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Der Tod des Vergil Taschenbuch – 20. Dezember 1994

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 522 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 7 (20. Dezember 1994)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518388665
  • ISBN-13: 978-3518388662
  • Größe und/oder Gewicht: 10,9 x 2,5 x 17,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Der Tod des Vergil
OA 1945 Form Roman Epoche Moderne
Als »eines der ungewöhnlichsten und gründlichsten Experimente, das je mit dem flexiblen Medium des Romans unternommen wurde« (Thomas R Mann) stellt Der Tod des Vergil von Hermann Broch die Frage nach dem Sinn der Dichtung in einer Zeit der Inhumanität und kulturellen Krise.
Inhalt: Der erste Teil (Wasser – Die Ankuft) beschreibt die Rückkehr des todkranken Dichters Vergilius Publius Maro mit der kaiserlichen Flotte des Augustus in Brundisium. In Kontrast zum sonst entrückten Dasein des Künstlers führt der Weg durch die Elendsviertel am Hafen und die sich in »Massentiere« verwandelnden Menschen hinauf in den Palast. Die Sänfte begleitet ein Knabe, der, später nur für Vergil sichtbar, als Lysanias (der Leidenlösende) eine messianische Botschaft veranschaulicht. In der darauf folgenden letzten Nacht (Feuer – Der Abstieg) bezweifelt Vergil den Zweck seines Lebens und verdammt seine dem »Scheinweg« der Schönheit verpflichtete Dichtung. Die »Äneis«, sein Hauptwerk, zu verbrennen ist seine zwischen Fieberfantasien geäußerte Absicht. Im Gespräch mit den Freunden Plotius Tucca, Lucius Varius und Cäsar (Erde – Die Erwartung) erkennt Vergil, obwohl nicht von der religiös-moralischen Sendung seines Werks überzeugt, die das Ethische begründende »Erkenntnistat« des Dichtens an und überlässt seine Schriften der Nachwelt.
Der letzte Teil (Äther – die Heimkehr) zeigt einen dem Tod zustrebenden Dichter: Vor dem beobachtenden »Auge« kehrt die Schöpfung an ihren Ursprung zurück, mischt sich Wirkliches mit Mythologischem, Sinnbildern und Assoziationen, die von der Erinnerung an die einstige Geliebte Plotia beeinflusst sind.
Aufbau: 18 Stunden umfasst das von Erinnerungsbildern und aktuellen Eindrücken überlagerte Geschehen, das in Form des inneren Monologs erzählt wird. Broch spielt dabei mit Genres und Gattungen, baut Lyrik, Dialoge und philosophische Essays in den oft hymnischen Vortrag Vergils ein, der sowohl sprachlich wie gedanklich eine Grenzerfahrung bedeutet. Der Tod ist die äußerste Lebenssituation, von der aus die Rolle des Künstlers als eines »falschen Heilbringers« kritisiert und in Bezug zur dekadenten und von Verlust bedrohten Zivilisation gesetzt wird. Die von zahlreichen Zitaten und Anspielungen geprägte und unter Einfluss sowohl antiker wie neuzeitlicher Autoren – u. a. Sigmund R Freud, Georg F. W. R Hegel, James R Joyce, Carl Gustav R Jung, Franz R Kafka, Thomas R Mann – entstandene Dichtung vom Ende der Dichtung erzeugt einen Schwebezustand zwischen Traum und Realität, den Vergil bei seiner doppelten Rückkehr in die Heimat und das Jenseits erlebt. Die in den Kapitelüberschriften genannten Elemente deuten auf einen geschlossenen Kreislauf, dem das Leben nicht weniger als die Kunst – auch in der Darstellung ihrer Grenzen – verpflichtet bleibt.
Wirkung: Der unter den Eindrücken des universalen Wertverlusts während der Naziherrschaft entstandene Roman weist auf die in der Literatur der Nachkriegszeit diskutierte Funktion einer notwendigen neuen Ethik voraus. Der Dichtung stehe es dabei zu, nach dem Ende einer absoluten Wahrheit auch irrationale Elemente formal zu binden. Mit den Mitteln der Sprache den Bereich des Schweigens, den »Sekundenabgrund zwischen den Worten« auszuloten, ist das Ziel zahlreicher Autoren in der Folge Brochs. C. Z.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Hermann Broch wuchs in Wien auf, leitete zwanzig Jahre lang die Textilfabrik seiner Familie, begann 1927 mit dem Leben als freier Schriftsteller, musste als Jude nach dem 'Anschluss' von 1938 aus Österreich fliehen. Er emigrierte im gleichen Jahr in die USA, wo er anfänglich in New York lebte. 1942 wurde Princeton, New Jersey, sein fester Wohnsitz. 1949 siedelte er über nach New Haven, Connecticut, wo er Kontakte zur Fakultät der Yale University hatte; im dortigen German Department wurde er Lektor ehrenhalber. 1951 erlag er einem Herzschlag.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Christoph Schmitz am 18. November 2003
Format: Taschenbuch
Dieses Werk eine Romandichtubg zu nennen, beschreibt Inhalt und Form eigentlich sehr gut. Denn anders als herkömmliche Romane ist dieser wirklich verdichtwet.
Der Inhalt ist relativ einfach: Geschildert werden die letzten Stunden im Leben des Vergils, der Kaiser Augustus zur Geburtstagsfeier in dessen Heimatort begleitet. Dort liegt er in seinem Zimmer und wird von Visionen und Ängsten geplagt, die ihn zu der Überzeugung bringen, die Aeneis nicht zu vollenden, sondern zu verbrennen, da er für die Kunst keine Daseinsberechtigung mehr sieht. Diese Auffassung übersteht das Gespräch mit seinen besten Freunden, nicht jedoch jenes mit Augustus, seinem größten Gönner. Am Ende schlummert Vergil in seinen Tod und begibt sich auf eine Reise in ein traum-haft geschildertes Jenseits.
Innerhalb dieses Handlungsrahmens verfolgt der Leser die Gedanken, Gefühle und Halluzinationen des Dichters in seinem Todesfieber. Dabei arbeitet Broch einen Sprachfluss heraus, der seinesgleichen sucht. In zahlreichen Wiederhohlungen, antithetischen Partizipkonstruktionen und unendlich langen Sätzen bildet sich ein Bewusstseinsstrom heraus, den der Leser nicht immer wirklich verfolgen, aber umso mehr in ihn eintauchen kann; die überaus intime Begegnung mit einem Sterbenden ist eine fesselnde Stärke des Buches.
Auch thematisch weiß es zu überzeugen: Die Diskussion Vergils, er müsse sein Werk verbrennen, fußt auf einer Begegnung mit den ärmsten Menschen in der Stadt, die ihn verfluchen, den todkranken Krüppel in seiner goldenen Sänfte. So erhält auch eine sozialkritische Komponente Einzug und wird sehr persönlich behandelt.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Novalisleser am 19. Oktober 2009
Format: Taschenbuch
Brochs "Tod des Vergil" ist ein Klassiker und steht schon jenseits der Kritik. Der Leser findet Inhaltsangaben und Werkanalysen zum Buch, auch im Internet und auch bei "amazon". Den Leser der zu dem Buch greift wird ein sprachgewaltiger Dichter in seinen Bann ziehen. Der Leser wird eine Reise durch die Träume, Halluzinationen und Visionen des sterbenden Dichters Vergil machen. Brochs Roman beginnt mit einem Dantezitat. In der "Göttlichen Komödie" führt Vergil im Jenseits den Dichter Dante durch die Welt des 13. Jahrhunderts in Begegnungen mit Menschen dieser Zeit. Broch nimmt in seinem "Tod des Vergil" den Leser an der Hand und führt ihn in Vergils Visionen durch Sphären des Himmels und der Erde. Broch lässt den todkranken Vergil eine überströmende Bilderflut herauf beschwören und breitet sie vor dem Leser aus. Das Geschehen kreist um Vergils Wunsch, sein Hauptwerk die "Äneis" zu vernichten und die Bemühungen seiner Freunde und des Kaisers ihn daran zu hindern. Dem Leser sind mehrere Deutungen von Vergils Wunsch möglich:

