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Der Vermesser [Taschenbuch]

Clare Clark , Rita Seuß , Bernhard Jendricke
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 414 Seiten
  • Verlag: Hoffmann und Campe (August 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 345500864X
  • ISBN-13: 978-3455008647
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 14,8 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 703.786 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Clare Clark
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Ein stinkendes, Kloaken artiges, brüchiges und marodes Abfluss-System unter dem London des Jahres 1855, das ist der deprimierend und düstere Handlungs- und Tatort eines ungemein fesselnden und mitreißenden Thrillers. In der beklemmenden Welt der Kanalspüler geschieht ein grausiger Mord. In Verdacht gerät der sympathische Vermesser William May.

Ja, keine Frage, das Buch erinnert an Patrick Süskinds Das Parfum, ganz ähnlich hier die Eindringlichkeit, die Plastizität der Geschehnisse, die stark sinnlichen Beschreibungen, das alles geht heftig an Niere und Nase gleichermaßen, ist schauerlich und gruselig, düster und eines noch: wahnsinnig spannend!

William May, Ingenieur und Vermesser, ist aus dem Krim-Krieg zurückgekehrt nach London, der Krieg hat ihm seelisch zugesetzt, immer öfter sucht er aus innerer Verzweiflung und der Sucht zur Selbstverstümmelung die unterirdischen, von Ratten bewohnten Kanäle auf. "...hier unten in der völligen Dunkelheit..., wo er knietief in den Ausscheidungen der größten Stadt auf Erden stand, fand Williams seine Freiheit." May erhält einen guten Job, wird mit verantwortlich für ein Mammut-Projekt der Stadt, es soll ein modernes Abwassersystem entstehen. Eine junge Familie hat er, allmählich lassen auch die Kriegsfolgen nach. Aber dann: Intrigen reißen alte Wunden wieder auf, treiben May an den Rand der Verzweiflung. Erneut flüchtet er, geistig verwirrt in die dunklen Kanäle. Hier geschieht ein bestialischer Mord und alle Spuren weisen auf ihn.

Neben der Geschichte, in die man wie unter Zwang seine Nase schnell und tief hineinsteckt, bietet der Roman auch höchst anschauliche Bilder des desolaten London zu jenen Tagen: immer wieder wütet die Cholera, Armut und Bitterkeit beherrschen den Alltag, "Und über allem lag der üble Fäkaliengestank des Flusses... Er schlüpfte durch alle Hemdfasern und drang durch die Poren der Haut." Ein historischer Roman, der schaurige Visionen und gespenstische Bilder im Kopf gleich mit liefert!

Die Ereignisse seien authentisch und einige der Personen hätten wirklich existiert, schreibt die studierte Historikerin Clare Clark, gebürtige Londonerin. Nicht nur also eine beeindruckende und offenbar leidenschaftliche Recherche in den Annalen der heutigen Weltstadt, sondern auch von Umsetzung, Sprache, Aufbau und einem ausgeprägten Gespür für Spannung und Dramatik her ein ausgefallenes und bemerkenswertes Erstlingswerk! --Barbara Wegmann

Pressestimmen

"Seit Patrick Süskinds 'Parfum' wurde der Geruchssinn nicht mehr so effektvoll und atmosphärisch beschworen." (Publishing News)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Für starke Nerven! 28. Januar 2007
Format:Taschenbuch
Der Leser von "Der Vermesser" braucht wahrhaftig starke Nerven. Nicht wegen der größtenteils Ekel erregenden Schilderungen aus dem Londoner Kanalsystem Mitte des 19. Jh. und aus den Armutsvierteln der damals größten Stadt der Welt - die sind meisterlich, hervorragend geschrieben, dabei hyperrealistisch, aber sie lassen sich noch eher verkraften als die akribischen Beschreibungen der Erlebnisse und des Seelenlebens von William May und der Machenschaften des Mörders, die ihn ins Elend stürzen. Den Höhepunkt bilden die Zwischenstationen "Irrenhaus" und "Gefängnis", in denen May schließlich landet. Man kann das Buch nicht aus der Hand legen, man möchte unbedingt wissen, wie es weiter- und ausgeht; trotzdem wurde bei mir der Widerwille gegen das Buch immer stärker (trotzdem konnte ich nicht aufhören), und nach der letzten Seite war ich einfach nur erleichtert, dass ich es geschafft hatte. Erleichtert, wenn auch unbefriedigt. Denn eigentlich möchte ich ein Buch "gern" lesen, wobei es durchaus auch hart, von realistischer Sozialkritik, sein darf - aber nicht so absolut trostlos und beklemmend wie "Der Vermesser". Das Ende ist sehr ambivalent. Wer war eigentlich der Mörder - wirklich der, den es schließlich gerechterweise (wie man sagen muss) erwischt hat? Was wird aus William May und seiner Familie? Ich finde, der Roman ist ein Meisterwerk, sehr suggestiv geschrieben, fantastisch recherchiert - und dabei an der Grenze des Erträglichen, daher nur 4 Sterne. Die Passagen um Tom und seine Hündin Lady sind die wahre Erholung ... ansonsten kann man, wenn man die letzte Zeile gelesen hat, nur tief durchatmen. Empfehlenswert? Ich werde das Buch nicht so schnell vergessen, anders als die Dutzendware, die z.Zt. den Markt überschwemmt, aber ich werde es wohl auch kein 2. Mal lesen.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ausflug in die Kloaken 25. Oktober 2005
Von Eva
Format:Taschenbuch
1855: William May wurde im Krimkrieg stark verwundet und kehrt als psychisch kranker Mann aus dem Krieg zurück. Dank seiner Frau Polly, die immer an William geglaubt hat und vom wahren Ausmass seiner Erkrankung nichts ahnt, bekommt er eine Stelle als Vermesser bei der Stadt. Seine Aufgabe ist es, das Abwassersystem der Stadt auszumessen und zu erneuern. Als gradliniger Mensch versucht William May den Druckversuchen seines direkten Vorgesetzten zu widerstehen und für die Sanierung nur die besten Materialien zu verwenden. William May nutzt die Arbeiten in den Kloaken dazu, sich selbst zu verwunden, um mit der psychischen Belastung aus dem Krieg fertig zu werden. Davon ahnt kaum jemand, ausser dem alten Tom, der seinen Unterhalt damit verdient, in den Abwasserkanälen Ratten zu fangen... Da geschieht ein brutaler Mord.

