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Der Verräter: Mit dem Essay "Über das Altern": Mit dem Essay "Über das Altern": Mit dem Essay "Über das Altern" [Gebundene Ausgabe]

André Gorz
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Taschenbuch --  

Kurzbeschreibung

1. September 2008
mit einem Vorwort von Jean-Paul Sartre und einer Einführung von Thomas Schaffroth

Wird oft zusammen gekauft

Der Verräter: Mit dem Essay "Über das Altern": Mit dem Essay "Über das Altern": Mit dem Essay "Über das Altern" + Brief an D.: Geschichte einer Liebe
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 440 Seiten
  • Verlag: Rotpunktverlag, Zürich; Auflage: überarb. Neuausg. (1. September 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3858693790
  • ISBN-13: 978-3858693792
  • Originaltitel: Le traître, suvie de Le vieillissement
  • Größe und/oder Gewicht: 19,4 x 12,4 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 698.300 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Dies ist ein Klassiker der Moderne, sowohl des Essays als auch der autobiografischen Literatur.« (Hans-Dieter Schütt, Neues Deutschland, Berlin)

»Dieses Buch ist eine intelligente Lektion darüber, dass sich niemand von Grund auf ändern kann, aber jeder vermag doch zu lernen, sich dessen, was man ist, zu `bedienen`, um sich zu überschreiten (Gorz).« (Hans-Dieter Schütt, Neues Deutschland, Berlin)

Über den Autor

André Gorz, geboren 1923 in Wien, verbrachte die Kriegsjahre in der Schweiz und ließ sich nach Kriegsende in Paris nieder. Arbeit mit Jean-Paul Sartre an dessen Zeitschrift Les Temps modernes, später als Redaktor bei L Express und Le Nouvel Observateur. Seine Schriften wie Abschied vom Proletariat (1980) und Wege ins Paradies Thesen zur Krise, Automation und Zukunft der Arbeit (1984) waren Kultbücher für ökologische Linke. Zuletzt erschien: Arbeit zwischen Misere und Utopie, 2000.

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Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Als Andre Gorz mit diesem Erstling 1958 in Frankreich auf die Bühne der Intellektuellen trat, war es eine Sensation. In der Form einer Autobiographie in der Er-Form erzählte er sein bisheriges Leben. Seine Kindheit in Wien als Sohn eines jüdischen Vaters und einer katholischen Mutter, die Jahre als Schüler und Student, seine Flucht in die Schweiz und seinen Entschluss, die französische Staatsbürgerschaft anzunehmen.

Mit einer so vorher noch nie gelesenen Genauigkeit hat der junge Andre Gorz schon damals Zeitgeschichte, die Entwicklung von sozialwissenschaftlichen und politischen Theorien verknüpft mit seiner individuellen Erfahrung.

Andre Gorz war eigentlich bis zu seinem Tod in die Auseinandersetzungen der europäischen Linken verwickelt, die er immer wieder mit provokanten und wegweisenden Büchern anregte und weitertrieb, zum Beispiel mit seinem 1980 erschienenen Buch "Abschied vom Proletariat".

In seinen letzten Lebensjahren hat sich Gorz von seinem "Verräter" etwas abgesetzt. In seinem 2006 im Rotpunktverlag erschienenen letzten Buch "Brief an D." schreibt er dazu: "Ich habe die gründliche Erforschung, die ich mir vornahm, als ich 'Der Verräter' schrieb, nicht wirklich geleistet. Es bleiben noch viele Dinge, die ich verstehen, klären muss."

Dieses, 1958 geschriebene Buch, so meinte er, habe die Liebe zu seiner Frau entstellt, was er in "Brief an D.", einer wunderbaren Liebeserklärung an seine Frau, 2006 richtig stellte. Dabei hat er auch verfügt, dass in jeder eventuellen Neuauflage von "Der Verräter" eine Korrektur enthalten sein müsse, die in dieser Ausgabe auf der Seite 309 abgedruckt ist, zwei Seiten aus eben diesem "Brief an D.". Dort schreibt er über die Passagen, die seiner Gefährtin damals galten: "Ich bereue es bitter, sie geschrieben zu haben."

Dennoch ist diese Neuauflage eines über lange Jahre vergriffenen Klassikers lesenswert, nicht nur wegen des erstmaligen Abdrucks eines Essays "Über das Altern", den der noch junge Gorz 1961/62 geschrieben hat.

Nicht umsonst hatte Jean Paul Sartre das Werk seines Schülers 1958 enthusiastisch begrüßt: "Bücher sind Tote; hier jedoch liegt eines vor, das, kaum haben Sie es in Händen, ein lebendiges Tier wird."

Thomas Schaffroth schreibt in seinem instruktiven Vorwort zu dieser Ausgabe von dem Eindruck, den seiner Meinung nach die Lektüre von "Der Verräter" und "Brief an D." beim achtsamen Leser hinterlassen:
"Mitleiden mit dem Verräter, der im Leben nie das tut, was er tun wollte, sondern was die Anderen und die Geschichte beschlossen haben, mit ihm anzustellen. Um diesem Risiko auszuweichen, isolieren sich viele Intellektuelle oder passen sich an. Gorz zeigte mit seinem Leben einen weiteren Weg auf, denjenigen des Widerstandes: 'Man muss akzeptieren, endlich zu sein: hier und nirgendwo anders zu sein, dies zu tun und nicht etwas anderes, jetzt Leben zu haben.'"

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