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Der Untergeher
 
 

Der Untergeher [Kindle Edition]

Thomas Bernhard
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der Erzähler in dem zuerst 1983 publizierten Werk wohnt in Madrid und schreibt eine Arbeit über den kanadischen Pianisten Glenn Gould, »den wichtigsten Klaviervirtuosen des Jahrhunderts«, der, auf dem Gipfel seiner Kunst, aufhörte zu spielen. In Madrid erreicht den Erzähler ein Telegramm, das das Begräbnis seines Freundes Wertheimer anzeigt, der sich umgebracht hat. Die drei hatten sich in Salzburg bei einem Musikkurs von Horowitz kennengelernt. Bald stellte sich heraus: Glenn Gould war das größte Genie. Unter dem Eindruck der Übermacht dieses Genies wurde der Erzähler zu einem »Weltanschauungskünstler«, zum Kritiker seiner Zeit und besonders zum Kritiker Österreichs, Wertheimer dagegen stürzte in eine unumkehrbare Existenzdepression. Je mehr der Erzähler an seinen »Versuch über Glenn« dachte, um so deutlicher wurde ihm, daß es ihm eigentlich darum zu tun war, sich Klarheit über Wertheimer, den »Untergeher«, wie Glenn Gould schon früh zu ihm gesagt hatte, zu verschaffen.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Thomas Bernhard, 1931 in Heerlen (Niederlande) geboren, starb im Februar 1989 in Gmunden (Oberösterreich). Er zählt zu den bedeutendsten österreichischen Schriftstellern und wurde unter anderem 1970 mit dem Georg-Büchner-Preis und 1972 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Der Suhrkamp Verlag publiziert eine Werkausgabe in 22 Bänden.


Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 1115 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 148 Seiten
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B00AC4OG7C
  • X-Ray:
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: #32.954 Bezahlt in Kindle-Shop (Siehe Top 100 Bezahlt in Kindle-Shop)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
24 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wertheimers Selbstmord: Hybris und verletzte Eitelkeit 23. Oktober 2001
Format:Gebundene Ausgabe
In dem Märchen "Vom Fischer und seiner Frau" wird auf gleichnishafte Weise vorgeführt, dass die Unzufriedenheit mit dem eigenen materiellen Status und das permanente Streben, diesen Status zu verbessern, unnütz sind, ja moralisch zu verurteilen.
Eigenartigerweise gilt es dagegen als ehrenvoll, geradezu als Voraussetzung für das wirkliche Menschsein, mit dem eigenen Erkenntnisstand, der eigenen Erkenntnisfähigkeit unzufrieden zu sein und unaufhörlich nach mehr, nach Besserem, nach Höherem zu streben. Oft erwächst dieses Streben nicht aus sich selbst heraus, sondern erst aus der Begegnung mit einem anderen Menschen, der sich auf einem höheren geistigen oder künstlerischen Niveau bewegt als wir selbst. Es ist nicht Neid im engeren Sinne, der uns dann unzufrieden werden lässt, aber ohne die Begegnung mit dem anderen wäre uns die eigene Unzulänglichkeit weniger bewusst geworden, wir lebten zufriedener und unser Streben nach Höherem wäre weitaus geringer.
Genau so ergeht es Wertheimer. Er bringt sich nur deshalb um, weil er Glenn Gould kennengelernt hat und nach kurzer Zeit erkennt, dass Gould der bessere Pianist ist. Natürlich ist ihm klar, dass niemand die Vollkommenheit erreichen kann, auch nicht Gould, aber Wertheimer weiß nun, dass es jemanden gibt, der dem Ideal der Vollkommenheit näher ist als er selbst. Für ihn - wie für jeden wahren Künstler - gilt natürlich nur die Vollkommenheit als Maßstab und da er weniger im Stande ist sich diesem Ideal anzunähern als Gould, betrachtet er sein eigenes Dasein als wertlos, gibt die Musik auf und bringt sich um.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Drei Facetten von Bernhard 4. November 2007
Von Diethelm Thom TOP 1000 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Bernhard, Thomas, Der Untergeher, 1983 (Suhrkamp Taschenbuch)

