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Der Verrat der Königin: Die Krieger 2 - Roman
 
 
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Der Verrat der Königin: Die Krieger 2 - Roman [Taschenbuch]

Pierre Grimbert , Sonja Finck , Nadine Püschel
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 8,95 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die einzigartige Fantasy-Saga aus Frankreich geht weiter!

Die Suche der Magier ist beendet und das Geheimnis von Ji gelüftet – so scheint es zumindest. Doch Jahre später bricht plötzlich das Böse über die Kinder der Gefährten herein. Erneut droht Gefahr! Für die jungen Krieger beginnt eine abenteuerliche Reise, auf der sie das geheimnisvolle Erbe ihrer Vorfahren antreten müssen. Die Fortsetzung der mitreißenden „Magier“-Serie von Pierre Grimbert!

Fantastisch, voller Abenteuer und spannend wie ein Krimi.

Über den Autor

Pierre Grimbert, 1970 in Lille geboren, arbeitete einige Zeit als Bibliothekar, bevor er in Bordeaux Buchwissenschaften und Publizistik studierte. Die "Magier"-Saga wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem "Prix Ozone" als bester französischer Fantasy-Roman. Der Autor lebt im Norden Frankreichs.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Ich bin Königin Che'b'ree Lu Wallos, Tochter von Tol'b'ree Lu Wallos und sechsundzwanzigste Herrscherin in der Ahnenlinie der B'ree, deren Territorium vom Gull-Gebirge im Norden bis zu den Ufern der Miroise im Osten und den Hügeln des Sandmeers im Süden reicht.
Noch vor zwanzig Jahren war mein Königreich doppelt so groß, und alle wallattischen Länder zusammen nahmen das Zehnfache ihrer heutigen Fläche ein. Doch dann kam Saat, verflucht sei sein Name, und wir folgten dem Hexer in einen Krieg, der mit einem blutigen Massaker endete. Einem Massaker an meinen Kriegern. Für Saats Machtgier zahlte mein Volk einen hohen Preis.
Solener und Thalitten überquerten unsere Grenzen, rückten immer weiter vor und drängten uns an den Fuß der Berge zurück. Unsere einstigen Sklaven sind nun unsere Kerkermeister, und wir müssen unablässig kämpfen, um nicht ausgelöscht zu werden. Ich verteidige uns mit der ganzen Kraft, die ich habe, und ich muss es allein tun. Ich bin die einzige wallattische Herrscherin, die noch am Leben ist.
Nach der Schlacht versammelten sich die letzten Angehörigen der wallattischen Klans unter meinem Banner, hauptsächlich Frauen und Kinder, aber auch gut fünfzig Männer, die Saat die Treue verweigert hatten. Die wenigen Krieger, die das Massaker in der Heiligen Stadt überlebt hatten, schlossen sich mir ebenfalls an. Die ersten Jahre meiner Herrschaft waren schwer, doch mittlerweile sind unsere Kinder herangewachsen, und wir sind wieder ein stolzes, unabhängiges Volk. Auf unseren Feldern wächst Getreide, in unseren Kellern lagert Fleisch, und an unseren Lowas klebt das Blut unserer Feinde.
Dennoch schweben wir in ständiger Gefahr. Die Thalitten müssten sich nur mit den Solenen verbünden, um uns von der Landkarte zu tilgen und aus der Erinnerung der bekannten Welt zu verbannen. Würden sich die Anführer dieser Barbarenhorden nicht inbrünstig hassen, wären wir innerhalb einer Dekade vernichtet. Auch wenn sie alle nach den wenigen Ländereien gieren, die noch in unserem Besitz sind, belauern sie sich gegenseitig voller Argwohn. Meine Spitzel informieren mich regelmäßig über ihre Verhandlungen. Doch sollten sie irgendwann beschließen, gemeinsam anzugreifen, wäre ich machtlos. Ich kann nur hoffen, dass es nie dazu kommt.
Seit zwei Jahrzehnten ist jeder Tag, an dem Wallatt verschont bleibt, ein gnädiger Aufschub. Die Bedrohung schnürt mir die Kehle zu und raubt mir den Schlaf - gleichwohl weigere ich mich, darin ein Zeichen zu sehen, dass ich vor der Zeit gealtert bin. Mit zweiundfünfzig Jahren führe ich das Schwert oder die Lowa immer noch ebenso geschickt wie jeder Krieger, und so nehme ich keinen Mann in meine Leibwache auf, wenn er mich nicht zuvor im Zweikampf besiegt hat. Die meisten unterliegen mir.
Hass stärkt meine Entschlossenheit und schürt meinen Zorn. Ich habe Saat unzählige Male verflucht, und ich werde es bis an mein Lebensende tun. Die Erinnerung an seine kalte, runzelige Haut, sein schauerliches Gerippe und diesen Geruch nach Moder und Tod lässt mich nicht los. Ich teilte das Lager mit einem Unmenschen, um ein Königreich zu gewinnen, und muss nun darum kämpfen, nicht auch noch die Ländereien meiner Vorfahren zu verlieren.
Der Hexer nahm mir alles: meine Ehre, mein Glück und mein Begehren. Seit ich wieder und wieder meinen Ekel überwand, um ihm zu Willen zu sein, kann ich mich keinem Mann mehr hingeben. Manche sehen das als Zeichen der Treue, denn alle wissen, dass ich die Geliebte des hohen Dyarchen war. Sie halten mich für eine ergebene Witwe. Nur meine Vertrauten kennen die Wahrheit: Körperliche Liebe stößt mich ab. Die Vorstellung, jemand könnte mich besitzen, ertrage ich nicht mehr. Ich gehöre niemandem.
Der Letzte, der meine Beweggründe falsch einschätzte, war ein Hauptmann, den ich für eine strategische Besprechung zu mir gerufen hatte und der versuchte, mich zu küssen. Er sollte seine Dreistigkeit bitter bereuen. Wir Wallatten sind nicht gerade für unser weiches Herz bekannt. Ich ließ den Lustmolch auf das Dornenrad spannen, auf dem er drei Tage lang dahinsiechte, und warf seine Überreste meinen Hunden vor. Seither schlagen fast alle Krieger die Augen nieder, wenn sie mir begegnen, und wagen kaum noch, das Wort an mich zu richten. Doch das ist mir nur recht. Gespräche fesseln mich ohnehin nur selten. Meine Gedanken kreisen um das Wesentliche.
Um die Zukunft meines Königreichs.
Um das Amulett, das ich niemals ablege, und die Alpträume, die damit verbunden sind.
Und um meinen Sohn, Keb. Er ist der einzige Lichtblick in meinem Leben. Ich würde vermutlich nicht so verbissen für Wallatt kämpfen, wenn ich nicht eines Tages ihm das Reich übergeben wollte. Keb ist der einzige Mensch, der mich liebt, aufrichtig liebt. Der Einzige, dem ich voll und ganz vertraue.
Zu meinem Unglück ist er auch Saats Sohn.

