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Der Web-Report
 
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Der Web-Report [Gebundene Ausgabe]

Tim Berners-Lee , Mark Fischetti
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Dafür, dass Sie diese Rezension auf Ihrem Bildschirm lesen können (und sich zu Tim Berners-Lees Buch Der Web-Report bei Amazon.de äußern können), müssen Sie sich beim Autor bedanken. Und wenn Sie seinen zuverlässigen Bericht darüber, wie er das WWW erfand, erst einmal gelesen haben, werden Sie ihm nochmals danken wollen, und zwar für die unglaubliche Genialität seiner Ideen. Im Jahre 1980 kam Berners-Lee, einem Computerfachmann, der in Oxford studiert hat, eines Tages die Idee: "Was wäre, wenn man sämtliche weltweit auf Computern gespeicherte Informationen miteinander vernetzen würde?" Um diese Frage zu beantworten erschuf er ein System, in dem jeder einzelnen "Seite" auf einem Computer eine einheitliche Adresse (heute bekannt unter der Bezeichnung URL oder Universal Resource Locator) zugewiesen wird, ein Hypertext Transfer Protocol (HTTP), eine Hypertext Markup Language (HTML), und den ersten Browser, mit dessen Hilfe wir heute alle miteinander vernetzt sind.

Tim Berners-Lee ist das vielleicht bescheidendste Genie unseres Computerzeitalters, und sein egalitärer Geist zeigt sich anhand der Namen, die er seiner Erfindung nicht geben wollte: "Ich dachte an 'Mine of Information', oder 'MOI', aber 'moi' bedeutet auf französisch 'ich', und das war mir zu egozentrisch... The Information Mine (TIM) war sogar noch egozentrischer!" Außerdem bezeichnet das Wort 'Mine' eine Art passives Lager, das Web hingegen ist etwas, das unaufhaltsam aus den Beiträgen aller entsteht. Den schillernden Figuren, die seinen "Schlitten des Fortschritts" vorantrieben, zollt Berners-Lee in seinem Buch den nötigen Tribut -- einer seiner Kollegen geht immer zur Sonnenwende zum Frisör -- doch besitzt er ebenso eine geradezu störrische geistige Unabhängigkeit. Sein Ziel ist es, das Web zu "einem Ort zu machen, an dem die Laune eines Menschen und das logische Denken einer Maschine in einer idealen und gewaltigen Mischung neben- und miteinander existieren."

Eingefleischten Technikfreaks wäre es vielleicht lieber gewesen, wenn Berners-Lees Ausführungen zur Zukunft des WWW detaillierter ausgefallen wären -- angefangen bei den Möglichkeiten und den Gefahren von XML, über die Vor- bzw. Nachteile von kostenloser gegenüber kommerzieller Software, bis hin zu VRML 3-D Imaging. Berners-Lee will jedoch alle an der Diskussion beteiligen, und schrieb deshalb ein flottes und für praktisch jedermann verständliches Buch. --Tim Appelo

manager magazin (08/00)

Das große schwarze Brett. Der Vater des Internets schildert die Entstehung des globalen Computernetzes.

Vier Computer bildeten 1969 den Vorläufer des Internets. Sie dienten der Kommunikation unter Militärs und Wissenschaftlern. Eine praktische Sache, mehr nicht. Zur bahnbrechenden Neuerung wurde der Verbund von Computern erst 20 Jahre später durch Tim Berners-Lee. Als Entwickler am Europäischen Labor für Teilchenphysik (Cern) in Genf schrieb er 1990 ein Programm, das die Vernetzung aller Computer auf der ganzen Welt ermöglichte. Er nannte es World Wide Web.

In seinem Buch schildert Berners-Lee die Entstehung des Webs mit all seinen Zufälligkeiten, Schwierigkeiten und Rückschlägen. Er beschreibt seinen eigenen Weg zum Chef des Konsortiums W3C, das die Weiterentwicklung des Webs koordiniert. Garniert wird das Ganze, typisch amerikanisch, mit eingestreuten kleinen Anekdoten aus seinem Privatleben.

Kein Buch also für Web-Freaks, die sich wegweisende Gedanken und Inspirationen vom Vater des Internets erhoffen. Berners-Lee beschäftigt sich vorrangig mit der Frage, die schon am Beginn seiner Erfindung stand: Wie schaffe ich es, das Internet für die Allgemeinheit verfügbar zu machen? Noch immer träumt er vom interaktiven Netz, dessen Inhalte die Benutzer selbst gestalten, statt nur zu konsumieren: das Internet als globales schwarzes Brett. Als interaktives Gehirn der Menschheit soll es eine Art kontrollierter Anarchie erlauben. Der geniale Erfinder ist ein sozialer Romantiker.

Fazit: Eine unterhaltsam geschriebene Geschichte über die Entstehung des Internets.

© manager magazin - Vervielfältung nur mit Genehmigung

Pressestimmen

"Im World Wide Web gelten seine Empfehlungen als das letzte Wort. Um die Funktionsfähigkeit des Internet zu erhalten, sind milliardenmächtige Unternehmen bereit, sich den Entscheidungen eines armen Wissenschaftlers unterzuordnen. Berners-Lee ist eine moralische Instanz." Die Welt

Kurzbeschreibung

Tim Berners-Lee "erfand" 1990/91 das World Wide Web, während er am Europäischen Labor für Teilchenphysik in Genf arbeitete. Damals entwickelte er die erste Web-Software und die bis heute gültigen technischen Standards. In diesem Buch setzt er sich mit der zunehmenden Kommerzialisierung des Web auseinander, umreißt den aktuellen Stand der Entwicklung und entwirft eine humane Vision des globalen Netzes als interaktives "Gehirn" der Menschheit.
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