Bisher hatte ich mich nicht für Bücher dieser Art intressiert und auch nicht rangewagt. Nach der Leseprobe hegte ich allerdings positive Neugier.
Es ist, obwohl es kein einfaches Thema ist, verständlich geschrieben. Heisst, ich habe wohl verstanden, was Osho meint, jedenfalls meistens, aber ab und an konnt ichs nicht ganz begreifen.
Zu Anfang jeden Kapitels findet man eine Zen-Anekdote oder Weisheit, die Osho dann im Kapitel Stück für Stück auseinander nimmt und erklärt. Fand ich klasse, weil man die manchesmal so wie sie da stand, nicht verstanden hatte.
Ausserdem hat es mir auch sehr gefallen, dass er auf das Leben in der heutigen Zeit immer wieder Bezug genommen hat, und immer wieder Anekdoten zum besten gibt.
Zwischendurch liest sich das Ganze aber auch ein bisschen mühsam, da er sich gerne wiederholt. Da dacht ich manchesmal, hm... haste doch schon grade gelesen, biste jetzt verrutscht?
Ich war sogar ab und an kurz davor, das Buch ins Regal zu stellen. Aber, da doch ein gewisser Sprachwitz zu Tage tritt, sowie Wahrheiten die einem zum Nachdenken anregen, musst ich es dann doch weiter lesen, und konnte es nicht weglegen.
Man merkt halt, dass es eigentlich ein Vortrag von Osho war, etwas mündliches. Das es ins Schriftliche gezwängt wurde, macht es stellenweise etwas mühsam. Man kann aber trotzdem erahnen, dass es mit sicherheit ein grosses Erlebnis gewesen sein muss, wenn man Osho direkt erleben konnte.
Jedenfalls werde ich mich bestimmt noch öfter an dieses Buch erinnern, da ich mir ein paar Sachen daraus zu Herzen nehmen werde. Zum Beispiel die Spontanität. Jedoch nicht immer und überall, wie es Osho scheinbar gerne hätte.
Das ist so der Knachpunkt an dem Ganzen. Wenn man das tatsächlich alles so handhaben würde, wie er meint, dass es richtig ist, könnte man im Alltag nicht wirklich bestehen.
Man sollte sich aber das ein oder ander aneignen, und für sich den richtigen Weg finden. Ich denke, im Kern, hat er das auch so gemeint.