Der Wüstenplanet-Zyklus ist ohne Zweifel eines der wenigen ganz großen Werke im Bereich der Science-Fiction und Fantasy-Literatur. Wenn Arthur C. Clarke, der selbst Maßstäbe in der SciFi setzte, Frank Herberts Schaffen auf eine Stufe mit Tolkiens Herrn der Ringe stellt, dann sagt das mehr als viele Lobeshymnen. Die Parallelen zu Tolkien finden sich insbesondere in der Komplexität des Universums, das Herbert in seinen Gedanken und auf dem Papier geschaffen hat, sowie in der packenden Erzählweise. Ähnlich wie bei Tolkien erfordert die Lektüre seiner Romane die Bereitschaft, langsam und geduldig zu lesen und sich in die schier unüberschaubaren Zusammenhänge dieser Phantasiewelt hineinzudenken. Sie sind nicht auf Tempo und schnell wechselnde Effekte angelegt, kein literarisches Junk-Food. Aber sie hinterlassen beim Leser den Eindruck, etwas von Bedeutung gelesen zu haben. Herbert beschreibt sowohl die großen Bögen der schicksalhaften Entwicklungen als auch die kleinen intimen Momente des Einzelnen mit Tiefe und Überzeugungskraft. Ein lohnendes Erlebnis, das man gern wiederholt.