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Der Untergang der Lusitania - Tragödie eines Luxusliners
 
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Der Untergang der Lusitania - Tragödie eines Luxusliners

John Hannah , Kenneth Cranham , Christopher Spencer    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: John Hannah, Kenneth Cranham, Florian Panzner
  • Regisseur(e): Christopher Spencer
  • Komponist: Ben Bartlett
  • Format: Dolby, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Studio Hamburg (AL!VE)
  • Erscheinungstermin: 19. Dezember 2008
  • Produktionsjahr: 2007
  • Spieldauer: 90 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B001KYJ15A
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 14.969 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Blickpunkt: Film Kurzinfo

TV-Dokudrama um die Versenkung des britischen Luxusliners "Lusitania" durch ein deutsches U-Boot am 7. Mai 1915.

Produktbeschreibungen

7. Mai 1915: Professor Holbourn (John Hannah) ist mit der Lusitania auf dem Weg in seine schottische Heimat. Der Atlantikliner ist eines der größten Passagierschiffe seiner Zeit. Er gilt als unsinkbar und unerreichbar für U-Boote. Doch während die Menschen sich an Deck amüsieren, nimmt das deutsche U20 den Ozeanriesen ins Visier. Trotz Zweifeln gibt Kapitänleutnant Schwieger (Florian Panzner) das Kommando zum Feuern. Er glaubt ohnehin nicht, dass er das riesige Schiff versenken kann. Plötzlich weigert sich einer seiner Soldaten, den Befehl auszuführen. Schnell ist er überwältigt, aber die Chance auf einen erfolgreichen Abschuss scheint jetzt verschwindend gering. Doch das Schicksal hat kein Einsehen: Der deutsche Torpedo trifft und bringt den schwimmenden Palast zum Erzittern. Schlimmer noch, er verursacht eine gewaltige Folge-Explosion, die das Schiff kentern lässt. In nur 18 Minuten sinkt der prunkvolle Atlantikliner vollständig - 1198 Menschen ertrinken im eiskalten Wasser der

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sehr toll gemacht. 18. Januar 2012
Von AK
Von Amazon bestätigter Kauf
Der Film ist toll gemacht, so manchmal sind Computeranimationen erkennbar, aber über das kann man hinweg blicken.

Man darf sich auf keinen Fall eine "Kitsch-Titanic mit LEonardo Di Caprio" vorstellen, wo es um eine dramatische Liebesgeschichte geht.

In diesem Film geht es um den geschichtlichen Hintergrund. Es wird von einzelnen Personen erzählt. Es ist alles sehr tragisch und macht nachdenklich. Mal wieder steht die gier nach Geld im Vordergrund und Menschen, die nicht hören wollen, es wird auf sicherheitsmaßnahmen verzichtet um zu sparen (Begleitschutz durch weiters schiff wird abgelehnt)...

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Von W. E.
Rezension zu: "Der Untergang der Lusitania - Tragödie eines Luxusliners"

Zum historischen Hintergrund:

Die RMS "Lusitania" war ein Passagierdampfer der britischen Reederei Cunard Line. 1915 wurde die Lusitania vor der Südküste Irlands von einem deutschen U-Boot versenkt. Dieser Zwischenfall kostete rund 1.200 Menschen das Leben. Die Proteste der USA über den Tod von 128 US-Amerikanern führten zur Einstellung des uneingeschränkten U-Boot-Kriegs durch Deutschland bis 1917. Gemessen an der Zahl der Todesopfer war die Versenkung der "Lusitania" der größte Schiffsverlust im Ersten Weltkrieg.

Die "Lusitania" war durch Regierungskredit faktisch mehrheitlich Eigentum des Staates. Daher behielt sich die Führung der Royal Navy gewisse Mitbestimmungsrechte für seinen Betrieb vor. Dies betraf insbesondere den Transport kriegswichtiger Güter. Die "Lusitania" transportierte während des Krieges auf allen Überfahrten in östlicher Richtung Munition und andere kriegswichtige Güter. Die "Lusitania" war damit legitimes Ziel für einen Angriff durch deutsche Seestreitkräfte. In diesem Zusammenhang erging eine Warnung des deutschen Außenministeriums an die USA, dass "angesichts des Missbrauchs neutraler Flaggen durch Großbritannien Fehler nicht immer zu vermeiden wären". Nach Bekanntgabe dieses Schreibens kam es zu einer Anfrage des britischen Außenministers an den Berater des US-Präsidenten, was Amerika tun werde, wenn die Deutschen ein Passagierschiff mit amerikanischen Touristen versenken? Dieser antwortete, dass dies zum Krieg führen würde.

