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Der Wandsbecker Bote
 
 

Der Wandsbecker Bote [Kindle Edition]

Matthias Claudius
2.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Bei diesem Werk handelt es sich um eine urheberrechtsfreie Ausgabe.
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Über den Autor

Matthias Claudius (1740-1815) gehört zu den berühmtesten Lieddichtern deutscher Sprache. Außer 'Der Mond ist aufgegangen' hat er zum Beispiel das von Franz Schubert vertonte Gedicht 'Der Tod und das Mädchen' geschrieben. Claudius korrespondierte mit Lessing, Herder und vielen anderen Intellektuellen seiner Zeit. Von 1771-75 gab er die Zeitschrift 'Der Wandsbecker Bote' heraus.

Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 1813 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 371 Seiten
  • Gleichzeitige Verwendung von Geräten: Keine Einschränkung
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B004UBE8NU
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: #6.325 Kostenfrei in Kindle-Shop (Siehe Top 100 - Kostenfrei in Kindle-Shop)

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Sehr schlampige Widergabe im elektronischen Text 3. Juli 2012
Format:Kindle Edition|Von Amazon bestätigter Kauf
Matthias Claudius kann für die schlechte Rezension meinerseits nix dafür, eher schon die Textgestalter für dieses elektronische Buch. Längere Gedichte sind prinzipiell nur in der kleinsten Schrift zur Gänze lesbar.
Es liegt die Vermutung nahe, dass 1) niemand den Text im Nachhinein kontrolliert hat und 2) dass man insgeheim damit gerechnet hat,dieses Buch ohnehin nicht verkaufen zu können. Schade!
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen bescheidener Dichter im Herrgottswinkel 27. März 2012
Von helmut seeger TOP 1000 REZENSENT
Format:Kindle Edition|Von Amazon bestätigter Kauf
Der Wandsbeker Bote enthält eine Mischung aus Gedichten, (im Regelfall äußerst nichtssagenden) Rezensionen, Kupferstichen und, ja was eigentlich. Bei manchen dieser Beiträge ist weder der Inhalt verständlich noch die Gattung feststellbar, welcher sie denn zuzuordnen wären. Das mag am Vertriebskanal liegen. Der Dichter mutet seinen Subskribenten bisweilen schon einiges zu. Eine ganze Reihe der verfassten Gedichte, Episoden oder Briefe wirken so, als wären sie unter dem Druck der Subskription geschrieben. Insbesondere die stellenweise überlangen Disputationen mit dem Vetter über Belanglosigkeiten strapazieren des Lesers Geduld.
Viele dieser Beiträge sind anfangs anrührend in ihrer Naivität und geistigen Schlichtheit, gehen zu Herzen, weil sie eine in gewissem Sinne heimelige Herrgottswinkelatmosphäre schaffen. Claudius äußert etwa Gedanken über die Form des Gebets, die für christlich orientierte Menschen in ihrer Offenheit und Liberalität durchaus bedenkenswert sind.
Claudius ist ein großer Verfechter der biederen Unschuld: "Fliehet den Mann[, der euch] Keuschheit und Zucht als .. Aberglauben vorspiegelt" und stets ein uneingeschränkter Prediger der Barmherzigkeit und Gottesfurcht, was sicher nicht gegen ihn spricht.
Auch - leider wenige - sehr eindringliche Momente sind in diesem Werk zu finden, so zum Beispiel die Ansprache an den toten Freund Anselmo oder im "Lied für Schwindsüchtige", in dem Claudius der Krankheit ein eindrucksvolles Denkmal setzt. Oder ein paar bedenkenswerte Ansichten über Freundschaft und ihre Beschaffenheit. Ungewöhnlich tiefsinnig für Claudius' Verhältnisse ist auch das "Kriegslied", in dem er sich über die drastischen Folgen des Krieges für die Bevölkerung auslässt.
Höchst merkwürdig bis schrullig fallen allerdings die Rezensionen aus, bei denen sich der Dichter so umständlich ausdrückt, dass man auch bei größter Mühe kaum mehr ausmachen kann, worum es ihm eigentlich geht. Die Sprache atmet einerseits biedermeierliche Bedächtigkeit, auf der anderen Seite meint man den Staub der Studierstube atmen zu können.
