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Der Vogel, der spazieren ging: Roman
 
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Der Vogel, der spazieren ging: Roman [Gebundene Ausgabe]

Martin Kluger
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 318 Seiten
  • Verlag: Dumont Buchverlag; Auflage: 1 (21. Februar 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3832179984
  • ISBN-13: 978-3832179984
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 14,8 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 430.844 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Martin Kluger
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Die herzzerreißende Komik dieses Totentanzes schöpft Martin Kluger aus dem Stoff der Träume: Kinostoff, zusammengesetzt aus leuchtenden Einfällen, Sentenzen und Verweisen von Danny Kaye bis William Shakespeare und souverän kombiniert mit den Mitteln des klassischen Entertainment. NZZ So beschwingt erzählen nur wenige vom Schweren und Unberechenbaren: Der Vogel, der spazieren ging hebt tatsächlich ab, wenn er seine Hauptfigur mit gestutztem Gefieder durch die große Stadt Paris und seinen Vater-Sohn-Konflik torkeln lässt. [ ] Wie schwer ist es, eine Identität wieder aufzubauen, wenn sie einem erstmals genommen wurde, auch davon spricht dieser Roman dieses wunderbar sprachstilistischen, fantasiebegabten Erzählers. DER TAGESSPIEGEL Martin Kluger erzählt eine 'verfremdete Familiengeschichte' temporeich und mit viel Witz. [ ] Ein Soufflé sei sein neuer Roman, 'ein Soufflé, in dem ein paar Giftpfeile stecken : leicht, luftig und gehaltvoll. [ ] Martin Klugers neuer Roman, ist zweifelsohne sein bislang amüsantester allen 'Giftpfeilen zum Trotz. KÖLNER STADT-ANZEIGER Ein Buch voller Heiterkeit und Lebenswitz [ ] Die Schönheit dieses Romans resultiert geradewegs aus eine Überdosis von Witz, Heiterkeit, Imagination und anderen Zutaten. [ ] Aber es gelingt ihm, eine Welt zu entwerfen, die niemals konstruiert oder bloß erdacht wirkt, eine tiefe, dichte Welt, in die man sich als Leser am Liebsten hinein kopieren würde. SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

Kurzbeschreibung

Eine verrückte Familiengeschichte, weltumspannend, voll jüdischem Witz Samuel Leiser ist ein einsamer Vogel. Sein Vater Yehuda entkam den Nazis, indem er vorgab, Autor zu sein und als Künstler nach Amerika einreisen durfte - wo er zum gefeierten Kriminalschriftsteller Jonathan Still wurde. Nun übersetzt Samuel seine Bücher ins Deutsche. Zwischen den Zeilen sucht und findet er versteckte Botschaften. Doch was bedeuten sie? In einem Sommer Anfang der Siebziger zieht Samuels frühreife Tochter Ashley aus England zu ihm nach Paris, damit sich beide einmal in Ruhe kennenlernen. Bald aber wird es eng in der kleinen Wohnung: Samuels Ex-Frau Letitia kommt mit Vater und neuem Freund zu Besuch. Durchreisende bleiben länger als erwartet, sogar Yehuda fliegt samt Gangster-Verwandtschaft ein. Dem turbulenten Familientreffen zwischen Eheschwüren und Eifersuchtsdramen entkommt Samuel nicht einmal, indem er sich in seine Spanischlehrerin verliebt. Denn nicht nur die Menschen seines Lebens überfallen ihn, sondern auch ihre Geschichten und ererbten Alpträume - bis zum furiosen Finale. Martin Kluger erzählt eine drei Genera­tionen umspannende Geschichte um die Liebe: eine melancholisch-ironische Comédie humaine.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Martin Kluger Der Vogel, der spazieren ging
Dumont ISBN 3832179984

Träume, die den Romanschreiber umtreiben können, sind hier wahr geworden: von Familiengeschichten zu erzählen, die weltumspannend, witzig, kreativ und mitreißend sind. Martin Kluger hat ihn geschrieben, diesen Roman!

