Das Buch enthält bedrückende Schilderungen, die aber nichts anderes als die tägliche Realität dieser heuchlerischen Gesellschaft darstellen. Katze und Hund werden gestreichelt, aber Schwein und Kuh werden gequält und geschlachtet. Tiere werden nicht als fühlende Lebewesen betrachtet, sondern nur als "Ware" und "Produkt". Sie werden in Massen produziert, in Massen gequält und in Massen abgeschlachtet. In Deutschland werden pro Jahr 500 Millionen Tiere getötet. Weltweit werden pro Jahr über 20 Milliarden leidensfähige Lebewesen getötet. Die Tiere müssen ihr Leben lang leiden und werden dann auf grausame Art und Weise getötet und zerhackt. Warum? Wegen 5 Minuten Geschmack! Fällt Ihnen etwas egoistischeres ein?
Der Mensch hat das Recht über Tiere zu herrschen? Normalerweise hat man sich (zumindest in den zivilisierten Gesellschaften) vom "Recht des Stärkeren" verabschiedet. Nirgendwo außer im Umgang mit Tieren akzeptieren wir das "Recht des Stärkeren". Außerdem ist es absurd sich in moralischen Fragen auf die Steinzeit zu berufen. Es ist einfach ein Unterschied, ob ich ein Tier töte um zu überleben, oder um meinen Gaumen zu kitzeln!
Es gab auch mal Zeiten, in denen man der Meinung war, dass die Weißen über die Schwarzen herrschen sollen. Der Rassist sagt: "Weil du eine schwarze Haut hast, darf ich dich als Sklaven halten". Der Sexist sagt: "Weil du eine Frau bist, darfst du nicht zur Wahl gehen". Und der Speziesist sagt: "Weil du ein Tier bist, darf ich mit dir grausame Experimente machen und dich töten und aufessen". Rassismus, Sexismus und Speziesismus befinden sich logisch und ethisch auf der gleichen Ebene. Sie sind Verstöße gegen das moralische Gleichheitsprinzip. Natürlich sind Menschen und Tiere verschiedenen, so wie auch Menschen untereinander verschiedenen sind. Unterschiedliche Interessen verlangen unterschiedliche Behandlungen. Niemand fordert ein Wahlrecht für Kühe. Aber, wo Menschen und Tiere gleiche Interessen haben, sollten diese gleichen Interessen (wenn möglich) auch gleich berücksichtig werden. Wir dürfen keine willkürlichen Diskriminierungen aufgrund von Rasse oder Geschlecht vornehmen. Und weil sowohl Menschen wie auch Tiere leidensfähig sind, sollten wir das Interesse nicht zu leiden, bei Menschen und Tieren (wenn möglich) gleich berücksichtigen. Wir brauchen für Tiere keine neue Moral. Wir müssen nur aufhören Tiere willkürlich aus den vorhandenen Moralvorstellungen auszugrenzen.
Die Tiere, deren Fleisch gegessen wird, benötigen 90 Prozent des Futters zur Aufrechterhaltung ihres eigenen Stoffwechsels. Wenn wir selber pflanzliche Nahrungsmittel essen würden, anstatt diese Nahrungsmittel an Tiere zu verfüttern, könnten wir bei gleichen Ressourcen theoretisch zehnmal so viele Menschen ernähren!
Das Buch sollte von allen möglichen "Gruppierungen" gelesen werden: Tierrechtler, Tierschützer, Tierfreunde, Veganer, Vegetarier, Linke, Weltverbesserer, Lehrer, Eltern, Kinder, Pfarrer, philosophisch interessierte Menschen usw. Hier kann jeder noch was dazulernen.
Trotz des traurigen Themas, bietet das Buch positive Ideen und Lösungsansätze, die JEDER umsetzen kann! Das macht Mut und Hoffnung.