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Der Untertan: Roman (Fischer Taschenbibliothek) Taschenbuch – 15. Mai 2012

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 640 Seiten
  • Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 1 (15. Mai 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 359651231X
  • ISBN-13: 978-3596512317
  • Größe und/oder Gewicht: 9,5 x 2,8 x 14,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 242.176 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Heinrich Mann, 1871 in Lübeck geboren, begann nach dem Abgang vom Gymnasium eine Buchhhandelslehre, 1891/92 volontierte er im S. Fischer Verlag. Heinrich Mann hat Romane, Erzählungen, Essays und Schauspiele geschrieben. 1933 emigrierte er nach Frankreich, später in die USA. 1949 nahm er die Berufung zum Präsidenten der neu gegründeten Akademie der Künste in Ost-Berlin an, starb aber 1950 noch in Santa Monica/Kalifornien.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ralf Raths am 12. Mai 2015
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Wenn man Klassiker ersten Ranges anfasst, erlebt man im Regelfall entweder eine Enttäuschung (denn auch solides Mittelmaß enttäuscht, wenn die Voschusslorbeeren zahlreich waren), oder aber einen wundervollen Lesegenuss.

„Der Untertan“ fällt für mich in die zweite Kategorie. Ein großartiges Buch. Mann stellt bestimmte Teile der kaiserlichen Gesellschaft so prägnant, so packend, so saftig dar, dass es die reine Freude ist, mit den Honoratioren im Ratskeller zu sitzen und zu streiten. Die DDR-Kritik, dass die Arbeiterschaft nur als kursorisch skizzierte Deko vorkommt, ist korrekt – aber kein Beinbruch. Mann hat beschrieben, was er gut beschreiben konnte, und das hat dem Werk gut getan.

Neben der Unterhaltung der eigentlichen Geschichte ist es für den Nachgeborenen beinahe schon gruselig zu sehen, wie präzise Mann viele Mechanismen, Werte und Ansichten des Nationalsozialismus vorweggenommen hat, indem er die Werte des Kaiserreiches bis zur Satire destilliert hat. Das führt dazu, dass man die Kontinuitäten zwischen beiden Systemen geherrscht haben, en passant und gleichzeitig sehr eindrücklich vermittelt bekommt. „Der Untertan“ ist damit die perfekte Vertiefung, wenn man bspw. gerade Evans Band über den Aufstieg des Nationalsozialismus gelesen hat. Evans liefert das Gerippe, Mann das Fleisch.

Die charakterlichen Verrenkungen, die Nationalismus und Obrigkeitswahn erfordern und bedingen, sind ebenso nachvollziehbar wie bestürzend, und müssen jeden modernen Menschen in Zeiten von PEGIDA und Partypatriotismus nachdenklich werden lassen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Kalamaria TOP 500 REZENSENT am 5. April 2014
Format: Taschenbuch
“Diederich Heßling war ein weiches Kind, das am liebsten träumte, sich vor allem fürchtete und viel an den Ohren litt.” So beginnt Heinrich Manns "Untertan" und der Leser kann sich schnell überzeugen, dass der Protagonist alles tut, um für seine Außenwelt nicht mehr weich zu sein: er buckelt nach oben, tritt nach unten und tut all denen weh, die es wagen, ihm ihre Gefühle zu offenbaren.

"Der Untertan" ist kein einfaches Buch, es ist ein Angriff auf vieles, das man im Alltag oft gern lieber verdrängen würde: ein Buch, das wie eine bittere Pille geschluckt werden muss, denn es steht wenig Schönes, dafür aber viel Wahres drin. Diederich Heßling ist ein wahres Ekel, leider ein zeitloses. Heinrich Mann verankert ihn im späten deutschen Kaiserreich, doch: Achtung Leute, Diederich Heßlings gibt es auch in Eurem Umfeld noch und nöcher - Menschen, die nach oben buckeln und nach unten treten.

Für mich war es eine Qual, dieses Buch zu lesen und stellenweise wußte ich nicht, ob ich es weiter schaffe! Das hat nichts damit zu tun, dass ich die schriftstellerische Leistung von Heinrich Mann nicht anerkenne, im Gegenteil! Ihm gelingt es so treffend, diesen Widerling Diederich Heßling in all seinen Facetten zu schildern, dass es in mir körperliche Abscheu hervorruft, ich habe es einfach nicht ertragen, mehr über dieses Scheusal zu erfahren - und es wurde jedes Mal tatsächlich noch viel, viel schlimmer.

Keine Frage, ein Buch für die Ewigkeit. Ob ich es jedem empfehle? Nein, ganz sicher nicht, zumindest nicht in jeder Lebenssituation, denn "Der Untertan" ist ein Buch, das gleichsam körperliche Schmerzen verursacht.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Peter Knieper am 5. September 2013
Format: Kindle Edition Verifizierter Kauf
Hervorragende Satire aus den frühen Jahren Kaiser Wilhelms II. Die Beschreibung der deutschen Mentalität, die schliesslich zur Katastrophe des 3. Reichs geführt hat, ist leider in vielerlei Hinsicht auch heute noch aktuell.
Flüssig geschrieben, liest sich spannend, exzellente Literatur. Empfehlenswert!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Annaeus de Vries am 22. Dezember 2013
Format: Kindle Edition Verifizierter Kauf
Das sehr gut geschriebene Buch versetzt uns in eine totalitäre zu deutsche Zeit zurück. Alles ist Bigotterie. Aber auf jeden Fall zu empfehlen.
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