Am 22. April 1915 veröffentlichte die Kaiserliche Deutsche Botschaft eine Warnung in den fünfzig größten amerikanischen Zeitungen, die direkt neben die Abfahrtszeiten der Transatlantikdampfer gesetzt wurde. Gewarnt wurden amerikanische Passagiere davor, mit britischen Schiffen zu reisen, da der deutschen Führung bekannt war, dass diese Waffen, Munition und andere kriegswichtige Güter geladen hatten und damit legitime potentielle Ziele für deutsche U-Boote waren.

Am Morgen des 7. Mai 1915 erreichte die "Lusitania" die Südküste Irlands. Das deutschen U-Bootes U 20 entdeckte die "Lusitania" etwa um 13:20 Uhr von Westen kommend und leitete den Angriff ein. Der Kommandant, Kapitänleutnant Walther Schwieger, der das Schiff rasch als "Lusitania" oder "Mauretania" identifizieren konnte, gab um etwa 14:10 Uhr den Befehl, einen Torpedo auf eine Entfernung von 700 Metern abzuschiessen. Der Torpedo traf die Steuerbordseite der "Lusitania" etwa auf Höhe der Kommandobrücke. Die Detonation riss den Kohlenbunker für Kesselraum Nr. 1 auf einer Fläche von etwa 18 m² auf. Nur kurze Zeit später erfolgte eine zweite, wesentlich stärkere Detonation, die den Sinkvorgang des Schiffes rapide beschleunigte. In nur 18 Minuten sank das Schiff und forderte 1200 Todesopfer.

Zur Bewertung:

Eine interessante Dokumentation, die fairerweise die wahren Ursachen des Untergangs der "RMS Lusitania" schildert.

Winston Churchill (1874-1965) war von 1911-1915 "Erster Lord der Admiralität", ein Amt, das in etwa einem "Marineminister" entspricht. Nach Meinung einiger Autoren soll Churchill dafür verantwortlich gewesen sein, dass die britische Admiralität im Jahr 1915 den Passagierdampfer "RMS Lusitania", der zivile Passagiere und Rüstungsgüter von New York nach Liverpool transportierte, nicht rechtzeitig vor einem deutschen U-Boot gewarnt hat, um dadurch die USA zum Kriegseintritt auf Seiten der Entente zu bewegen. Allerdings konnte bis heute kein dokumentarischer Beleg für ihre These gefunden werden.
Wahrscheinlicher ist aber, dass der clevere Churchill erst nach der Versenkung die Chance nutzte, um die Deutschen zu dämonisieren und die USA zum Kriegseintritt gegen Deutschland zu bewegen. Später gab Churchill dies auch zu.

Der deutsche U-Boot-Kommandant, Kapitänleutnant Walther Schwieger (1885-1917), wurde sofort auf die Alliierten-Liste der Kriegsverbrecher gesetzt und ein entsprechendes Kopfgeld auf ihn ausgesetzt. 1917 wurden er und sein U-Boot Opfer einer britischen Minensperre. Schwieger handelte damals nach Kriegsrecht, als er die "Lusitania" angriff. Auch schoss er nur ein Torpedo ab und war selbst erstaunt über den raschen Untergang des Schiffes. Dass die Briten auf Passagierschiffen Waffen, Munition und andere kriegswichtige Güter transportierten, sorgte dafür, dass diese Schiffe legitim versenkt werden durften. Somit ist auch die damalige britische Regierung verantwortlich für die unschuldigen getöteten Zivilisten.

FAZIT:

"Der Untergang der Lusitania" ist eine deutsch-britische Koproduktion und ein gut gemachtes 90-minütiges TV-Dokudrama
(BBC, NDR) und schildert die Ereignisse sachlich und neutral. Es zeigt, wie nach der Versenkung des britischen Luxus-
liners "Lusitania" durch das deutsche U-Boot U 20 am 7. Mai 1915, Deutschland weltweit geächtet wurde und den Eintritt
der USA in den Ersten Weltkrieg nach sich zog.