Seit fünfzehn langen Jahren war Gilas nun schon Leuchtturmwärter. Diese Arbeit tat er keinesfalls aus Leidenschaft. Als Junge war er bei einem Fassbinder in die Lehre
gegangen, aber nachdem die Werkstatt seines Meisters niedergebrannt war, hatte er sich einen anderen Broterwerb suchen müssen. Als ihm der Posten an der Felsküste vor Lorelia angeboten worden war, hatte Gilas keinen Augenblick gezögert, denn er war froh gewesen, nicht wie so viele als Bettler in der Hauptstadt zu enden.
Die Arbeit war nicht besonders anstrengend, und die meiste Zeit rührte er kaum einen Finger. Seine Amtsbrüder, die elf anderen Wärter der Leuchttürme von Zelanos, die entlang der lorelischen Küste verteilt waren, verachteten ihn deswegen. Doch das war Gilas egal, denn er traf sie ohnehin nur selten. Das war der größte Nachteil seines Berufs: Man langweilte sich zu Tode. Die anderen verbrachten ihre Zeit damit, zu lesen, zu malen oder sich um ihre Familien zu kümmern. Er hingegen hatte noch nie länger mit einer Frau zusammengelebt und konnte sich für keine Tätigkeit begeistern. Auch der Fassbinderei war er bald überdrüssig geworden, obwohl er sie sich selbst zum Beruf erwählt hatte.
So stützte sich Gilas tagein, tagaus auf das Geländer seines Ausgucks gut hundert Schritte über dem Wasser und starrte aufs Mittenmeer hinaus. Kein Schiff, das vorbeisegelte, entging ihm, und an diesem Küstenabschnitt kamen viele Schiffe vorbei.

Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Ich bin Königin Che'b'ree Lu Wallos, Tochter von Tol'b'ree Lu Wallos und sechsundzwanzigste Herrscherin in der Ahnenlinie der B'ree, deren Territorium vom Gull-Gebirge im Norden bis zu den Ufern der Miroise im Osten und den Hügeln des Sandmeers im Süden reicht.Noch vor zwanzig Jahren war mein Königreich doppelt so groß, und alle wallattischen Länder zusammen nahmen das Zehnfache ihrer heutigen Fläche ein. Doch dann kam Saat, verflucht sei sein Name, und wir folgten dem Hexer in einen Krieg, der mit einem blutigen Massaker endete. Einem Massaker an meinen Kriegern. Für Saats Machtgier zahlte mein Volk einen hohen Preis.Solener und Thalitten überquerten unsere Grenzen, rückten immer weiter vor und drängten uns an den Fuß der Berge zurück. Unsere einstigen Sklaven sind nun unsere Kerkermeister, und wir müssen unablässig kämpfen, um nicht ausgelöscht zu werden. Ich verteidige uns mit der ganzen Kraft, die ich habe, und ich muss es allein tun. Ich bin die einzige wallattische Herrscherin, die noch am Leben ist.Nach der Schlacht versammelten sich die letzten Angehörigen der wallattischen Klans unter meinem Banner, hauptsächlich Frauen und Kinder, aber auch gut fünfzig Männer, die Saat die Treue verweigert hatten. Die wenigen Krieger, die das Massaker in der Heiligen Stadt überlebt hatten, schlossen sich mir ebenfalls an. Die ersten Jahre meiner Herrschaft waren schwer, doch mittlerweile sind unsere Kinder herangewachsen, und wir sind wieder ein stolzes, unabhängiges Volk. Auf unseren Feldern wächst Getreide, in unseren Kellern lagert Fleisch, und an unseren Lowas klebt das Blut unserer Feinde.Dennoch schweben wir in ständiger Gefahr. Die Thalitten müssten sich nur mit den Solenen verbünden, um uns von der Landkarte zu tilgen und aus der Erinnerung der bekannten Welt zu verbannen. Würden sich die Anführer dieser Barbarenhorden nicht inbrünstig hassen, wären wir innerhalb einer Dekade vernichtet. Auch wenn sie alle nach den wenigen Ländereien gieren, die noch in unserem Besitz sind, belauern sie sich gegenseitig voller Argwohn. Meine Spitzel informieren mich regelmäßig über ihre Verhandlungen. Doch sollten sie irgendwann beschließen, gemeinsam anzugreifen, wäre ich machtlos. Ich kann nur hoffen, dass es nie dazu kommt.Seit zwei Jahrzehnten ist jeder Tag, an dem Wallatt verschont bleibt, ein gnädiger Aufschub. Die Bedrohung schnürt mir die Kehle zu und raubt mir den Schlaf - gleichwohl weigere ich mich, darin ein Zeichen zu sehen, dass ich vor der Zeit gealtert bin. Mit zweiundfünfzig Jahren führe ich das Schwert oder die Lowa immer noch ebenso geschickt wie jeder Krieger, und so nehme ich keinen Mann in meine Leibwache auf, wenn er mich nicht zuvor im Zweikampf besiegt hat. Die meisten unterliegen mir.Hass stärkt meine Entschlossenheit und schürt meinen Zorn. Ich habe Saat unzählige Male verflucht, und ich werde es bis an mein Lebensende tun. Die Erinnerung an seine kalte, runzelige Haut, sein schauerliches Gerippe und diesen Geruch nach Moder