Windsprengsel Syl.
>>Kaladin, ich weiß was TOD bedeutet. Weshalb weiß ich das? Sprengsel sollten so etwas nicht wissen. Gestern wusste ich es noch nicht. Aber heute weiß ich es.<<
>>Du bist eben ein sehr merkwürdiges Sprengsel.<<
Auch hier leidet das Buch unter der doch sehr sachlichen und trockenen Schreibweise des Autors. Selten gelingt es einem der Charaktäre etwas zu sagen oder ausdrücken, dass den Leser tatsächlich berührt. So ist es mir nicht gelungen, einen der drei Hauptcharaktäre richtig ins Herz zu schließen oder auch nur mehr als ein wenig sympathisch zu finden.
(Ganz anders geht es mir übrigens bei Das Lied von Eis und Feuer; ich liebe Ned und Tyrion, ihr nicht auch?)

Kurzum, wer Spass an langen Wanderungen durch fremdartige Welten in verlässlicher, wenn auch ein wenig fader Gesellschaft hat, ist bei DER WEG DER KÖNIGE genau richtig.
Irgendwann werden sich auch gewiss die meilenweit von einander entfernten Handlungsstränge zusammen und der Weg sein Ziel finden. Ich persönlcih finde jedoch, dass beinahe 900 Seiten der guten Dinge ein wenig zu viel sind für eine Einleitung. Zudem haben mir nach der langen Wanderung die Füße ein wenig weh getan, daher denke ich, dass ich mich lieber wieder den epischen Schlachten von Mittelerde oder den Königslanden zuwenden werde.

In diesem Sinne....
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