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Der Vorkoster
 
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Der Vorkoster [Gebundene Ausgabe]

Ugo DiFonte , Ugo Di Fonte , Peter Elbling , Rainer Schmidt
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 334 Seiten
  • Verlag: Ehrenwirth Verlag (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 343103506X
  • ISBN-13: 978-3431035063
  • Größe und/oder Gewicht: 22,4 x 14,7 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.206.050 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Als die Pest im Jahr 1534 seine Mutter dahinrafft und sein Bruder die gesamte Schafherde erbt, muss der junge Ugo DiFonte die grünen Hügel seiner umbrischen Heimat verlassen und sich als Holzknecht verdingen. Das erweist sich als Glücksfall: Ugo wird wie ein Sohn im Haus eines Bauern aufgenommen und verliebt sich sogleich in dessen bildschöne Tochter. Das Glück mit Elisabetta währt jedoch nicht lange. Die junge Frau stirbt bei der Geburt ihrer Tochter Miranda. Ugo ist verzweifelt, aber das hübsche Mädchen, das Elisabetta wie aus dem Gesicht geschnitten ist, tröstet ihn in seinem Kummer. Als fürsorglicher Vater setzt Ugo alles daran, Miranda Entbehrungen zu ersparen. Aber es will ihm nicht gelingen. Der Hunger wird zu ihrem ständigen Begleiter, und Ugo weiß in seiner Not nicht mehr ein noch aus. Das ändert sich erst, als der Herzog von Corsoli während der Jagd auf Ugos armselige Behausung stößt. Der despotische Herrscher befiehlt Vater und Tochter in seinen prächtigen Palazzo, wo er Ugo zu seinem Vorkoster bestimmt. Was zunächst paradiesisch anmutet, entpuppt sich als eine der gefahrvollsten Aufgaben bei Hofe. Giftanschläge auf den verhassten Fürsten sind die Regel, und Ugo erfährt zu seinem Entsetzen, dass sein Vorgänger mit abgeschlagener Zunge tot im Festungsgraben liegt ...

Wie Ugo sich aus dem unbedarften Burschen in einen charmanten Höfling verwandelt, der alle Intrigen durchschaut und gewitzt abzuwehren weiß, das wird mit Spannung und Farbe erzählt. Wobei die Düfte zahlloser landestypischer Speisen Ugos Lebensgeschichte ebenso würzen wie die Angst des Vorkosters, der sich angesichts üppiger Bankette bald nach einer einfachen – ungefährlichen – Mahlzeit sehnt. Und dem der Hunger nach Freiheit und das Verlangen nach Liebe einen gewagten Plan eingeben.

Mit seinem stimmungsvollen Bild der italienischen Spätrenaissance aus dem Blickwinkel eines umbrischen Schafhirten hat Ugo DiFonte ein köstliches Rezept gegen den Lesehunger gefunden und ein vergnügliches Schelmenstück voller Wärme und Zärtlichkeit geschaffen.

Über den Autor

Dr. med. Rainer Schmidt ist Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalytiker und Lehranalytiker. Er war lange Jahre Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Individualpsychologie.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von timediver® HALL OF FAME REZENSENT TOP 100 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Wahrlich, ein Sklave des Magens zu sein, statt bei Tisch Wissen zu sammeln, heisst meiner Ansicht nach, als Mensch zu scheitern.
Bento Verana, Florentiner Kaufmann

Peter Elbing hat mit seinem Roman nicht nur die Lebensgeschichte seines Protagonisten "Ugo DiFonte" erfunden. Weder im Jahre 1534, noch davor oder danach hat es ein Tal, ein Herzogtum oder eine Stadt namens "Corsoli" gegeben. Weder dort, wo Toskana, Umbrien und die Marken zusammentreffen (Vorwort), noch in der etliche Kilometer noerdlich davon lokalisierten Romagna (Seite 298). Fuer sein Kunstprodukt "Der Vorkoster" nimmt der Autor Anleihen bei tatsaechlich historischen und geographischen Vorbildern, die er jeoch gnadenlos verbiegt. Waehrend seine "Treppe der Traenen" an Venedigs "Seufzerbruecke" erinnert, laesst er Federico da Montalfeltro, den Herzog von Urbino und Stadtherren der nordumbrischen Stadt Gubbio (die im Roman mehrmals als nahegelegenen erwähnt wird) zu seinem sadistisch-grausamen "Herzog von Corsoli" Federico Bassilione di Vincelli mutieren. Waehrend Giftmorde an unliebsamen Herrschern und Familienangehoerigen in einem von Machiavellis "Il Principe" gepraegten Zeitalter durchaus an der Tagesordnung waren (und die Anstellung von Vorkostern erforderlich machten), ist eine am herzoglichen Hof veranstatltete "Caccia", bei der Gefangene den Loewen zum Frass vorgeworfen werden, geradezu absurd. Eine "Schwarze Messe", deren Teilnehmer sich mittels ablecken einer Kroete in einen psychedelischen Rausch versetzen, ist in unseren Tagen in der kalifornischen Wahlheimat des Autors durchaus vorstellbar, fuer das Italien des 16. Jahrhunderts jedoch anachronistisch unreal. Die stellenweise vulgaere Sprache des Romans ist zwar fuer die in Deutschland als "Zeitalter des Grobianismus" bezeichnete Epoche angemessen, steht jedoch im krassen Gegensatz zu den damals verfeinerten italienischen Tischmanieren, die mit der Benutzung von Gabeln einen riesigen Fortschritt erzielten. Neben einer Hinterfragung des Sinns von Gebeten seitens des Protagonisten, erfaehrt der Leser noch, dass sich Ugos Tochter als Erfinderin von "prosciutto con melone" hervortat...

Die Geschichte des Bauernsohnes DiFonte, der zum herzoglichen Vorkoster und Hoefling avanciert, ist entgegen des Kommentars von "TV Today" (auf der letzten Seite des Buches) wenig witzig und spannend. Der kaum als historisch zu bezeichnende Roman ist aufgrund einiger unterhaltender Momente noch mit 2 Amazonsternen zu bewerten und kann, vor allem als Urlaubslekture, nicht empfohlen werden.

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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Der Vorkoster 23. August 2002
Format:Gebundene Ausgabe
Ein tolles Buch, was man unbedingt gelesen haben muß, wenn man Liebhaber von Mittelalterromanen ist. Wie Ugo sich von einem naiven und unerfahrenen Schafhirten und Bauern zum erst ängstlichen und später durchtriebenen und schlauen Unabkömmling am Hofe des Fürsten mausert. Mit Schläue und List seine Ängste überwindet. Man mag dieses Buch gar nicht mehr weglegen, weil es mit einer heiteren und interessanten Schreibweise niedergeschrieben ist. Dieses Buch wird sich sicherlich noch herumsprechen.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ich gebe diesem Buch 5 Punkte, denn ich habe es mit Freude gelesen- es hat Spaß gemacht Ugo in seiner "Geschichte" zu folgen, immer wieder passiert unerwartetes und der Leser "erlebt" dies richtig mit.
Ich hatte mir vorher noch nie Gedanken gemacht über einen "Vorkoster" usw, aber wenn man das Buch liest, dann wünscht man sich nicht gerade einer zu sein... ;-)
Teilweise etwas deftige Sprache, aber nie vulgär... kann das Buch wirklich nur empfehlen, für alle die ein paar kurzweilige Lesestunden erleben möchten und die gerne in die mittelalterliche Hisotrie eintauchen... Viel Spaß...
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