und Tod lässt mich nicht los. Ich teilte das Lager mit einem Unmenschen, um ein Königreich zu gewinnen, und muss nun darum kämpfen, nicht auch noch die Ländereien meiner Vorfahren zu verlieren.Der Hexer nahm mir alles: meine Ehre, mein Glück und mein Begehren. Seit ich wieder und wieder meinen Ekel überwand, um ihm zu Willen zu sein, kann ich mich keinem Mann mehr hingeben. Manche sehen das als Zeichen der Treue, denn alle wissen, dass ich die Geliebte des hohen Dyarchen war. Sie halten mich für eine ergebene Witwe. Nur meine Vertrauten kennen die Wahrheit: Körperliche Liebe stößt mich ab. Die Vorstellung, jemand könnte mich besitzen, ertrage ich nicht mehr. Ich gehöre niemandem.Der Letzte, der meine Beweggründe falsch einschätzte, war ein Hauptmann, den ich für eine strategische Besprechung zu mir gerufen hatte und der versuchte, mich zu küssen. Er sollte seine Dreistigkeit bitter bereuen. Wir Wallatten sind nicht gerade für unser weiches Herz bekannt. Ich ließ den Lustmolch auf das Dornenrad spannen, auf dem er drei Tage lang dahinsiechte, und warf seine Überreste meinen Hunden vor. Seither schlagen fast alle Krieger die Augen nieder, wenn sie mir begegnen, und wagen kaum noch, das Wort an mich zu richten. Doch das ist mir nur recht. Gespräche fesseln mich ohnehin nur selten. Meine Gedanken kreisen um das Wesentliche.Um die Zukunft meines Königreichs.Um das Amulett, das ich niemals ablege, und die Alpträume, die damit verbunden sind.Und um meinen Sohn, Keb. Er ist der einzige Lichtblick in meinem Leben. Ich würde vermutlich nicht so verbissen für Wallatt kämpfen, wenn ich nicht eines Tages ihm das Reich übergeben wollte. Keb ist der einzige Mensch, der mich liebt, aufrichtig liebt. Der Einzige, dem ich voll und ganz vertraue.Zu meinem Unglück ist er auch Saats Sohn.Seit fünfzehn langen Jahren war Gilas nun schon Leuchtturmwärter. Diese Arbeit tat er keinesfalls aus Leidenschaft. Als Junge war er bei einem Fassbinder in die Lehregegangen, aber nachdem die Werkstatt seines Meisters niedergebrannt war, hatte er sich einen anderen Broterwerb suchen müssen. Als ihm der Posten an der Felsküste vor Lorelia angeboten worden war, hatte Gilas keinen Augenblick gezögert, denn er war froh gewesen, nicht wie so viele als Bettler in der Hauptstadt zu enden.Die Arbeit war nicht besonders anstrengend, und die meiste Zeit rührte er kaum einen Finger. Seine Amtsbrüder, die elf anderen Wärter der Leuchttürme von Zelanos, die entlang der lorelischen Küste verteilt waren, verachteten ihn deswegen. Doch das war Gilas egal, denn er traf sie ohnehin nur selten. Das war der größte Nachteil seines Berufs: Man langweilte sich zu Tode. Die anderen verbrachten ihre Zeit damit, zu lesen, zu malen oder sich um ihre Familien zu kümmern. Er hingegen hatte noch nie länger mit einer Frau zusammengelebt und konnte sich für keine Tätigkeit begeistern. Auch der Fassbinderei war er bald überdrüssig geworden, obwohl er sie sich selbst zum Beruf erwählt hatte.So stützte sich Gi
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