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Der Untergeher. SZ-Bibliothek Band 5 [Gebundene Ausgabe]

Thomas Bernhard
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (37 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Kurzbeschreibung

2004
Drei Pianisten, eine Leidenschaft. Alle wollen sie "nur das Höchste" als wahre Kunst gelten lassen, alle stellen sie größte Ansprüche an sich selbst. Doch nur einem ist der Durchbruch vergönnt. Als der Pianist Wertheim den hinter geschlossenen Türen probenden Rivalen Glenn Gould hört, ist er als Künstler "tödlich" getroffen, weiß er doch, dass er dessen Genialität nie wird erreichen können. Doch auch der Erzähler kapituliert, verschenkt seinen Steinway-Flügel und entschließt sich, "Weltanschauungskünstler" zu werden. Beide, der Erzähler wie sein Gegenspieler Wertheim, sind sich einig, dass Goulds Genialität einzigartig ist. Der perfektioniert sein Spiel Tag für Tag, doch zieht er sich dabei immer weiter in die Einsamkeit zurück, bis er mit 51 Jahren - so der Erzähler - plötzlich "tot umfällt am Klavier". Der Tod des Pianisten lässt die beiden Rivalen von einst nicht unberührt. Es kommt zu drastischen Reaktionen, nach denen nichts mehr so ist, wie es vorher war.

