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Der Untertan: Roman Gebundene Ausgabe – Januar 2006


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
  • Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 1., Aufl. (Januar 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596169763
  • ISBN-13: 978-3596169764
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 13 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (170 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 539.996 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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"Hurraahhhh!!! Da kommt der Kaiser!!!" Diederich Heßling, ein ewig deutsches Thema. Kurt Tucholsky brachte es wie immer auf den Punkt, als er Heinrich Manns Roman über den Aufstieg eines Erzopportunisten als "Herbarium des deutschen Mannes" bezeichnete. "Hier ist er ganz -- in seiner Religiosität, seiner Erfolgsanbeterei und namenlosen Zivilfeigheit".

Der Untertan, die Geschichte Diederich Heßlings, in jungen Jahren von einem drakonisch strafenden Vater und einer saumseligen Mutter großgezogen, anschließend weiter zurechtgeschliffen im Schul- und Militärdrill der wilhelminischen Ära, gerät bei Heinrich Mann zum Fallbeispiel deutscher Katzbuckelei und Tyrannenmentalität, die sich Macht und Gewaltstrukturen unterwirft, um letztlich an ihnen teilhaben zu dürfen. Heßling, vordergründig als Aufsteiger gefeiert, übernimmt die väterliche Papierfabrik und wird zum mächtigsten Bürger der fiktiven Kleinstadt Netzig. In seiner Mimikri geht er dabei soweit, neben der chauvinistischen Phrasendrescherei der Deutschnationalen auch noch das äußere Erscheinungsbild des Kaisers zu imitieren. Eine "Bilderbuchkarriere", wie sie nur durch "ein Sinken der Menschenwürde unter jedes bekannte Maß" zustande kommen konnte, wie Heinrich Mann in einem Brief von 1906 festhielt.

Verkörperte in einem der gelungensten deutschen Spielfilme der Nachkriegszeit noch der grandiose Werner Peters den ölig-feisten Heßling, so übernimmt in dieser Hörspielfassung von 1971 Heinz Drache den Part. Zusammen mit ihm ist eine halbe Hundertschaft der gesamten damaligen deutschen Schauspielerelite angetreten -- Namen wie E.O. Fürbringer, Karl Lieffen, Hans Caninenberg, Hans Quest oder Lore Lorentz bürgen für die absolute Qualität dieses fast sechsstündigen Lesemarathons.

Ein hochpolitisches, hochmoralisches Lehrstück und -- beinahe ein Jahrhundert nach seinem Erscheinen -- noch immer hochgültig. Spieldauer ca. 350 min., 5 CDs. --Ravi Unger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Dieses Buch Heinrich Manns ist das Herbarium des deutschen Mannes. Hier ist er ganz: in seiner Sucht zu befehlen und zu gehorchen, in seiner Rohheit und in seiner Religiosität, in seiner Erfolgsanbeterei und seiner namenlosen Zivilfeigheit." (Kurt Tucholsky, 1919)


