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Der Verstand ist ein durchtriebener Schuft: Wie Sie garantiert weise werden
 
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Der Verstand ist ein durchtriebener Schuft: Wie Sie garantiert weise werden [Broschiert]

Guido Eckert
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 253 Seiten
  • Verlag: Solibro Verlag; Auflage: 1 (2. September 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3932927478
  • ISBN-13: 978-3932927478
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 12,8 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 204.035 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Es gibt kein größeres Abenteuer, als sich selbst zu begegnen und genau dies lernt man mit den 10 Schritten des Buches." --Der-Buchleser.de, 16.01.11

"Schon über all diese Dinge nachzudenken, führt zu Erkenntnissen und zwangsläufig zu Veränderung. Man sinniert und ändert seine Einstellung." --literature.de, 2.11.10

"Dann aber spürt man auf jeder Seite erleichtert, dass hier kein kompliziert formulierender Wissenschaftler oder Theologe am Werk ist, sondern ein Journalist, der schwierige Inhalte mit leichter Feder transportieren möchte. (...) Guido Eckert wollte ein »Handbuch der Weisheit« schreiben, wollte die »Einfallstore zur Weisheit« öffnen. Das ist ihm gelungen, respektvoll und respektlos zugleich; respektvoll gegenüber den Weisheitslehren und -lehrern, respektlos gegenüber einer devoten Haltung ihnen gegenüber." --connection, 12/10-1/11, S. 49f

Kurzbeschreibung

DER ERSTE RATGEBER DER ZEIGT, DASS WEISHEIT ERLERNBAR IST

Eine weit verbreitete Ansicht über die Weisheit geht davon aus, dass Weisheit etwas sei, das sich zwar mühsam, aber ganz automatisch mit zunehmendem Alter einstelle. Diese Ansicht ist in zweierlei Hinsicht falsch. Zum einen ist nicht jeder Greis zwangsläufig weise. Zum anderen lässt sich Weisheit durchaus kultivieren und auch schon in jüngeren Jahren praktizieren. Und um diese Praxis geht es in dem neuen Buch von Guido Eckert. Es lehrt Weisheit. Es zeigt konkret, welche Blockaden im Denken gelöst werden müssen, um weise zu werden. In zehn Schritten. Für jeden Bildungsgrad, ohne Vorkenntnisse. In 10 Schritten lernt man beispielsweise ganz konkret: - wie man tatsächlich in der Gegenwart leben kann - wie man endlich mit seinem Unverstehen besser umgeht - wie man sich wirklich aussöhnt mit seinen Verletzungen - wie man richtig hingebungsvoll ist und das eigene Ich vergisst - wie man endgültig loslässt und mit sich selbst in Frieden lebt - wie man unglaubliche Potentiale in sich erweckt

Kurz: Eine praktische Anleitung, wie man dem durchtriebenen Verstand seine Grenzen aufzeigt, wenn er es mal wieder übertreibt. Jedes Kapitel pustet das Hirn frei und dient dem Weg zur Weisheit. - Geht das? Und ob!


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Dr. R. Manthey #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Der Autor zitiert diesen Satz aus dem dünnen und scheinbar paradoxen Buch Tao Te King, das er für wortreich hält. Doch sein Buch ist viel wortreicher und will uns lehren, wie wir weise werden können. Geht das überhaupt? Ich bezweifle das, denn Weisheit ist unter Menschen offenbar dünn gesät. Doch der Verstand ist in der Tat ein durchtriebener Schuft. Er macht uns glauben, dass man Weisheit aus Büchern lernen könne, so wie Rechnen oder Kuchen backen.

Guido Eckert - so lesen wir im Vorwort - hat sich vorgenommen den Bodensatz aus den vielen hundert Büchern der Weisheit zusammenzufassen und hier aufzuschreiben. Doch so wie wir nach dem Ansehen akrobatischer Kunststücke diese noch lange nicht nachmachen können, so werden wir nach dem Lesen seines Buches nicht zu Weisen. Das klappt ja noch nicht einmal bei Leuten, die täglich in der Bibel oder anderen Unterweisungen lesen, die Eckerts Grundlage für dieses Buch bildeten. Handeln ist angesagt, schreibt er deshalb selbst. Und das ist zweifellos der schwierigere Teil auf dem langen Weg zur Weisheit.