Samuel Leiser ist der Erzähler einer Geschichte, die in Uruguay ' Amerika -Frankreich - England und Deutschland spielt.
Es ist eine von jüdischem Witz und chaotischen Verhältnissen sich überschlagende Familie, von der hier berichtet wird.
Yehuda Leiser, Samuels Vater, ist vor dem Holocaust nach Amerika geflohen. Das Faktotum der Familie, Onkel Meyer, hatte die Flucht ermöglicht, als er in Paris auf dem Friedhof Père Lachaise am Grab von Balzac Quaker aus Philadelphia getroffen hatte. Er weiß geschickt ein Lied von den deutschen Dichtern zu singen. Gewitzt und haarsträubend gibt er sich als deutsches Dichtergenie aus und erlangt so für seinen Neffen Yehouda, dessen Sohn Samuel und sich selbst Einreisevisa nach Amerika. Und dann sind sie in Philadelphia!

Dort legt Yehouda sich den Namen Jonathan Still zu und wird ein bekannter Romanschreiber. Samuel wird sein Übersetzer,--einer unter vielen! Das sind ihre beruflichen Perspektiven. Den eigentlichen Plot der Geschichte aber bilden die familiären Zusammenkünfte und die Eskapaden einzelner. Samuel z. B. lebte einige Zeit mit seiner Frau aus Uruguay in Frankreich, wo die gemeinsame Tochter Ashley zur Welt kam. Inzwischen ist das Paar längst wieder getrennt, und wir schreiben das Jahr 1972. Ashley zieht im zarten Alter von dreizehn Jahren aus England vorübergehend zu ihrem Vater nach Paris. Sie hat sich in ein vorpubertäres junges Mädchen mit exzentrischen Allüren, mit schwarzem Löcherpullover und rappelkurzem Haarschnitt verwandelt. Samuel muß dreimal hinschauen, ehe er sie als seine Tochter erkennt. Zwei Jahre hat er sie nicht gesehen, und nun will er sich neu mit ihr anfreunden. Unsicher und tapsig sind seine Annährungsversuche. In die Quere kommt ihm dabei die neue Liebe zu seiner Spanischlehrerin.
In Paris findet man auch Jonathan Still wieder, der mit seinem neuesten Roman auf Tournee geht. Als Krimiautor ist er zu Ruhm und Ehren gekommen, während sein Sohn Samuel sich mühsam als Übersetzer durchschlägt.
So allmählich versammelt sich die ganze mischpoke in Paris und ein heiterer und verrückter Reigen von mehr oder weniger munteren und amüsanten Begebenheiten wird eröffnet. Dabei wird auch vor Mord und Totschlag nicht halt gemacht. Der Vater bleibt für Samuel undurchsichtig, und die Herkunft aus Hargensee, einem unbekannten Ort in Deutschland, ein Geheimnis, das Jonathan und Meyer mit ins Grab nehmen. Trübsinn wird immer wieder durch Heiterkeit aufgelöst. Das Ende ist gut und zeichnet sich durch die gleiche Komik aus, die einem das Buch und seine Protagonisten so sympathisch macht.
In einer Art Parforceritt durch die deutsche und europäische Geistesgeschichte gerät das Buch zu einer komischen und skurrilen Persiflage auf das individuelle Familien- und Zusammenleben.
Heiter und witzig, melancholisch und traurig, ein wenig überdosiert, wie es heißt, ist das pralle Leben. Lakonisch auch und nüchtern schreibt sich der Autor in die Herzen seiner Leser. Mit der Komik entsteht eine Distanz, die dem Leser suggeriert, dass man nicht alles zu allen Zeiten zu ernst nehmen darf. Wie wahr!

