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Der Untertan

Werner Peters , Renate Fischer , Wolfgang Staudte    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Werner Peters, Renate Fischer, Sabine Thalbach
  • Regisseur(e): Wolfgang Staudte
  • Komponist: Horst Hans Sieber
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0)
  • Region: Alle Regionen
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Icestorm Entertainment GmbH
  • Erscheinungstermin: 24. September 2002
  • Produktionsjahr: 1951
  • Spieldauer: 104 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00006FMFL
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 16.199 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

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Bis heute ist die Geschichte des Emporkömmlings Diederich Heßling das wohl erfolgreichste Buch Heinrich Manns. Die ungeheure Popularität der Satire wurde durch die Verfilmung von Wolfgang Staudte mit Werner Peters in der Hauptrolle noch befördert, wie zuvor schon der Professor Unrat durch die Sternberg-Verfilmung Der blaue Engel. Heinrich Mann hat im Untertan pointiert und bissig seiner Abneigung gegen die deutsche Kaiserzeit Ausdruck verliehen und damit seinen Ruf als gesellschaftskritischer Schriftsteller begründet.

Der Untertan in Film und Buch ist der Prototyp des deutschen Bürgers um die Jahrhundertwende. Heinrich Mann beschreibt ihn als "Chauvinisten ohne Mitverantwortung", "Machtanbeter" und "Autoritätsgläubigen wider besseres Wissen". Nach oben buckeln und nach unten treten, lautet die Maxime des Kriechers Heßling -- Opportunismus als Erfolgsprinzip. Auf Reisen in Italien, sieht der Geschäftsmann endlich die Chance gekommen, seinem Herrn und Gebieter Wilhelm II. einen Dienst zu erweisen. Er soll eine Festrede halten; bei einem Gewitter jedoch löst sich alle Ordnung auf -- eine satirische Apokalypse nimmt die Selbstzerstörung des selbstherrlichen Wilhelminismus voraus.

Regisseur Wolfgang Staudte demonstrierte mit seiner Verfilmung die innere Bereitschaft "gewisser Deutscher" um 1900, die über zwei Weltkriege hinweg 1945 zum Zusammenbruch des Landes führte. Für ihn ist Heßling ein Sinnbild des nationalsozialistischen Untertan. Im großen Kehraus der Schlussszene gibt er ihn der Lächerlichkeit preis. Auch formal machte sich Staudte dem geforderten "sozialistischen Realismus" der DEFA-Filme nicht untertan: Statt sich der Einheits-Optik der 1951 stramm propagandistisch arbeitenden Filmfirma zu fügen, setzte er auf Expressivität und experimentelle Montage. Noch heute ein Erlebnis! --Carola Feddersen

Produktbeschreibungen

Erzählt wird die Lebensgeschichte des perfekten Untertanen Diederich Heßling (Werner Peters), der als Sohn eines Fabrikanten in einer Kleinstadt mittels Großbürgertum, Kaisertreuen und Prügelstrafe zu einem Mann erzogen wird, der nach oben buckelt und nach unten Tritt. Nach Schule, Studentum und militärischem Drill wird er zum despotischen Führer der familieneigenen Fabrik. Patriotisch bis ins letzte Glied, geht er in die Politik und fährt während seiner Urlaubsreise sogar zum im Ausland weilenden Kaiser. Doch Militarismus und Obrigkeitsgläubigkeit haben für ein Volk

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
30 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Staudtes Geniestreich mit erbärmlichen Zusatzmaterialien 28. September 2003
Von eophone TOP 500 REZENSENT
Format:DVD
Wolfgang Staudte war einer der renommiertesten deutschen Regisseure der Nachkriegszeit. Zu seinen gelungendsten Filmen gehört zweifellos "Der Untertan", die geradezu bahnbrechende Verfilmung des gleichnamigen Romans von Heinrich Mann.

Zunächst zu den Extras dieser DVD: Die Bio- und Filmographien über Staudte und Werner Peters, der mit der Darstellung des Dietrich Heßling sein Meisterstück ablieferte, sind arg lückenhaft und oberflächlich. Das knapp fünfzehnmütige Interview eines Historikers über die geschichtlichen Hintergründe wirkt inhaltlich ziemlich improvisiert und glänzt auch äußerlich mit schlechter Ton- und Bildqualität (Badezimmer-Sound vor holpriger Kulisse). Interessanter wäre wohl eine filmhistorische Betrachtung gewesen; die findet aber leider gar nicht statt. Dann sind da noch drei Wochenschauberichte ("Der Augenzeuge") zu Staudte-Filmen aus den Jahren 1943 ("Die Mörder sind unter uns"), 1951 ("Der Untertan") und 1953 ("Die Geschichte vom kleinen Muck") zu sehen. Zufälligerweise sind diese drei Streifen beim gleichen Verlag auf DVD erschienen, ansonsten aber durchaus interessant.

Für diese qualitativ insgesamt magere Zusatzausstattung gibt es einen Punkt Abzug. Es wäre ehrlicher und billiger gewesen, auf einige Pseudoextras zu verzichten und stattdessen den Preis der DVD abzurunden. Denn der Film selbst - das ist natürlich die Hauptsache! - wird in wohl bestmöglicher Bild- und Tonqualität angeboten. Er hätte den Alibi-Bonus gar nicht nötig gehabt. Ein glattes, sauberes Schwarzweißbild mit guten Kontrastabstufungen und ein hinreichend klarer, verständlicher Ton machen den Film zu einem Genuß. Die TV-Ausstrahlungen sind nach meiner Erinnerung von deutlich schlechterer Qualität.