Immerhin erfahren wir, was weise Menschen auszeichnet. Man kann sie zum Beispiel nicht mehr beleidigen. Sie wollen auch nicht ständig Recht haben oder andere von ihrer Meinung überzeugen.

Das Buch ist ganz einfach und geschickt aufgebaut. Schon auf dem Buchdeckel lesen wir, dass wir in zehn Schritten bald durch jede Krise kommen. Und diese zehn Schritte bilden deshalb die Grundstruktur des Buches.

Im ersten Schritt lernen wir, was Weisheit überhaupt ist, im zweiten, wie wir mit Ärger so umgehen, dass daraus nicht wirklich ein Problem wird. In diesem Abschnitt kommen auch unsere Süchte zur Sprache. Fast jeder Mensch ist nach irgendetwas süchtig, manchmal ohne es zu merken. So kommen beispielsweise viele von uns nicht mit Ruhe klar. Sie werden nervös oder gar aggressiv, weisen also typische Entzugserscheinungen auf.

Ständig denken zu müssen, ist auch sehr verbreitet, ebenso die Sucht nach Anerkennung oder Gebrauchtwerden. Die meisten Weisheitslehren sagen uns, dass wir unseren Schwächen nicht ausweichen können und dass es schädlich ist, sie zu unterdrücken. Wenn man sie besiegen möchte, muss man sich ihnen stellen. Auch davon berichtet das zweite Kapitel.

Im dritten Kapitel geht es um Demut und Selbsterkenntnis. Das vierte Kapitel beschäftigt sich mit dem Leben in der Gegenwart. Das wird im fünften Kapitel fortgesetzt, in dem der Autor auch das Verhältnis von Weisheit und Religion diskutiert. Danach befasst sich Eckert im sechsten Kapitel mit Akzeptanz dessen, was ist und was war und mit Dankbarkeit. Scheitern sei eine Voraussetzung für Weisheit, erklärt uns Eckert im nächsten Kapitel. Einfach einmal die Klappe zu halten, zu schweigen und das permanente Bewerten und Beurteilen zu lassen, sei ein wirklicher Schritt zu Weisheit. Das ist der Inhalt von Kapitel acht. Das Buch schließt mit einem Kapitel über Meditation und Anmerkungen über den Umgang mit Fehlern, insbesondere den eigenen.

Leider ist die Erkenntnis noch nicht die Lösung eines Problems. Doch der Schuft von Verstand redet uns das gerade immer wieder trickreich ein. Guido Eckert hat uns also ein kluges Buch geschrieben, das ich nun aus meiner Sicht bewerten soll, obwohl dies nicht sehr weise ist, wie wir gerade gelernt haben.

Weisheit kann man nicht lehren, wohl aber das Konzept von Weisheit. Und genau das leistet dieses Buch. Manchmal kam es mir zu intellektuell daher, etwas zu kompliziert und gelegentlich zu weitschweifig. Obwohl es praktische Übungen bereitstellt, trägt dieses Buch mehr einen philosophischen Charakter. Denken verändert Denken, ist oft das Motto des Autors, auch bei den praktischen Übungen. Nur findet man durch Denken nicht zu sich selbst. Dabei ist Denken eher hinderlich, denn das Leben ist kein Konzept. Konzepte gibt es nur im Kopf. Und Denken wühlt immer entweder in der Vergangenheit oder in der Zukunft. Doch das Leben ist jetzt, wie Eckert selbst schreibt.

