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Der Verdacht [Taschenbuch]

Friedrich Dürrenmatt
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (41 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. September 2004
Während eines Krankenhausaufenthaltes schöpft Kommisar Bärlach von der Berner Kantonspolizei den Verdacht, daß ein angesehener Züricher Arzt eine berüchtigte Rolle während des 3. Reichs gespielt hat. Vom Krankenbett aus verfolgt er unbeirrbar die Spur seiner Vermutungen.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 128 Seiten
  • Verlag: Diogenes Verlag; Auflage: 25., Aufl. (1. September 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257214367
  • ISBN-13: 978-3257214369
  • Größe und/oder Gewicht: 11,6 x 1,2 x 18,1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (41 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 8.528 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Daß es sich bei den sogenannten Kriminalromanen um Nebenwerke handle, ist eine Ansicht, hinter der ich die Rache der Germanistik vermute: Dafür, daß Friedrich Dürrenmatt mit vollem Bewußtsein gegen das anschrieb, was (damals) allein als Kunstwerk zugelassen war. Die Kriminalromane sind im Hinblick auf Dürrenmatts Ästhetik geradezu Schlüsselwerke." (Die Weltwoche)

Über den Autor

Friedrich Dürrenmatt wurde 1921 in Konolfingen bei Bern als Sohn eines Pfarrers geboren. Er studierte Philosophie in Bern und Zürich und lebte danach als Schriftsteller in Neuchâtel, wo er 1990 starb. Bekannt wurde er mit seinen Kriminalromanen und Erzählungen "Der Richter und sein Henker", "Der Verdacht", "Die Panne" und "Das Versprechen", weltberühmt mit den Komödien "Der Besuch der alten Dame" und "Die Physiker". Den Abschluß seines umfassenden Werks schuf er mit den "Stoffen", worin er Autobiographisches mit Essayistischem verband.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
33 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viel, viel mehr als ein Krimi ! 18. Oktober 2001
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Wer nur einen trivialen Krimi sucht, um ihn in der U-Bahn zu lesen, sollte besser zu anderen Büchern greifen. Nicht nur, weil sich dieses Buch dafür nicht eignet, sondern weil es schlicht zu schade dafür ist!

"Der Verdacht" ist ein spannendes Buch, das ins Krimi-Genre nicht so recht passt. Anstatt dem Polizisten Bärlach zuzusehen, wie er einen Täter sucht und fasst, sieht der Leser ihn dem Täter hilflos ausgeliefert. Der "alte Kater, der gerne Mäuse frisst", droht in diesem Buch selbst zur Maus zu werden.

Aber Dürrenmatt geht es nicht allein um simple Krimispannung. Er hat in seinen Roman philosophische Fragen verpackt. Insbesondere geht es um die Schwindel erregenden Abgründe des Nihilismus absoluter Freiheit und um die Frage, wo Freiheit enden muss. Dies alles vor dem Hintergrund der Verbrechen der Nazizeit.

Trotz seines Tiefgangs ist das Buch leicht lesbar und überdies sehr spannend. Es ist einfach großartig und für jeden ein Genuss, der mehr erwartet als triviale Zerstreuung. Es ist eines der wenigen Bücher, die ich immer wieder lesen kann.
Trotzdem tut mir jeder leid, der dieses Buch in der Schule lesen "muss". Zum einen ist es viel zu gut, um in einem langweilig-trockenen Schulunterricht eingestaubt zu werden. (Aber das spricht nur gegen den real existierenden Deutschunterricht und bestimmt nicht gegen das Buch !!) Zum anderen ist man dann wahrscheinlich noch zu jung und unreif, um das Buch würdigen zu können.