Öfter Gegenstand dieses Bandes sind Begebenheiten aus dem Alltag wie Geburtstagsfeste, die etwas Behäbig-Gemütliches haben. Aber nichts Weltbewegendes. In seiner Art erinnert dies bisweilen an Hebels Schatzkästlein, erreicht aber nicht dessen Geist und Humor.
Darüber hinaus gibt es eine lange Dorfidylle über das Jubiläum eines Bauern zu entdecken, wobei die Dialoge unvermittelt ins Französische wechseln. Hier wird sublime Philosophie zuteil über die Frage, wann man Fürsten nicht loben muss ("Weil Fürsten unmittelbar unter Gottes Augen stehen und was viel Besseres haben als Menschenlob ..."). Da lugen Schwejk und der Herr Keuner um die Ecke.
In solchen und wenigen ähnlichen Szenen gelingt dem Verfasser bisweilen auch ein Panorama des 18. Jahrhunderts, etwa auch wenn er vom Besuch in einem Kirchenstift berichtet, in dem psychisch Kranke und "Unsinnige" untergebracht sind.
Zugute halten kann man dem Dichter, selber ein mustergültig bescheidener Mensch ("O Vetter, wenn dir ein Mensch vorkommt, der sich so viel dünkt und so groß und breit da steht; wende dich um und habe Mitleid mit ihm"), dass er bereits im Vorwort den Wert seiner Hervorbringungen als gering einschätzt. Ob das kokett gemeint war, sei dahin gestellt. Es erweist sich aber bei weiterem Lesen, dass er mit dieser Selbstbescheidung insgesamt Recht behält.
So finden sich hier bahnbrechende lyrische Auswüchse wie "Nun mag ich auch nicht länger leben / Verhasst ist mir das Tageslicht / Denn sie hat Franze Kuchen gegeben / Mir aber nicht."
Es ist immer wieder eine gewisse kindliche Naivität, die an der geistigen Spannkraft des Autors zweifeln lassen: "Der Storch, der bringt ein Brüderlein / Er kommt damit ins Fenster herein / Und beißt Mama ein Loch ins Bein." Oder auch Kindergedichte wie "Viktoria, Viktoria, der kleine weiße Zahn ist da." Kann man den Verfasser solcher Verse tatsächlich ernst nehmen?
Da macht einer harmlose Späßchen, möchte man denken, aber Humor ist Claudius' Sache im Grunde nicht. Spott schon gar nicht. Nicht umsonst ist von ihm der schöne Satz überliefert: "Drum sitze nicht da, wo die Spötter sitzen, denn sie sind die elendesten unter den Menschen".
Sofern vorhanden, ist dieser von sehr feiner und subtiler, bisweilen kaum merklicher Art, wie er etwa in dem Brief des Pythagoras an den Fürsten Hiero von Syracusa deutlich wird, wo der altgriechische Philosoph eine Einladung scharf zurückweist. Claudius macht daraus eine ganz sachte Spitze gegen den Adel.
Typisch sind eher die "Hinz und Kunz"-Dialoge: "Hinz: Bist du auch für die Philosophei? / K: Was ist sie denn, so sag's dabei / H: Sie ist die Lehr, dass Hinz nicht Kunz / und Kunz nicht Hinze sei / H: Bin nicht für die Philosophei".
Das ist noch einer der humorigsten Beiträge.
Stattdessen wird als Charakteristikum seines Werks ein Hang zur Umständlichkeit deutlich, welche in Unverständlichkeit übergeht.
Hinter dem lyrischen Werk Claudius', wenn man das so nennen darf, tritt ein feiner Mensch hervor, dessen Talent ihn aber nur bedingt zum Lyriker prädestiniert: "Meine Mutter hat Gänse / fünf blaue, sechs graue / Sind das nicht Gänse?"
Matthias Claudius selber findet im Buch einen "reinen Willen, ungewöhnliche Milde und Hoheit der Gesinnung, und Ruhe und ein Wohlsein in sich."
Das trifft gewiss zu und so könnte man sagen, Claudius hat sein Werk selber am besten auf einen Nenner gebracht und die Kritik seiner Kontrahenten ("Viele Leser wollen diesem Verfasser kein Feuer zugestehen, sondern nur Rauch") bereits vorweg genommen.
Claudius notiert als eine von einer Serie "Randglossen", d. h. Anmerkungen zu klassischen Aphorismen: "Wem die Götter Reichtum und Verstand geben, der ist glücklich. Denn er kann viel Gutes machen. Wem die Götter keines von beiden geben, der kann - Randglossen machen."
Was genau jetzt Claudius hier gemacht hat, mag jeder selber entscheiden. Zu guter Letzt jedenfalls, wenn Claudius und der Vetter am Ende über die Existenz des Teufels und das gelobte Land räsonieren, mag man dem Gemütsmenschen Claudius zumindest wünschen, dass er mit ersterem nichts zu tun bekommen hat und des Letzteren ansichtig geworden ist.
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