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Der Verrat: Roman
 
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Der Verrat: Roman [Taschenbuch]

John Grisham
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (68 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Michael Brock, zweiunddreißig Jahre alt, ist dabei, für sich den amerikanischen Traum zu verwirklichen. Seine vielversprechende Karriere als Rechtsanwalt verläuft steil bergauf, in wenigen Jahren wird er sicher zum Teilhaber ernannt werden.

Das ändert sich für Michael schlagartig, als er in seiner Kanzlei von einem Obdachlosen gekidnappt wird. Der Mann wird wenig später von der Polizei überwältigt, doch Michael beginnt, Nachforschungen anzustellen und lernt Washington aus einer anderen Perspektive kennen. Bislang hat er sich darum bemüht, als Spezialist für das Kartellrecht die Bilanzsummen seiner Mandanten um einige entscheidende Nullen zu mehren, jetzt trifft er Menschen mit ihren Nöten und Sorgen, die auf der Straße leben oder ein Auto als ihre Wohnung bezeichnen.

Der Tod eines Obdachlosen wird zum Wendepunkt in seinem Leben: Er beginnt, sich für die Armen der Gesellschaft zu engagieren, auch wenn er von ihnen keine horrenden Honorare zu erwarten hat. Unverzüglich leitet er gegen seine ehemalige Kanzlei rechtliche Schritte ein, da sie es zu vertreten hat, daß siebzehn Menschen obdachlos wurden, als sie das Gebäude, in dem sie wohnten, räumen ließ.

Um an sein Ziel zu kommen, sind einige nicht ganz legale Schritte nötig, doch der amerikanische Erfolgsautor John Grisham hat seinen Plot handwerklich gut im Griff, hat er doch lange genug als Rechtsanwalt gearbeitet. Allerdings ist Der Verräter längst nicht so spannend wie zum Beispiel Die Firma, das wundert jedoch niemand, wenn die rasante Geschwindigkeit betrachtet wird, mit der seine Bücher erscheinen. --Manuela Haselberger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Amazon.de-Hörbuchrezension

Amazon.de Michael Brock, zweiunddreißig Jahre alt, ist dabei, für sich den amerikanischen Traum zu verwirklichen. Seine vielversprechende Karriere als Rechtsanwalt verläuft steil bergauf, in wenigen Jahren wird er sicher zum Teilhaber ernannt werden.

Das ändert sich für Michael schlagartig, als er in seiner Kanzlei von einem Obdachlosen gekidnappt wird. Der Mann wird wenig später von der Polizei überwältigt, doch Michael beginnt, Nachforschungen anzustellen und lernt Washington aus einer anderen Perspektive kennen. Bislang hat er sich darum bemüht, als Spezialist für das Kartellrecht die Bilanzsummen seiner Mandanten um einige entscheidende Nullen zu mehren, jetzt trifft er Menschen mit ihren Nöten und Sorgen, die auf der Straße leben oder ein Auto als ihre Wohnung bezeichnen.

Der Tod eines Obdachlosen wird zum Wendepunkt in seinem Leben: Er beginnt, sich für die Armen der Gesellschaft zu engagieren, auch wenn er von ihnen keine horrenden Honorare zu erwarten hat. Unverzüglich leitet er gegen seine ehemalige Kanzlei rechtliche Schritte ein, da sie es zu vertreten hat, daß siebzehn Menschen obdachlos wurden, als sie das Gebäude, in dem sie wohnten, räumen ließ.

Um an sein Ziel zu kommen, sind einige nicht ganz legale Schritte nötig, doch der amerikanische Erfolgsautor John Grisham hat seinen Plot handwerklich gut im Griff, hat er doch lange genug als Rechtsanwalt gearbeitet. Allerdings ist Der Verräter längst nicht so spannend wie zum Beispiel Die Firma, das wundert jedoch niemand, wenn die rasante Geschwindigkeit betrachtet wird, mit der seine Bücher erscheinen. --Manuela Haselberger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Anwalt Michael Brock k„mpft fr das Recht der Armen und Obdachlosen und gegen das Kartell zynischer Machthaber.