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26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Buch das jeden weiterbringen kann 27. Juli 2003
Format:Taschenbuch
'Der Verdacht' ist nach 'Der Richter und sein Henker' Dürrenmatts zweites Buch mit Kommissär Bärlach und schließt praktisch an das erste Buch an.
Der Kommissär ist auch in diesem Buch wieder ein genialer Kriminalist, mit viel Erfahrung und Menschenkenntnis und seinem nahezu unerschütterlichen Glauben an Gerechtigkeit - daran ändert auch seine starke Erschöpfung durch eine Magenoperation und der Krebs in seinem Körper nichts.
Bärlachs detektivischer Sinn wird geweckt, als er im Krankenbett in der Zeitschrift 'Life' ein Foto von einem Arzt namens Nehle sieht, der in einem KZ ohne Narkose operiert. Als sein befreundeter Arzt das Foto sieht, erschrickt er, und erklärt, er kenne einen Arzt, der dem in der Zeitschrift sehr gleiche.
Bärlach stellt Nachforschungen an, befragt sogar einen Juden, der Nehle damals im KZ gut kannte. Es scheint zwei Personen zu geben: Emmenberger, der mit Bärlachs Arzt studierte, sich zur Zeit des Fotos wahrscheinlich in Chile aufhielt, schon immer ein genialer Kopf war und nun ein Sanatorium für Reiche in Zürich führt. Und Nehle, der Arzt der im KZ Verbrechen beging und sich nach dem Krieg in Hamburg umbrachte. Einer ist tot, der andere führt dieses Sanatorium. Doch wer tat was? Die beiden sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Und es gibt zahlreiche Indizien dafür, dass die beiden während des Krieges die Rollen tauschten. Hat der Leiter des Sanatoriums im KZ menschenunwürdige Verbrechen begangen?
Hier setzt Bärlach an. Er lässt sich in das Sanatorium einliefern. Dort lernt er nicht nur Emmenberger und dessen Geliebte Dr. Marlok kennen, sondern auch andere Weltanschauungen, die seinen Kampf für Gerechtigkeit und eine bessere Welt in den Schatten stellen.
Dr. Marlok war Kommunistin. Vor den Nazis floh sie in die Sowjetunion, wo sie sicher war, Schutz zu finden und ihren Glauben leben zu können. Als Auswirkung des Hitler-Stalin-Paktes wurde sie von der kommunistischen (!) Sowjetunion ausgeliefert an Deutschland. Ein Verrat, der nahezu allen Glauben an den Kampf gegen das Böse, an die Würde des Menschen und an die Hoffnung auf eine bessere Welt zerstört. Ein kleines bisschen Sinn für Gerechtigkeit blieb ihr noch - sie versucht Emmenbergers Taten zu erklären. Marlok gibt alle Verbrechen, die Bärlach Emmenberger anschuldet, zu. Sie war im KZ dabei, als Kommunistin eingeliefert wurde sie Emmenbergers Geliebte.
Bärlach geht es immer schlechter. Doch erst das Gespräch mit Emmenberger lässt ihn erfahren, was wirkliche Todesangst und Ungewissheit ist.
Emmenberger glaubt einfach, nachvollziehbar und glaubhaft: an Materie. An Atome, die der Zufall lenkt. Es gibt seiner Meinung nach keine Gerechtigkeit, nur Freiheit, die man sich nehmen muss. Er hat Bärlach entlarvt, hat herausgefunden, dass dieser auf der Jagd nach ihm ist. Er wird in töten, mit einer Operation ohne Narkose. In sieben Stunden.
Diese werden die wohl schrecklichsten in Bärlachs Leben. Zweifel, gibt es die Gerechtigkeit wirklich nicht? Für welches Ziel lebt er eigentlich und - ist dieses überhaupt erreichbar?
Das Buch wird zu einem Kampf zwischen zwei Credos. Eine Frage die jeden Menschen betrifft, die jeden beschäftigt. Und eben dazu regt dieses Buch an.
Ein Buch, das jeden weiterbringen kann, in der Suche nach der Wahrheit und dem Sinn des Lebens.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Obwohl dieses Buch viel weniger Handlung als sein Vorgänger "Der Richter und sein Henker" hat, ist es sehr tiefgründig. Dürrenmatt beschränkt sich auf das Wesentliche und somit wird eine allzu verzwickte Handlung eben überflüssig.
Im Nachhinein scheint das Buch im Grunde absurd und doch real, aber das, was Dürrenmatt mit seinen wenigen, gut gewählten Worten beschreibt ist sehr tiefgründig und wichtig. Es ist einmal eine andere Leseerfahrung, für die ich sehr dankbar bin. Das rechtfertigt meiner Meinung nach die 5 Sterne.

Nur Mut!
Wer nur ein bisschen für solch eine Lektüre offen ist, sollte sie lesen und nicht von vornherein vor "gehobener Literatur" zurückschrecken! Es ist wirklich ein tolles Buch und sehr spannend!

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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Wie gewohnt von Dürrenmatt
"Der Verdacht" ist ein sehr gut zu lesendes Buch von Friedrich Dürrenmatt.

Wer denkt: "Mh, ein weiteres Buch, in dem es um Nazis geht.. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Tagen von Max veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Judeus ex machina
Zwanzig Jahre nach dem ersten "Kriminalroman" (siehe Der Richter und sein Henker.) grieft DÜRRENMATT in erneut zur Figur des Berner Polizei-Kommissärs Bärlach. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Aldo Matteucci veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen ein gutes, ein wichtiges Buch
'Der Verdacht' von Friedrich Dürrenmatt
Wenn man um die Jahreswende in der Zeitung eine Nachricht liest, daß der früherer Dekan und Psychotherapeut... Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Julian Bielicki veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen jo
jo ist nicht schlecht das Buch, im Stil Dürrenmatts geschrieben. Wer Ihn mag wird das Buch lieben. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Mai 2011 von Sarah G
4.0 von 5 Sternen 'Nichts sei so schwer zu ertränken wie ein Verdacht, weil nichts...
Inhalt:
November 1948: Der todkranke Kommissär Bärlach befindet sich im Berner Spital und blättert in einem Life-Magazin. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. März 2011 von sabatayn76
5.0 von 5 Sternen Ein Funken Spannung fehlt aber ansonsten absolut Top
Für einen Kriminalroman sehr hohes Niveau, besonders im philosophischen Bereich.
Dies gibt den Roman die eigentliche Spannung. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Juli 2010 von Power Paule
5.0 von 5 Sternen Die Sinnfrage
Kommissar Baerlach ist dem Tod geweiht, sein Magenkrebs nicht mehr aufhaltbar. In dieser Situation, in der er noch 1 Jahr zu leben hat und eigentlich anderen Dingen froenen sollte,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Mai 2010 von faustino888
5.0 von 5 Sternen Dürrenmatt, Der Verdacht
Ich bin begeistert über den Sprecher Hans Korte. Man empfindet die Lesung wie ein Hörspiel. Sehr spannend.
Veröffentlicht am 15. Februar 2010 von Elisabeth Rex
5.0 von 5 Sternen Erinnerung aus alten Schultagen
Vor kurzem ist mir eine Idee gekommen, Bücher, die ich früher in der Schule lesen musste, noch einmal zu lesen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Januar 2010 von SE78
4.0 von 5 Sternen "Zeigen Sie mir Ihren Glauben!"
Ende 1948. Der schwer an Krebs erkrankte Kommissär Bärlach, der krankheitsbedingt aus dem Polizeidienst ausscheidet, schöpft Verdacht, als sein Freund und... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. April 2009 von film-o-meter
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