- Vordergründig ist es die schöpferische Unzufriedenheit Vergils. Sie treibt ihn um, sein vermeintlich unvollkommenen Werk zu zerstören.
- Das Leiden von Broch, Dante und Vergil an ihrer Zeit. Den quälenden Zweifeln Dantes an einer irdischen Welt, in der das Inhumane und Verderbte lebt, wächst in der "Göttlichen Komödie" eine vollkommene göttliche Welt entgegen, die der Dichter schauen darf. Auch Broch kannte diese Zweifel an seiner Zeit. Der 1938 emigrierte Dichter Broch unterzieht in dieser Zeit, in der scheinbar das Inhumane triumphiert hatte, sein schriftstellerisches Werk einer radikalen Kritik.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Opernglas am 22. Mai 2013
Format: Taschenbuch
Immer mal wieder kommt es vor, da greift man zu einem zeitlos-ewigen Roman der Extraklasse. Schon seit Jahren affizierte mich jene Faszination, die von dem Brochschen Titel ausstrahlt: „Der Tod des Vergil“ – eine thanatische Epopöe. Nun endlich gelesen, bin ich einmal mehr in Wonne geraten ob dieser opalen Erzählung, die sich für mich in die olympische Reihe der Großliteratur des 20. Jahrhunderts einreiht.

Mit großer Begeisterung las ich diesen lyrisch angelegten Roman. Mit der Ankunft in Brundisium verfolgen wir den leisen aber steten Übergang des Vergilius vom Leben in den Tod. Der große Konflikt ist Vergils plötzlicher Entscheid die Äneide – wohl eines der gewaltigsten Großepen nach Homer – zu vernichten. Erst das Gespräch mit dem Cäsar Augustus führt ihn wieder zu der Besinnung, dass er das Meisterwerk für die Nachwelt zu erretten hat!

Der Roman ist aus zweierlei Gründen ein literarisches Kunstwerk par excellence. Zum einen ist seine Form vergleichbar mit einem Bewusstseinsstrom in der dritten Person Singular. Broch begründet diese eigentlich nicht ganz zulässige Form damit, dass das Ego schwerlich seine Träume, Halluzinationen und thanatischen Bilder in jenem „Zustand“ des Hinübergleitens so denken und vor allem sprachlich artikuliert so fühlen kann. Das emotiv-virtuelle Element wird vermöge des prosaischen Lyrismus perfekt in den Text gewebt. Die tranceartigen Phasen werden vor allem durch repetitive und pleonastische Epitheta in syntaktische Längen geworfen, dass beim Leser ein ähnliches Gefühl des Sichverlierens einstellt und dass die Wirklichkeit allmählich loslässt – genial!
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