Fazit.
Ein intelligent geschriebenes Buch, aber ein Buch über das Konzept der Weisheit. Man wird nicht durch das Lesen von Büchern weise, auch wenn uns das vielleicht der Verstand einreden möchte, sicher aber klüger.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein sehr weises Buch 12. November 2010
Von E. Zapfe
Das Buch ist vom Titel her nicht besonders ansprechend.Der Inhalt ist aber überraschend gut.Ich habe es mit großer Begeisterung gelesen.Danach habe ich es durchgearbeitet, Sätze markiert und auch teilweise rausgeschrieben.Dieses Buch sollte immer "im Weg" sein.Ich schau da oft rein, es tut gut.Und es gibt wirklich viel, man muß es aber schon erarbeiten.
Es gibt viele Lebensberater, dieses Buch ist anders.Es geht tiefer, es beschäftigt sich eingehender mit der Weisheit.
Das Buch tut gut und wenn man die Aussagen verinnerlicht dann hilft es leichter durchs Leben zu kommen.
Deshalb kann ich es nur empfehlen!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Vor einiger Zeit habe ich Guido Eckerts "Zickensklaven.Wenn Männer zu sehr lieben" mit großem Interesse gelesen und diesem Buch nicht grundlos 5 Sterne gegeben. Der Autor, der mit diversen Preisen ausgezeichnet wurde, wohnt mit seiner Frau und seinem Sohn in einem kleinen Dorf im Sauerland. Er lebt also zurückgezogen und dies allein werte ich bereits als ein Zeichen von Weisheit, über die Eckert in seinem Buch so gekonnt zu schreiben vermag.

Im Rahmen von zehn Kapiteln verdeutlicht er u.a., wie wir es zu schaffen vermögen, das Wesentliche zu sehen, wie wir unsere Wut umwandeln können, weshalb wir nur in der Gegenwart leben sollen, weshalb alles miteinander verbunden ist, weshalb Scheitern zum Leben gehört, aber auch, wie wir ruhig bleiben können und nichts bereuen sollen.

Den einzelnen Kapiteln hat der Autor kluge Sentenzen vorangestellt, die viel darüber aussagen, von wem sein Denken beeinflusst ist. Liest man schließlich das Buch, wird klar, dass Robert Aitkens "Ethik des Zen" für ihn, neben vielen anderen Büchern, eine nicht unwesentliche Bedeutung hat. In seinem Literaturverzeichnis ist zwar Seneca aufgeführt, an den mich der Autor stilistisch erinnert, aber nicht Plutarch und Tolle, die ihm gedanklich auch sehr nahe stehen. Was ich damit sagen möchte: Guido Eckert schreibt wirklich wundervoll.

Was den Autor umtreibt, ist die Frage, wie man weise werden kann. Eckert bezieht sich auf Wittgenstein, wenn er konstatiert, dass ein so genannter "ungebildeter" Mensch mehr Weisheit besitzen kann als viele Intellktuelle. All jene, die sich liebend in die Arme nehmen, machen den ersten wichtigen Schritt auf dem Weg zur Weisheit, so Eckert.

Der Autor erinnert an die Stoiker und an Denkströmungen anderer Kulturen, wenn er darauf hinweist, dass derjenige, der seine Leidenschaften beherrscht, wirklich frei ist. Dabei muss einem klar sein, dass "Beherrschen" keinesfalls Unterdrückung bedeutet.

Über Abgrenzung macht sich Eckert Gedanken und erinnert daran, dass derjenige, der zu sehr auf Abgrenzung beharrt, schließlich nie die Liebe erfährt, zu der wir fähig sind, weil die Liebe immer fließen möchte und man sie nur spüren kann, wenn sie fließt, (vgl: S.46). Das sehe ich auch so, nachdem ich über diese Problematik sehr lange nachgedacht habe und meine Beobachtungen anstellte bei Menschen, die zu sehr auf Abgrenzung bestanden. Letztlich blieben sie einsam und verkümmerten innerlich. Ein Zustand, der einen Menschen nicht voranbringt, wenn er weise werden möchte.

Wer weise werden will, muss lernen, seine Gedanken vom inneren Kern her, d.h. von seinem Ich zu trennen und sich verabschieden von Zuständen wie Gier, Hass und Unwissenheit.