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 23. März 2001
Format: Audio CD
Dem aufmerksamen Hörer fällt natürlich auf, daß die Inszenierung des WDR inzwischen dreißig Jahre alt ist. Besonders bemerkt man dies beim "Klangteppich". Ludwig Kremer, der Regisseur, setzt die Hintergrundgeräusche sehr behutsam und feinfühlig ein, so daß es sich manchmal fast wie eine Lesung mit verteilten Rollen anhört. Dies ist in diesem Fall aber kein Nachteil, denn der Hörer kann sich voll auf die Dialoge konzentrieren und wird nicht durch den sogenannten "Dolby-Sourround-Effekt" von der anspruchsvollen Handlung abgelenkt. Hier wird deutlich, daß weniger oftmals mehr ist.
Als Erzähler führen Walter A. Schwarz und Heiner Schmidt durch die Handlung; die Rolle von Diederich Heßling spricht Heinz Drache, der allen durch die "Edgar-Wallace-Filme" bekannt ist, großartig. Auch die weiteren über 50 Sprecher (u.a. Walter Jokisch, Gisela Zoch, Gerd Baltus, Ernst Fritz Fürbringer, Horst-Michael Neutze, Karl Lieffen, Hans Caninenberg, Matthias Ponnier und Irmgard Först) sind hervorragend.
Die Figuren - allen voran Diederich Heßling - werden so lebendig, daß man glaubt seine Lehrer und Vorgesetzen - und manchmal, leider, auch seine Freunde und sich selbst - zu erkennen. Dadurch wird deutlich, daß der Roman von Heinrich Mann immer noch zeitgemäß und keineswegs "verstaubt" ist.
Dem Hör Verlag kann man zu dieser Produktion gratulieren. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt und die CD-Version ist nicht mehr teuerer als die auf Kassette.
Es wäre wünschenswert, wenn der Hör Verlag weitere ältere Hörspiele aus dem Fundus der Rundfunkanstalten veröffentlichen würde - aber bitte als CD. Ich denke dabei z.B. an "Des Teufels General".
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27 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 2. August 1999
Format: Taschenbuch
Thomas Manns Erzählung gründet sich in Hauptzügen auf den mittelalterlichen Epos „Gregorius der gute Sünder" geschrieben von Hartmann von der Aue. Beide sind sich sehr ähnlich, was für eine Adaptation eines Legendenstoffs, wie es „Gregorius der gute Sünder" ist durchaus im Bereich des Erlaubten ist. Nichts dagegen zu sagen. Ist das Original aber noch in Reimform und Mittelhochdeutscher Sprache geschrieben, so bezieht sich Thomas Mann doch auf das, was er am besten kann - Prosa. Und die ist im gelungen. Der Text liest sich ungemein gut und, er ist, trotz des heiklen Themas, Inzest nämlich, nicht unkomisch. Genaugenommen finden sich einige für den Leser im ersten Moment groteske Formulierungen und Situationen, die sich im Nachhinein aber doch selbst erklären. Zum ersten Mal kam Thomas Mann mit der Gregorius Legende im Wintersemester des Jahres 1894 / 95 in Kontakt und diese Geschichte um den „christlichen Ödipus" mit der „Kraft der Reue zur Vergebung jeglicher Sünde" lies ihn nicht mehr los. Gregorius ist das Kind einer freiwillig unfreiwilligen Liaison eines Bruders mit dessen Schwester. Da das Kind nicht bekannt werden darf, wird es auf das Meer ausgesetzt, wo es von Fischern geborgen wird, in einem Kloster aufwächst, um im Erwachsenenalter in seine Heimatstadt zurückzukehren, ohne es zu wissen seine Mutter ehelicht. Das Vergehen wird entdeckt und Gregorius beschließt seine Sünde zu büßen, indem er auf einem Stein im Meer leben will. Schlußendlich wird er aber doch zum Papst gekrönt, warum, das lese möglichst jeder selbst, es lohnt sich tatsächlich. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 7. Januar 2000
Format: Gebundene Ausgabe
„Diederich Heßling war ein weiches Kind, das am liebsten träumte, sich vor allem fürchtete und viel an den Ohren litt." So fängt die Lebensgeschichte des Diederich Heßling an und man ahnt schon beim ersten Satz, dass dieses kein gutes Ende haben wird. Sein Leben wird von Anfang bis Ende beschrieben und man sieht, wie sich die Hauptperson entwickelt, wie sie sich zu einem Untertan entwickelt, dessen höchstes Erlebnis es sein wird, den Kaiser aus der Nähe gesehen zu haben. Andere Werte, wie jedoch Liebe und menschliche Gerechtigkeit bzw. menschliches Mitgefühl sind ihm leider jedoch eher fremd. Das Buch schreib einerseits eine spannende Geschichte, andererseits beschreibt es aber sehr gut das deutsche Gedankengut von damals (und sicher auch teilweise von heute), ausgedrückt durch die soziale Unterdrückung, deutsche Burschenschaften, das Militär, die Autoritätenverehrung usw. Eins meiner Lieblingsbücher. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Thomas Muehlfellner am 30. April 2005
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Über die Haupterzählung dieses Bandes, "Der Tod in Venedig", ist von meinen Vorrezensenten schon viel geschrieben worden; ausreichend, um sich ein gutes Bild dieses Meisterwerks der Jahrhundertwende zu machen.
Allerdings beinhaltet dieses Buch auch andere Erzählungen, auf die ich kurz eingehen möchte, da sie in den vorigen Rezensionen zu kurz gekommen sind.
"Tristan" ist ein Frühwerk von Thomas Mann. Seine Leser werden den Schauplatz wiedererkennen, ein Sanatorium in den Schweizer Alpen. Der Protagonist: Ein Möchtegern-Schriftsteller, ein Einzelgänger und schwieriger Mensch. Die Frau eines Großkaufmanns taucht auf und die Szene für ein sehr problematisches, platonisches Liebesverhältnis ist gesetzt. Sehr gut zu lesen und mit der für Mann typische klare Psychologie ausgestattet.
Danach kommt meine Lieblingsgeschichte, "Die vertauschten Köpfe". Diese Erzählung ist in der indischen Märchenwelt angesiedelt, voller Wunder und farbenprächtig erzählt. Man könnte meinen, dass ein Inder diese Geschichte erzählt hätte. Eine ergreifende Handlung, wunderschön geschrieben und sehr weise. Eines der Spätwerke von Mann.
Dann geht es weiter mit einer sehr kurzen Erzählung, "Gladius Dei", in der es um die Unantastbarkeit der Heiligen Jungfrau Maria geht und um die Entfremdung von Religion und Heiligtum in der modernen Welt. Das Thema ist auch heute noch (mehr denn je) aktuell, allerdings habe ich mich mit dieser kleinen Geschichte nicht so richtig anfreunden können, da Mann hier zu sehr moralisierend den Finger hebt.
Anders sieht es wieder mit der kurzen Erzählung "Schwere Stunde" aus, eigentlich nichts mehr als eine Momentaufnahme im Schaffensprozess von Schiller.
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