Über den Autor

John Grisham hat 23 Romane, ein Sachbuch, einen Erzählband und zwei Jugendbücher veröffentlicht. Seine Bücher wurden in 38 Sprachen übersetzt. Er lebt in Virginia und Mississippi.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Der Mann mit den Gummistiefeln trat hinter mir in den Aufzug, doch zunächst sah ich ihn nicht. Allerdings roch ich ihn: den stechenden Geruch nach Rauch und billigem Wein und einem Leben auf der Straße, ohne Seife. Auf der Fahrt hinauf waren wir allein, und als ich ihm schließlich einen Blick zuwarf, sah ich die schwarzen, schmutzigen und viel zu großen Stiefel. Unter dem abgetragenen, zerrissenen Trenchcoat, der ihm bis zu den Knien reichte, waren Schichten ungewaschener Kleider, die am Bauch Falten warfen und ihn stämmig, ja beinahe dick wirken ließen. Dabei war er alles andere als das. Im Winter tragen die Obdachlosen in Washington alle Kleider, die sie besitzen, am Körper - jedenfalls sehen sie so aus. Er war schwarz und nicht mehr jung. Sein Bart und seine Haare waren halb ergraut und seit Jahren weder gewaschen noch geschnitten worden. Er trug eine dunkle Sonnenbrille, sah starr geradeaus und ignorierte mich vollkommen. Sein Verhalten war so, dass ich mich einen Augenblick lang fragte, warum ich ihn eigentlich musterte. Er gehörte nicht hierher. Er gehörte nicht in dieses Gebäude und in diesen Auf zug. Es war ein Ort, den er sich nicht leisten konnte. Die Rechtsanwälte auf diesen acht Etagen arbeiteten für Stundensätze, die mir auch nach sieben Jahren noch obszön erschienen. Er war bloß irgendein Penner, der sich mal aufwärmen wollte. In der Innenstadt von Washington passierte das andauernd. Bei uns gab es für so was einen Sicherheitsdienst. Der Aufzug hielt in der fünften Etage, und jetzt erst fiel mir auf, dass der Mann keinen Knopf gedrückt, keine Etage gewählt hatte. Er folgte mir. Ich stieg schnell aus, und als ich in das schicke, mit Marmor ausgekleidete Foyer von Drake&Sweeney trat, warf ich einen kurzen Blick über die Schulter. Der Mann stand im Aufzug, sah noch immer starr geradeaus und beachtete mich auch jetzt nicht. Madame Devier, eine unserer sehr energischen Empfangsdamen, begrüßte mich mit ihrem üblichen geringschätzigen Blick. »Behalten Sie den Aufzug im Auge«, sagte ich. »Warum?« »Ein Penner. Sie sollten vielleicht den Sicherheitsdienst rufen.« »Diese schräcklischen Menschen«, sagte sie mit ihrem dick aufgetragenen französischen Akzent. »Und Desinfektionsspray.« Ich zog im Gehen meinen Mantel aus und hatte den Mann mit den Gummistiefeln schon fast vergessen. Heute Nachmittag würde ich eine Besprechung nach der anderen haben, wichtige Besprechungen mit wichtigen Leuten. Ich bog um eine Ecke und wollte gerade etwas zu Polly, meiner Sekretärin, sagen, als ich den ersten Schuss hörte. Madame Devier stand wie versteinert hinter ihrem Tisch und starrte in die Mündung einer beeindruckend langen Pistole, die unser Freund, der Penner, in der Hand hielt. Da ich der Erste war, der ihr zu Hilfe eilte, richtete er die Waffe höflicherweise auf mich, worauf ich ebenfalls zu Stein erstarrte. »Nicht schießen«, sagte ich und hob die Hände. Ich hatte so viele Filme gesehen, dass ich genau wusste, wie ich mich zu verhalten hatte. »Halten Sie die Klappe«, nuschelte er sehr gelassen. Hinter mir hörte ich Stimmen auf dem Gang. Jemand schrie: »Er hat eine Pistole!« Dann entfernten sich die Stimmen und wurden leiser und leiser: Meine Kollegen rannten zur Feuertreppe. Wahrscheinlich fehlte nicht viel und sie wären aus den Fenstern gesprungen. Links von mir war eine schwere Holztür, die zu einem Konferenzraum führte. Dort saßen gerade acht unserer Anwälte aus der Prozessabteilung - acht abgebrühte, furchtlose Prozessanwälte, die ihre Zeit auf Erden damit verbrachten, andere fertig zu machen. Der Härteste von ihnen war ein kampflustiger kleiner Terrier namens Rafter, und als er die Tür aufriss und rief: »Was ist das für ein Lärm hier?«, richtete sich die Waffe auf ihn, und der Mann in den Gummistiefeln hatte gefunden, was er gesucht hatte. »Runter mit der Pistole!«, befahl Rafter, und im nächsten Augenblick zerriss ein weiterer Schuss die Stille im Foyer. Die Kugel