Die Personenkonstellation und Handlung: Der Sprecher und Wertheimer lernen Glenn Gould, dessen Genialität und Überlegenheit beide schnell erkennen, in einem Meisterkurs bei Horowitz in Salzburg kennen. Während Gould bald zu Weltruhm kommt, stürzen die beiden anderen in eine Existenzkrise: beide vergleichen sich mit Gould und geben ihr Klavierspiel auf, der Sprecher (S) wird Weltanschauungskünstler", philosophiert, sucht sich in diesem Buch Klarheit über Wertheimer und über sich zu verschaffen. Wertheimer (W) begeht Selbstmord, er erhängt sich vor dem Haus seiner Schwester in Chur, die gegen seinen Willen geheiratet hat. Nun besucht der Sprecher (S) Traich, den letzten Aufenthaltsort W.s, in der Hoffnung, dort noch Aufzeichnungen von ihm zu finden, vergeblich. Er erfährt von dem Hausknecht Franz, wie W seine letzten Tage zubrachte: Er ließ sich aus Wien einen verstimmten Flügel schicken, lud im Gegensatz zu seiner sonstigen Menschenscheu seine ehemaligen Studienkollegen ein, bewirtete sie ausgiebig, quälte sie aber mit seinem unablässigen Klavierspiel kurz bevor er sich umbrachte, also ein Beispiel von Selbsthass und Selbstzerstörung.
Glenn Gould repräsentiert Bernhards Verabsolutierung der Kunst, Kunst wird begriffen als Bollwerk gegen..(die) Welt" (31), alle drei betreiben ihr Klavierspiel mit einer alles andere ausschließenden Besessenheit, W und S so lange, bis sie auf Gould stoßen.
Im Wesentlichen versucht S sich über sich selbst Klarheit zu verschaffen, indem er sich über W Klarheit zu verschaffen versucht. Für den Leser ist klar, dass W offensichtlich ein alter ego von S, sprich Bernhard, ist.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von HG HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
"Wir sagen ein Wort und vernichten einen Menschen, ohne dass dieser von uns vernichtete Mensch in dem Augenblick, in welchem wir das ihn vernichtende Wort aussprechen, von dieser tödlichen Tatsache Kenntnis hat, dachte ich. Noch ahnt ein solcher mit einem solchen tödlichen Wort als tödlicher Begriff Konfrontierter von der tödlichen Wirkung dieses Wortes und seines Begriffs nichts, dachte ich."
Niemand anderer als der weltberühmte kanadische Pianist Glenn Gould spricht das vernichtende Wort aus. Und zwar zu einem Freund, zu seinem Mitstudenten Wertheimer, der gemeinsam mit ihm und dem Ich-Erzähler einen Sommerkurs bei Horowitz im Mozarteum in Salzburg belegt.

Drei aufstrebende junge Pianisten begegnen sich dort. Zurück bleibt ein überragender Könner - ein "Virtuosenkopf" - und zwei "Verstandesköpfe", die ihre Klaviere verschenken bzw. versteigern und auf "dilettantisches Worte-nieder-schreiben" umsatteln. Keine aufstrebenden, sondern Lebensabbruchkünstler sind sie geworden, keine Existenzbeherrscher, sondern Menschen, die von ihrer Existenz beherrscht werden: letztendlich Selbstzerstörer. "Wir machen immer wieder den Versuch, aus uns herauszuschlüpfen, aber wir scheitern in diesem Versuch, lassen uns immer wieder auf den Kopf schlagen, weil wir nicht einsehen wollen, dass wir uns nicht entschlüpfen können, es sei denn durch den Tod."

Der endlose Gedankenstrom des Ich-Erzählers, der eher an eine Rhapsodie als ein literarisches Werk erinnert, mäandert um den Selbstmord des "Untergehers". Er beleuchtet, analysiert und rekonstruiert ihn.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Große Literatur
Ich bin an sich eine faule Leserin - ich mag auch unterhalten und nicht angestrengt werden, wenn ich ein Buch lesen. Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von Teutonin veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Zelebrierung eines Untergangs
"Der Untergeher" ist die Geschichte dreier Freunde, dem namenlosen Ich-Erzähler, Glenn Gould und Wertheimer, die es sich zum Ziel gemacht haben, Klaviervirtuosen zu werden und... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. April 2012 von MM1981
5.0 von 5 Sternen Brillante Etüde über das Los des Virtuosen
Die Existenz des Künstlers ist hochriskant und lebensgefährlich, in der Musik wie in der Literatur. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. November 2011 von Rolf Dobelli
4.0 von 5 Sternen Der tödliche Stachel des Perfektionismus
Als sich Ende der fünfziger Jahre drei angehende Klaviervirtuosen bei dem bekannten Lehrer Horowitz am Salzburger Mozarteum zu einem Sommerkurs einschreiben, beginnt ein... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. Dezember 2009 von Gerhard Mersmann
3.0 von 5 Sternen Kein Buch für Bernhard-Novizen
Um es gleich vorweg zu sagen: Ich liebe Thomas Bernhards Bücher und ebenso liebe ich Glenn Goulds Bachspiel. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Dezember 2007 von hartmutw
1.0 von 5 Sternen Entbehrlich
Jorrik hat recht. In vernünftigem Deutsch, klarem Stil und richtiger Zeichensetzung ' - und ohne Großdruck '- wäre das Buch halb so lang und doppelt so gut... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. Dezember 2007 von Rontrus
5.0 von 5 Sternen Packend
Der rabenschwarze und gallenböse Sprachmagier Thomas Bernhard entwirft in höchster sprachlicher Kunstfertigkeit ein dramatische und fesselnde Geschichte. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. November 2006 von Elias Zimmermann
1.0 von 5 Sternen Ein Horror....
Die Geschichte ist eigentlich sehr, sehr interessant und gut. Spannend ist es zu sehen, wie die beiden Pianisten (der Autor und Wertheimer) es nicht ertragen können, dass sie... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Februar 2006 von jorrik
3.0 von 5 Sternen ein genie, ein selbstmörder und ein chronist
thomas bernhard stellt in "der untergeher" die lebensgeschichte, eigentlich die lebensentwicklung zweier freunde einander gegenüber. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Mai 2004 von B. Lackner
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