Dieser Film wird auch nach fünfmaligem Ansehen nicht langweilig. Die filmische und dialogtechnische Detailtreue liefert dem Zuschauer immer wieder neue Denkanstöße und Entdeckungen. Leisten Sie sich den perfekten und stets humorvollen Einblick in das wilhelminische Deutschland um 1900, dem der Erste Weltkrieg dann ein jähes Ende setzte.

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "... der Umsturz..." 7. Februar 2009
Format:DVD
Der Untertan

Der Film "Der Untertan" nach dem gleichnamigen Roman ist eine kritische Betrachtung der Kaiserzeit.

Die Geschichte erzählt die Studienzeit des Antihelden D. Hessling, der sich in Berlin dem Corps Neu-Teutonia anschliesst um seine gesellschaftliche Stellung zu sichern und um sich in der Geborgenheit einer Befehlstruktur zu wissen. Mit der Person D. Hessling rechnet der Autor auf spitze und ironische Weise mit seinem Bruder ab, der selsbt einst Corpsstuden war.

Anschliessend wird auch der berufliche Werdegang von D. Hessling dargestellt, der sich selbst den aristokratischen Strukturen bedingungslos unterordnet und als Opportunist versucht seine persönlichen Ziele zu erreichen ohne Rücksicht auf seine Mitmenschen.

Der Film behandelt alle Stereotypen der wilheminischen Zeit und stellt sie bloß. Ein grandioser Film mit vielen Szenen zum Nachdenk und ebenso vielen zum Schmunzeln. Er ist daher gut geeignet für Zuschauer, die geren einen kritischn Blick auf Sich und die Gesellschaft werfen und einen sarkastischen Humor zu schätzen wissen.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von rehol
Format:DVD
Wir *mußten* das gleichnamige Buch damals in der Schule lesen und immer wenn man etwas *muß*, dann ist dies oft - na ja...

Dann aber sah ich den Film dazu, damals noch im Fernsehen und ich war wirklich sehr angenehm überrascht. Die Schauspieler sind ganz große Klasse (sicher manches ist etwas überzeichnet) aber die Grundaussage wird (jedenfalls meiner ganz persönlichen Meinung nach) hier ausnahmsweise mal im FILM und nicht so sehr im Buch besser rübergebracht.

Der Film ist alt, das Buch ist noch älter, was also hat beides mit unserer heutigen Zeit zu tun?

Nun, man braucht sich z.B. nur mal in der Firma oder auch im Bekanntenkreis umzusehen und man wird dort ohne jeden Zweifel (mindestens) einen Diederich Heßling finden. :-)

Diese "Radfahrer", die immer nur nach oben buckeln und nach unten treten, die gab es schon immer und gibt es auch heute zuhauf.

Und gerade solche superangepaßten (und oft genug super- scheinheiligen) Karrieristen, ohne Moral und ohne Rücksicht auf irgendwas, diese "zahlenorientierten" aber moralisch verkrüppelten Gestalten - das sind die Menschen, die eine Gesellschaft nicht nur einmal gründlich ins Verderben geführt haben.

Sie sind zwar keinesfalls ein deutsches Phänomen, nur ist dies letztlich eben auch kein Trost. - Ich glaube, viele von denen erkennen sich im Film wieder, weshalb die doch sehr gemischte Punktevergabe für mich persönlich auch keine Überraschung ist.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen sehr gut
Das ist aus unserer Sicht Super zu zu empfehlende Kult Geschichte ,die uns auch heute noch viel Spaß bereiten können & nicht nur uns!!!
Vor 1 Monat von christina veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Noch ein Hinweis
Noch ein Hinweis: Dieser Film wurde bei Erscheinen im SPIEGEL verrissen und war in der BRD bis 1956 verboten! Danach durfte er nur gekürzt erscheinen. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Wolfgang V. Lüttichau veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Schlechte Verfilmung eines guten Romans!
Wir mussten den Film damals im Geschichtsunterricht in der 9. Klasse (viel zu früh!) sehen. Und um ganz ehrlich zu sein: Niemandem hat dieser Film damals gefallen! Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von Ingmar veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Gelungene Buchverfilmung mit manipulativem Anspruch
In der hervorragend besetzten Verfilmung von Heinrich Manns gesellschaftskritischen Roman wird nicht nur die wilhelmische Zeit aufgespießt, sondern der typische... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Februar 2011 von Roland Compte
5.0 von 5 Sternen Genial
Eine tolle Verfilmung eines tollen Buches.
Auch wenn sich Heinrich Manns Roman sehr trocken liest steckt sehr viel dahinter, was man an diesem sehr gut gemachten Film erkennen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Dezember 2010 von B. Kuhn
5.0 von 5 Sternen Filmische Meisterleistung
Einfach genial; sowohl die schauspielerische, als auch die dramaturgische Darstellung in diesem Film. Ein zeitloses Thema, aktueller denn je !
Veröffentlicht am 23. März 2010 von Manfred Streich
5.0 von 5 Sternen DVD Der Untertan
Die DVD Der Untertan, eine überarbeitete Fassung der Version von 1951 in s/w ist eine wirklich gute Verfilmung des Romans von Heinrich Mann. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. März 2010 von M. Jacobi
2.0 von 5 Sternen schlechter film
Der Film ist einfach nur schlecht. Ich hatte teilweise Probleme den Film zu folgen,
obwohl ich das Buch gelesen habe. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Januar 2010 von wattrodt
3.0 von 5 Sternen Leider ohne Untertitel
Bei alten Filmen ist der Ton nicht immer gut erhalten und ein Untertitel wäre hilfreich gewesen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Oktober 2009 von Jean
5.0 von 5 Sternen Der Untertan als Abiturvorbereitung
Der Untertan;Ein klassisches Werk, es zeichnet sich durch einen realen,leicht überhöhten mit Zynismus gewürzten Blick auf das wilhelminische Deutschland aus. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. August 2009 von Joachim Antemann
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