Auszug aus Der Verrat von John Grisham. Copyright © 2000. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Der Mann mit den Gummistiefeln trat hinter mir in den Aufzug, doch
zunächst sah ich ihn nicht. Allerdings roch ich ihn: den stechenden
Geruch nach Rauch und billigem Wein und einem Leben auf der Straße,
ohne Seife. Auf der Fahrt hinauf waren wir allein, und als ich ihm
schließlich einen Blick zuwarf, sah ich die schwarzen, schmutzigen
und viel zu großen Stiefel. Unter dem abgetragenen, zerrissenen Trenchcoat,
der ihm bis zu den Knien reichte, waren Schichten ungewaschener Kleider,
die am Bauch Falten warfen und ihn stämmig, ja beinahe dick wirken
ließen. Dabei war er alles andere als das. Im Winter tragen die Obdachlosen
in Washington alle Kleider, die sie besitzen, am Körper - jedenfalls
sehen sie so aus.
Er war schwarz und nicht mehr jung. Sein Bart und seine Haare waren
halb ergraut und seit Jahren weder gewaschen noch geschnitten worden.
Er trug eine dunkle Sonnenbrille, sah starr geradeaus und ignorierte
mich vollkommen. Sein Verhalten war so, dass ich mich einen Augenblick
lang fragte, warum ich ihn eigentlich musterte.
Er gehörte nicht hierher. Er gehörte nicht in dieses Gebäude und in
diesen Auf zug. Es war ein Ort, den er sich nicht leisten konnte.
Die Rechtsanwälte auf diesen acht Etagen arbeiteten für Stundensätze,
die mir auch nach sieben Jahren noch obszön erschienen.
Er war bloß irgendein Penner, der sich mal aufwärmen wollte. In der
Innenstadt von Washington passierte das andauernd. Bei uns gab es
für so was einen Sicherheitsdienst.
Der Aufzug hielt in der fünften Etage, und jetzt erst fiel mir auf,
dass der Mann keinen Knopf gedrückt, keine Etage gewählt hatte. Er
folgte mir. Ich stieg schnell aus, und als ich in das schicke, mit
Marmor ausgekleidete Foyer von Drake & Sweeney trat, warf ich einen
kurzen Blick über die Schulter. Der Mann stand im Aufzug, sah noch
immer starr geradeaus und beachtete mich auch jetzt nicht.
Madame Devier, eine unserer sehr energischen Empfangsdamen, begrüßte
mich mit ihrem üblichen geringschätzigen Blick. "Behalten Sie den
Aufzug im Auge", sagte ich.
"Warum?"
"Ein Penner. Sie sollten vielleicht den Sicherheitsdienst rufen."
"Diese schräcklischen Menschen", sagte sie mit ihrem dick aufgetragenen
französischen Akzent.
"Und Desinfektionsspray."
Ich zog im Gehen meinen Mantel aus und hatte den Mann mit den Gummistiefeln
schon fast vergessen. Heute Nachmittag würde ich eine Besprechung
nach der anderen haben, wichtige Besprechungen mit wichtigen Leuten.
Ich bog um eine Ecke und wollte gerade etwas zu Polly, meiner Sekretärin,
sagen, als ich den ersten Schuss hörte.
Madame Devier stand wie versteinert hinter ihrem Tisch und starrte
in die Mündung einer beeindruckend langen Pistole, die unser Freund,
der Penner, in der Hand hielt. Da ich der Erste war, der ihr zu Hilfe
eilte, richtete er die Waffe höflicherweise auf mich, worauf ich ebenfalls
zu Stein erstarrte.
"Nicht schießen", sagte ich und hob die Hände. Ich hatte so viele Filme
gesehen, dass ich genau wusste, wie ich mich zu verhalten hatte.
"Halten Sie die Klappe", nuschelte er sehr gelassen.
Hinter mir hörte ich Stimmen auf dem Gang. Jemand schrie: "Er hat eine
Pistole!" Dann entfernten sich die Stimmen und wurden leiser und leiser:
Meine Kollegen rannten zur Feuertreppe. Wahrscheinlich fehlte nicht
viel und sie wären aus den Fenstern gesprungen.
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