Schade, dass das Buch über nahezu die ganze Länge so spannungslos bleibt. Ein Vergleich mit dem Parfum ist weit her geholt, einzig die intensiven Beschreibungen von Gerüchen aller Art vermag an Süsskinds Werk etwas anzuknüpfen. Autorin Clare Clark hat mit dem Vermesser interessante und gut recherchierte Charakteren geschaffen, die weit mehr her gegeben hätten, als es nun der Fall ist. Wer ein Psychogram eines Kriesverwundeten sucht oder ein Einblick in das Leben eines Menschen, der in den Abwässerkanälen lebt, wird Freude an diesem Buch haben. Wer einen spannenden Krimi sucht, der sollte die Finger davon lassen.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Viktorianischer Gestank 10. Dezember 2007
Format:Taschenbuch
London, 1857: Das desolate unterirdische Abwassersystem der Stadt dient verschiedenen Menschen zu ganz unterschiedlichen Zwecken. Der Vermesser William May findet hier eine Zuflucht und kurzzeitig Erlösung von seinen inneren Dämonen, die ihn seit seinen traumatischen Erlebnissen im Krimkrieg heimsuchen. Für Tom ist das Kanalnetz sein Lebensunterhalt: er fängt Ratten für illegale Hundekämpfe. Aber das weitverzweigte Labyrinth ist auch ein idealer Platz, um unentdeckt Morde zu begehen und Leichen zu verstecken, und ihre Kenntnis des Kanalnetzes bringt sowohl Tom als auch William in große Gefahr...
"Der Vermesser" ist nach "Sweet Thames" von Matthew Kneale der 2. Roman, den ich über Londons vikorianische Abwasserkanäle gelesen habe. Das Buch ist durchaus gelungen. Zwei Kritikpunkte habe ich: 1) der Roman braucht lange, bis er in Gang kommt. Am Schluss wird es richtig spannend, aber den Anfang hätte man vielleicht etwas straffen können. 2) Die ausführliche Beschreibung der Gerüche ist manchmal etwas "zuviel des Guten" und wirkt stellenweise bemüht - etwas weniger wäre mitunter mehr gewesen. Andererseits gelingen der Autorin aber auch immer wieder wirklich starke Sprachbilder, die berühren und lange nachwirken. Ein großes Plus des Romans sind auch die gelungenen Charaktere, die konsequent und eigenwillig agieren (wer sich das einfachste und naheliegendste Ende erwartet, der unterschätzt Toms Sturheit!).
Das Buch ist wirklich empfehlenswert; es ist aber insgesamt mehr Milieu- und Charakterstudie als historischer Krimi.
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absolut fesselnd
Ein historischer Roman, der von der ersten bis zur letzten Seite fesselnd ist. Als Seemann lese ich ungerne, doch dieses Buch hielt mich an den Lesesessel. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von seekapitän veröffentlicht
Ein erschreckendes Buch - in einer Liga mit Umberto Eco
London um 1850. Schon allein das Setting ist sehr düster, Clare Clarks Stils auch, und ebenso der Inhalt:
Der Ingenieur und Vermesser William May flieht immer öfter... Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Anneliese Hirsch veröffentlicht
Wahlweise im Abwasser- oder Schützengraben
Clare Clark schnuppert an Kanaldeckeln, die wesentlich heftiger stinken, als der moderne Leser es gewohnt sein dürfte. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. April 2010 von Minnhera
Höchst bildreich und toll geschrieben!
Durch puren Zufall fand dieses Buch seinen Weg zu mir - und ich bin ihm sehr dankbar dafür. Gleich die ersten Seiten zogen mich in ihren Bann, auch wenn es hier tief hinab in... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Januar 2010 von Leonard Lord Paine
Düster, finster, bedrückend, aber spannend!
Ich gebe zu: Gerade jetzt zur kalten und dunklen Jahreszeit, ist es ungeheuer gemütlich, es sich abends, während der Wind um die Häuser pfeift, mit einem Buch im... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Januar 2010 von bergziege
Londons Unterwelt
Der Schauplatz des Romanes von Clare Clark sind die Abwasserkanäle Londons Mitte des 19. Jahrhunderts. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. März 2009 von Benjamin Bremer
Durch Einmaligkeit geprägt
Dieser Roman von Clare Clark gehört zu eines meiner Lieblingsbüchern!
Ganz anders als die alltäglichen Geschicten von Herz-Schmerz oder den, zum Teil... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. Mai 2008 von Fairwale
Ein sehr ergreifendes und spannendes Buch.
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Veröffentlicht am 31. März 2008 von annette leske
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England im glorreichen Viktorianischen Zeitalter um 1855: Doch nicht alles ist so glorreich an dieser Zeit. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. März 2008 von kfir
Wunderbar!
Ein ganz wunderbarer Roman. Selten gelingt es einem Autor Stimmungen, Gerüche und Geräusche so zu transportieren. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. November 2007 von Monika Schwirtz
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