Eckert zeigt, wie man Ärger vermeidet, der uns letztlich auch hindert, weise zu werden. Der Autor zitiert Aitken, wenn er schreibt dass, solange es einem Menschen nicht gelungen ist, die Fesseln der Selbstsucht zu sprengen, er keine innere Ruhe kenne, sondern stattdessen in einem Zustand lebe, den Buddha als Verblendung und Verhaftetsein bezeichne, (vgl: S. 55).

In der Folge kommt typisches Suchtverhalten zur Sprache, das daran hindert, weise zu werden. Der Autor reflektiert auch Wut, die lt. Anselm Grün immer auf tiefe Verletzung hinweist. Man soll seine Wut genau anschauen und überlegen, ob man gegebenenfalls anderen nicht zu viel Macht über einen gegeben hat. Insofern könnte Wut auch die Kraft sein, sich von demjenigen, der zu viel Macht hat, zu befreien. Es ist wichtig, sich mit den eigenen Wut- und Hassgedanken vertraut zu machen, um loslassen zu können. Ein hassender Mensch ist niemals ein weiser Mensch.

Ferner ist es notwendig, sich in Demut zu üben. Das Fehlen von Demut (gepaart mit der Zunahme an Eitelkeit) hindert den Menschen daran, sich seiner Schwächen bewusst zu werden, sich kennenzulernen, um schließlich weise zu werden, (vgl:S. 84). Genau so ist es.

Guido Eckert lässt den Leser wissen, dass man lernen muss, "durchlässig zu werden". "Was kümmert es den Mond, wenn ihn ein Hund anbellt", ist die richtige Einstellung gegenüber penetrantem Verhalten Dritter. Der Weise ist frei von Groll und Ärger, wenn Dritte penetrant toben. Er nimmt solche Dritte nicht zur Kenntnis und befasst sich stattdessen mit Dingen, die ihn im Erkennen dieser Welt weiterbringen.

Wer weise werden möchte, muss verzeihen können. Gandhi, den Eckert zitiert, sagt: " Die Schwachen können nicht verzeihen. Verzeihen ist ein Attribut der Starken." Wer vergibt, hat die Chance, dass alte Wunden heilen können. Für Weise ist es klar, dass menschliches Zusammenleben nur möglich ist, wenn man vergibt.

Man erfährt des Weiteren, dass gute Laune und Heiterkeit immer ein Indiz für Weisheit ist. Übellaunige, ständig zeternde Menschen werden nie weise werden. Wer weise werden will, muss loslassen und gelassen auf andere Menschen zu gehen, damit wir mit uns selbst im Frieden leben, denn nur so gedeiht auch Frieden und Liebe um uns herum.

Achtsamkeit ist übrigens auch wichtig auf dem Weg zu Weisheit und das bewusste Leben im Jetzt. Wenn wir Schritt für Schritt gegenwärtig werden, entziehen wir uns unnötiger Ängste vor Problemen, die nicht selten Kopfgeburten sind.

Wichtig ist, nicht mehr in die Spirale aus Vorwürfen, Selbstmitleid, Hass, Schmerz und Sorgen einzusteigen, sondern stattdessen frei von diesen kontraproduktiven Strukturen unseres aufgeblähten Ichs liebevoll im Jetzt zu leben und zwar nur im Jetzt. "Carpe diem" lautet die Devise, wenn man weise werden möchte.

Wer aufhört zu werten, wird aufhören zu grummeln und zu nörgeln und deshalb unzufrieden zu sein. "In dem Moment, in dem wir aufhören, uns selbst zu bewerten und zu verurteilen, verurteilen wir auch nicht mehr unsere Partner."(Zitat: S.196) Selbstachtung ist die Grundvoraussetzung, um andere zu achten. Wer andere und sich selbst verachtet, wird nie den Zustand der Weisheit erreichen, der letztlich ein Zustand vollkommender Liebe ist.

Ich will nicht zu viel über den Buchinhalt verraten, aber resümierend festhalten, dass Guido Eckert mich durch seine Klugheit erneut in seinen Bann gezogen hat. Schon jetzt freue ich mich auf ein weiteres Buch dieses Plutarchs im Hier und Heute.
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