Auf den Inhalt des Buches möchte ich nicht eingehen, er ist an anderer Stelle ausführlich beschrieben worden. Lieber möchte ich sagen, dass ich mich beim Lesen tatsächlich zurückversetzt gefühlt habe in das mittelalterliche München. Die Charaktere sind liebenswert (naja... bis auf die Mörder und andere Halunken...) und man kann sich recht leicht in sie hineinversetzen. Die Story an sich mag ja etwas konstruiert erscheinen, aber aufgrund vieler Irrungen und Wirrungen bleibt sie trotzdem stets spannend. Im Gegensatz zu beispielsweise Peter Tremayne fungiert der Autor hier nicht als allwissender Lehrer, der seinem Leser gleichsam mit Macht das Mittelalter nahe bringen will, sondern als Geschichtenerzähler, der für jede seiner Figuren eine Schwäche hat und sie liebevoll beschreibt. Hört sich vielleicht übertrieben an, ist aber so! Ich möchte hier nicht den Vergleich mit Der Name Der Rose bringen, denn Der Wachsmann ist ein eigenständiges, interessantes Buch, das mir mindestens eine schlaflose Nacht beschert hat. (Und ich bin nicht aus München ;o) )