Der etwas oberflächliche Gib folgt dem Lockruf seines Freundes nach Kalifornien, der ihm einen sexuellen Volltreffer verspricht. Allerdings, um die Unschuld zu verlieren, muss er zunächst noch den amerikanischen Kontinent overland überqueren. Allerdings fährt auch seine spiessige Schulkollegin Alison im gleichen Auto Richtung Westen. Kindskopf trifft auf Streberin, könnte es auch heissen. Was als Antipathie beginnt, wird immer mehr zu einem gewaltigen Knistern zwischen den beiden. Was sich neckt, liebt sich am Schluss.
Ich gebe dem Film 5 Sterne, weil er einfach Kult und sehr lustig ist und die Stimmung der 1980-er Jahre gut wiedergibt (Soundtrack!). Dabei handelt es sich nicht nur um einen blöden Teenie-Film mit oberflächlichen Gags, sondern "The Sure Thing" hat auch Tiefe, etwas vergleichbar mit "Fame". So ist die Botschaft des Filmes, dass das Leichte nicht unbedingt das Erstrebenswerte ist. Nur wenn man den harten Weg geht, Widerstände überwinden muss, findet man zum Glück und zur Liebe. Das Leben ist nicht so einfach, wie man sich das vorstellt. Träume sind eben nur Schäume.
Herrlich sind auch die Details. Etwa Tim Robbins, der den spiessigen Chauffeur gibt und mit seiner Freundin während der Fahrt immer singen will. Alisons Freund Jason ist genauso spiessig wie sie. Sein grösstes Problem ist die Bettdecke, die richtige Teesorte oder ein Vorsprung beim Kartenspiel. Beide sind total verknöchert und leben nicht. Alison bekommt dann dank Gib endlich etwas vom Leben mit und wird lockerer. Kult ist die Szene mit der Bierdose. Das macht dann auch Franka Potente in "Nach Fünf im Urwald" nach. Sehr gut sind auch die Schauspieler. Daphne Zuniga kann so schöne Grimassen schneiden, dass man es ihr richtig gehend ansieht, dass es sie total angurkt. John Cusack brilliert insbesondere mit geschauspielerten psychopatischen Ausbrüchen.