Als Rahmenhandlung dient der Professor Holbourn (John Hannah), der mit der "Lusitania" auf dem Weg in seine schottische
Heimat ist und auch als Erzähler fungiert. Der Film läuft sehr gemächlich an und verläuft auch eher wie ein Dokumentar-
spiel. Kein Action- oder Katastrophenfilm im herkömmlichem Sinne. Dafür werden die historischen Hintergründe sorgfältig
und gut recherchiert geschildert. Auch die Spezialeffekte sind sehr gut. Die U-Boot-Szenen entstanden auf dem Bavaria-
Film-Gelände in München. Die Innenaufnahmen der "Lusitania" sind in Südafrika entstanden: Kapstadt war einer der Häfen,
die die Reederei des Schiffes regelmäßig anlief. Dort wurde das bis heute berühmte "Hotel Mount Nelson" errichtet, dessen
Räumlichkeiten denen eines luxuriösen Dampfers nachempfunden waren.
Der eigentliche Untergang der "Lusitania" wurde übrigens in Echtzeit gefilmt; nach exakt 18 Minuten ist der Spuk vorbei.

Die Bild- und Ton-Qualität dieser DVD ist sehr gut. Dieses TV-Dokudrama ist absolut sehens- und empfehlenswert.
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Von S. Simon TOP 50 REZENSENT
Von Amazon bestätigter Kauf
"Der Untergang der Lusitania" ist ein passender Dokufilm für jeden, der sich für Schiffskatastrophen oder Seefahrtsgeschichte interessiert.
Die Ereignisse sind hier aus drei Hauptblickwinkeln erzählt. Von Seiten der britischen Admiralität und natürlich von den Vorgängen an Bord der Lusitania, sowie des deutschen U-Bootes.
In Ausstattung, Kostümen, Kulissen und PC-Effekten ist dieser Film top gemacht, in Punkto Authenzität.
Was sich nicht von der Hand weisen läßt, sind aber kleine Reminiszensen an James Camerons "Titanic". Obwohl diese nur drei Jahre zuvor unter ging, beruft man sich überheblich auch bei der Lusitania auf Unsinkbarkeit. Oder wie bei "Titanic" gibts auch hier z.B. eine Diskussion warum das Schiff keine volle Fahrt macht. Auch wenn das bei der Lusitania natürlich andere Gründe hat.
Das Gute an diesem Film ist, er vermeidet einseitige Schuldzuweisungen. Sowohl der Kapitän der Lusitania, als auch der Kapitän des deutschen U-Bootes werden nach den Vorfällen gemaßregelt. Auch Arroganz gibts hier auf beiden Seiten. Etwa bemerkt Winston Churchill, damals noch Lord der Admiralität, man werde nie herausfinden, ob die Lusitania Waffen geladen hatte. Genauso kaltschnäuzig bemerkt der U-Boot-Kapitän hier zuvor, die Lusitania werde im britischen Schiffsregister als Hilfskreuzer geführt und dürfe damit versenkt werden. Ergo man bleibt objektiv, beide Seiten kriegen Kritik ab.
Am meisten überrascht hat mich hier John Hannah, den die meisten als Darsteller von Jonathan, dem etwas überdrehten Bruder von Evelyn aus der "Die Mumie"-Trilogie kennen. Er liefert hier eine tolle ernste Darstellung ab und bildet den Hauptbezugspunkt für den Zuschauer.
Noch dazu wird man als Zuschauer mit weiteren Infos versorgt, z.B. am Ende des Films, was nach dem Untergang mit einzelnen Personen geschah.
Doch auch das 24seitige Booklet bietet noch eine Fülle an Infos etwa über die geschichtlichen Hintergründe, als auch die Produktion des Films. Zu letzterem erfährt man z.b. das hier erstmals seit den Dreharbeiten 1981 die Kulissen von Wolfgang Petersens "Das Boot" in einem Film wieder verwendet wurden!!!
Kleiner Tip. Wer noch mehr über die Lusitania erfahren möchte, dem sei das Buch "Das Geheimnis der Lusitania" von Dr. Robert Ballard, dem Entdecker der Titanic empfohlen, der auch dieses Wrack untersucht hat. Auch die DVD-Reihe "Discovery Channel - Die Schatzjäger" ist interessant. In einer Folge untersucht man dort, ob die Lusitania tatsächlich Waffen an Bord hatte und ob es gar daran liegt, dass das Schiff damals so schnell unterging. Doch auch am Ende von "Der Untergang der Lusitania" findet man dazu Vermutungen.
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