Bernhards Roman vom Klavierspieler Glenn Gould ist ein faszinierendes literarisches Spiel, in dem die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verschwimmen. Es ist eine virtuos erzählte Geschichte vom Virtuosen, der sich immer tiefer in die Einsamkeit spielt.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 242 Seiten
  • Verlag: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek (2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3937793046
  • ISBN-13: 978-3937793047
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 12,4 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (37 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 134.250 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Treffsichere Bosheit 23. Dezember 2004
Ich möchte es auf den Punkt bringen: es lohnt sich diesen Roman zu lesen. Selten habe ich es erlebt, dass es einem Autor so gut gelingt seinen Leser einzuwickeln, völlig in der Gedankenwelt des monologisierenden Protagonisten heimisch werden zu lassen. zugegeben: aller Anfang ist schwer; so auch der Einstieg in das Buch. Man muss sich an den eigenwilligen Bernhardschen Stil gewöhnen, aber ist dies gelungen, wird man mit den Urängsten (versagen, Wahnsinn) des Menschen konfrontiert und man wird sich hüten aufzuhören. Es ist die treffsichere und absichtlich übertriebene Bosheit Bernhards und die Faszination des Grausamen und Angstvollen, die diesen Roman für Literaturfreunde zu einem Genuss machen. Nicht zuletzt wegen der vordergründigen Thematik der Musik, die wiedermal auftaucht. Kleiner Tipp: legen sie einfach Bachs "Goldbergvariationen" auf. Es hilft.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Über das Virtuosentum 21. Januar 2005
Von Da..Ko
Verifizierter Kauf
Die Handlung dieses Werkes von Thomas bernhard läßt sich erstaunlich schnell zusammenfassen:
Ein Mann betritt eine Kneipe und nimmt sich ein Zimmer.
Während der Erzähler dies tut denkt er nach. Durch seine Gedankengänge erfährt der Leser die Geschichte der Beiden Freunde des Erzählers, die zu dem Zeitpunkt in dem der Gedankengang stattfindet aber schon tot sind. Erzählt (oder besser gedacht) wird die Geschichte dreier befreundeter Musiker. Zwei der Freunde beenden ihre Laufbahn als Pianist, als sie feststellen, dass der Dritte im Bunde ein wahrer Virtuose ist. Sie glauben nicht daran, dass sie einmal so gut wie er spielen könnten und wenden sich völlig von der Musik ab, was für einen im Selbstmord endet.
Ich muss zugeben, dass ich die Idee Bernhards eine Geschichte sozusagen als Gedankengang wiederzugeben als sehr reizvoll emfand, jedoch war ich sehr enttäuscht von seinem hochgelobten Stil. Vielleicht liegt es an der Eingeschränktheit meines Geistes, doch ich konnte nichts besonderes daran entdecken. Im Gegenteil: Bernhards Stil störte mich sogar teilweise. So setzt er hinter nahezu jede Aussage, an die sich der Erzähler erinnert ein ",dachte ich". Das sieht dann ungefähr so aus:
"Der wahre Künstler könnte nicht leben in dieser Stadt. ,sagte er, dachte ich. Er würde nach einem Tage eingehen. ,sagte er, dachte ich."
Sicherlich ist mir klar, dass Bernhard dies wohl als Stilmittel benützt hat, es ist allerdings äußerst störend und nach einiger Zeit sogar nervend.
Ansonsten ist das Thema des Buches - für meinen Geschmack - nicht besonders interessant.
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24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schöner Spalter 4. Mai 2004
Eins vorweg: Ich kann es vollkommen verstehen, wenn man Thomas Bernhard nicht mag. Sein Stil ist so prägend für sein gesamtes Werk, dass man ihn einfach lieben oder hassen muss. Mit der Ausgabe aus der "SZ-Bibliothek" hat man nun jedoch die einmalige Möglichkeit, sich für ein paar Euro in die Welt des Österreichers einlesen zu können, um festzustellen, zu welchem Lager man sich fortan zählen kann. Und wer mit Bernhard etwas anfangen kann, dem kann ich einige höchst unterhaltsame Lesestunden garantieren. Ich hatte jedenfalls sehr viel Spaß auf den Busfahrten meiner letzten Woche und musste mich teilweise mit dem Lachen vor den anderen Fahrgästen zurückhalten - obwohl die Thematik des Buches ganz und gar nicht zum Lachen ist: Es geht permanent um Tod, Verderben, Selbstmord, Zugrundegehen, Verzweiflung, Scheitern, Wahnsinn, kurz: um den Untergang. Dies wird aber in einer solchen vollkommen übertriebenen Drastik und Skurrilität formuliert, dass es (für mich jedenfalls!) einfach nur noch komisch ist. Wo in anderen Romanen noch Auswege oder positive Entwicklungen nach Rückschlägen und Fehltritten der Charaktere gesucht werden, ist hier schlichtweg alles vollkommen aussichtslos. Wunderbar! Ich habe schon früher ein paar andere Erzählungen von Bernhard gelesen, aber so genial wie "Der Untergeher" war nichts davon. Zwei Tipps also: 1. einfach mal reinlesen, 2. auf keinen Fall die gute Laune beim Lesen verlieren. Und vielleicht noch ein dritter: Nicht zu viel am Stück lesen, sondern sich die knapp 160 Seiten einteilen, damit die Bernhard-typischen zyklischen Satzstrukturen mit ihren Wiederholungen nie langweilen.
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24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Thomas Bernhard, der Übertreibungskünstler 16. Mai 2004
Von Mag Wolfgang Neubacher TOP 500 REZENSENT
Aus ganzen 4 Absätzen besteht dieses Werk: die ersten 3 Absätze umfassen 10 Zeilen; der 4. Absatz - 150 Seiten.
Damit ist alles klar: das Werk kann man nicht in einem Zug lesen; es erschließt sich nur langsam. Wenn man allerdings "drinnen" ist, kommt man nicht mehr davon los.
Worum geht es? "Der Untergeher" ist ein Ich-Monolog eines (verhinderten) Klaviervirtuosen - viele Jahre nach den eigentlichen Ereignissen. Er ist gescheitert an Glenn Gould, dem Virtuosen aus Übersee - während Wertheimer an Glenn Gould zerbrochen ist.
Rund um diesen Inhalt finden wir den typischen Thomas-Bernhard-Fundus: alle "kriegen ihr Fett ab": Salzburg; die Schweiz; der Sozialismus; Passau; österreichische Küchenfenster (!); die österreichische Wirtschaft; die ÖBB; Chur; Wien; Österreich.....
Ein typischer Thomas Bernhard eben - "Holzfällen" lugt schon um die Ecke; manche Szenen aus dem "Heldenplatz" sind nicht weit...
All das ist in einer glasklaren, geschliffenen Sprache geschrieben - und beim "Wiederlesen" wird einem klar, was die literarische Welt an Thomas Bernhard hat(te).
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Mehr davon
Das Jahr ist noch nicht ganz zu Ende. Sehr viel gelesen dieses Jahr, aber dies war bisher das beste Buch. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von C. Bernhart veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein Muß für Bernhard-Fans
"Der Untergeher", als Monolog des Ich-Erzählers geschrieben, ist eines von Bernhards Prosawerken das ich ohne Einschränkungen empfehlen kann. Warum? Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Daniel Büttrich veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Gebetsmühle
Eingang fand ich das Buch sehr spannend, ja nachvollziehbar, und das Argument, angesichts eines Genies wie Glenn Gould selbst mit dem Klavierspielen aufhören zu müssen,... Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von S. Chevalier veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Die Grenzen des Talents
In einem gewaltig langen Gedankengang spult der Autor sein Verhältnis zu den Klaviervirtuosen Wittgenstein und Glenn Gould ab. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. August 2012 von Ruprecht Frieling
4.0 von 5 Sternen Der Ununterbrochene
Dieses Buch von Thomas Bernhard ist genauso anstrengend und undurchschaubar, wie sein Autor.
Gott sei Dank nutzt Bernhard wenigstens Punkt und Komma, denn sonst hat er fast... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Juni 2011 von Tim R.
2.0 von 5 Sternen Der Untergeher bin in diesem Falle ich...
An und für sich bilde ich mir ein, auch gegenüber anspruchsvoller und nicht en passant zu konsumierender Literatur aufgeschlossen zu sein. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. September 2010 von Muggenhorst
4.0 von 5 Sternen Virtuose Erzählung
Der Roman handelt von drei Pianisten, die sich aus Studienzeiten kennen und zu dieser Zeit klavierspielerische Perfektion anstreben. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Juli 2009 von Chaloc
1.0 von 5 Sternen Schwere Kost mit geringem Inhaltswert
Die bislang eigentlich gute SZ Reihe schließt hier einen Roman eines Autors ein, der so in seiner eigenen Sprache lebt, daß er den Wert eines Buches für den Leser... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. Januar 2009 von T. Kitz
5.0 von 5 Sternen Top oder Flop
Bevor man dieses Buch liest, sollte man vorweg ein paar Dinge tun. Zuerst sollte man etwas über das Buch und über Thomas Bernhard lesen und sich damit auseinandersetzen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. November 2008 von B. Muehlbauer
5.0 von 5 Sternen Virtuoser Virtuosenroman
In Thomas Bernhards 1983 erschienenem Roman "Der Untergeher" verwebt der Erzähler auf virtuose Weise Fiktion und Realität. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. August 2007 von Martin Resch
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