Die Texte sind spritzig, und die Pointen reihen sich kurzweilig aneinander. Sie sind voll hintergründigem Scharfsinn. Vielleicht prunkt der Autor ein wenig auffällig mit seinem Wissen rund um die deutsche Philosophie und Literaturgeschichte,--nicht nur der deutschen! Unterhaltsam ist dieses Quiz des wer ist was allemal, und unterhaltsam bleibt die Geschichte bis zum schaurig - guten Ende!
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Charmant 10. Februar 2012
Von Thaila
Format:Gebundene Ausgabe
Man könnte Samuel Leiser eine gescheiterte Existenz nennen, er hat es sich in seinem Leben jedoch ganz gemühtlich eingerichtet. Er übersetzt die Romane seines Vater, erfolgreicher Autor einer Krimi-Reihe, ins Deutsche und lebt in einer ziemlich verfallenen Wohnung in Paris, ein Überbleibsel seiner Zeit mit Frau und Kind, die ihn beide verlassen haben. Eines Tages überschlagen sich jedoch die Ereignisse. Seine pubertierende Tochter will zu ihm ziehen, sein Vater und sein Onkel kündigen sich an und zu allem Überfluß verliebt er sich in seine Spanischlehrerin.
Martin Klugers Roman erinnert ein bißchen an Dany Levys Film "Alles auf Zucker" oder "Einfach so" von Lilly Brett. Erzählt wird auf charmantische und witzige Weise die Geschichte einer disfunktionalen jüdischen Familie. Samuels Vater wächst bei seinem Vater und seinem kleinkriminellen Onkel in New York auf, die drei sind unter ziemlich dubiosen Umständen aus dem Europa der Nationalsozialisten geflohen, das Schicksal von Samuels Mutter ist ein Geheimnis. Die jüdische Identität und der Holocaust sind in der Familie Leider kein Thema. Fast agressiv reagiert Samuel als seine Tochter Ashley beginnt sich für jüdische Kultur zu interessieren. Im Verlaufe der Geschichte muss er jedoch einsehen, dass diese Vergangenheit für ihn und seinen Vater sehr wohl eine Bedeutung hat. Die Geschichte wird im Verlaufe der Zeit zunehmend skuriler, jedoch auch düsterer trotz des leichten Grundtons.
Martin Kluger ist mit "Der Vogel, der spazieren ging" ein unterhaltsames, witziges, trauriges und ernsthaftes Buch gelungen, das viel Stoff zum Nachdenken bietet.
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Nicht stimmig 28. Mai 2011
Von Andreas Schröter TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Manchmal fällt es schwer, genau zu begründen, warum einem ein Buch nicht gefällt, ist es mehr ein vages Gefühl, auf einem gänzlich anderen Stern zu leben als der Autor. So ging es mir mit Martin Klugers "Der Vogel, der spazieren ging".

Verkürzt gesagt geht es in diesem Buch um einen Menschen namens Samuel Leiser, in dessen Wohnung sich Anfang der 70er-Jahre immer mehr Familienangehörige einfinden, darunter der Bestseller schreibende Vater, die pubertierende Tochter und ein mafiöser Onkel. Diese Figuren haben die unterschiedlichsten Beziehungen zueinander. Sie hassen und sie lieben sich, sie helfen und sie schaden sich, sie nerven sich, und gegen Ende versucht eine sogar, eine andere umzubringen. Allein: Für den Leser bleibt ihr launisches Handeln kaum fassbar. Alles an diesem Roman erscheint willkürlich, ist psychologisch nicht stimmig. Gelegentlich schimmert zwischen den Zeilen durch, dass die Familie von den Nazis verfolgt wurde, aber diese Andeutungen sind viel zu vage, um dies zu einem wirklichen Buchthema zu erheben.

Hinzu kommt eine gewisse Handlungsarmut. Es passiert nicht viel auf diesen 320 Seiten. Mal versucht Samuel mit Tochter und Geliebter von der Familie ans Meer zu fliehen. Vergeblich. Mal versucht er, eine Geburtstagsparty für seine Tochter zu geben. Es misslingt. Dann probiert er, in seinem Job zu arbeiten - er ist Übersetzer unter anderem für die Werke seines Vaters -; auch das gelingt nur mit erheblicher Zeitverzögerung. Fast entsteht eine Stimmung, wie man sie sich (sicher etwas klischeehaft) in einer WG aus dieser Zeit vorstellt: Man schläft bis ein Uhr, raucht, trinkt, redet salbungsvoll daher, streitet und bekommt es ansonsten kaum auf die Reihe, die Tochter regelmäßig zur Schule zu schicken.

Martin Kluger, ein 1948 geborener Berliner, der tatsächlich einmal in einer solchen WG gelebt hat, versetzt seinen Text immer wieder mit englischen, französischen und spanischen Sätzen. Das wirkt auf Dauer maniriert und bemüht intellektuell.

Andere Kluger-Bücher heißen "Abwesende Tiere" (2002 - 1000 Seiten!) sowie "Die Gehilfin" (2006) und wurden von der Kritik größtenteils hochgelobt. "Der Vogel, der spazieren ging" dagegen ist nicht zu empfehlen. Zumindest passen Autor und Kritiker hier definitiv nicht zusammen.
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