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Produktinformation
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Geradezu greifbar wird die Weltuntergangsstimmung, die in Berlin im Frühjahr 1945 herrschte. Das Dritte Reich taumelte seinem Ende entgegen und entfesselte trotzdem noch ungeahnte Vernichtungskräfte. Über Berlin ging der Bombenhagel der Alliierten nieder. In der Stadt herrschte das Chaos: Auf den Straßen Flüchtlinge, Tote und Verwundete; fanatische Nazi-Standgerichte versuchten mit willkürlichen Hinrichtungen für Ordnung zu sorgen, während 14-Jährige als letztes Aufgebot des Regimes im Volkssturm verheizt wurden.
"Wir können untergehen", hatte Hitler Anfang 1945 erklärt. "Aber wir werden eine Welt mitnehmen." Das waren nicht nur pathetische Worte, wie Fest zeigt: Je näher das Ende rückte, desto größer wurde der "grenzenlose Destruktionswille" Hitlers. Noch im März 1945 erließ er den so genannten "Nero-Befehl", der den Alliierten in Deutschland nur verbrannte Erde hinterlassen sollte.
Immer wieder konzentriert sich Fest auf die Geschehnisse im Führerbunker unter der Berliner Reichskanzlei. Hierher hatten sich Hitler und seine Getreuen zurückgezogen. Isoliert von der Wirklichkeit wechselte die Stimmung zwischen gesteigerten Vernichtungsfantasien und tiefer Depression. Hitler verfiel körperlich zusehends und raffte sich doch immer wieder zur alten Entschlossenheit auf -- bis er sich am 30. April 1945 im Bunker eine Kugel in die Schläfe schoss.
Fests recht konservative Geschichtsinterpretation macht das Buch bisweilen einseitig -- und zugleich lesenswert wegen der Lust an der Kontroverse, die Fest spüren lässt. Und was der Autor als Aufgabe der Geschichtsschreibung bezeichnet -- "einen Ausschnitt gelebten Lebens zur Anschauung zu bringen" --, das ist ihm hier vorzüglich gelungen. --Christoph Peerenboom
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Fazit: Für diejenigen, die Fests Hitlerbiographie - neben Haffners: "Anmerkungen zu Hitler" die bis heute beste Publikation über den deutschen Diktator - nicht lesen wollen - sie ist weit über 1000 Seiten stark - der ist mit diesem Werk gut bedient.
Neuigkeiten gegenüber Trevor-Roper oder Fests eigenen Feststellungen von 1973 habe ich jedoch nicht gefunden. Und die Tatsache, dass keine neuen Fakten gegenüber diesen früheren Erkenntnissen angeboten werden, macht es weniger wertvoll für Wissenschaftler, wenn auch die außerordentliche Plastizität und die großartige Schilderung dieses Zeitabschnittes den grandiosen Erzähler Fest - der er neben dem Historiker Fest eben auch ist - verrät. Daher auf jeden Fall trotz des Mangels an wirklich Neuem lesenswert.
Doch hier irrt der Autor. Abgesehen von einigen von ihm selbst zitierten Essays verschiedender Autoren hat er sich in seiner umfassenden Biographie über Hitler selbst bereits recht ergiebig mit diesem Thema befasst. Es kann also kaum verwundern, wenn die Kenner dieses ( brillianten ) Buches von " der Untergang " eher entäuscht sein dürften, zitiert sich Fest doch über weite Strecken der 200 Seiten einfach selbst; dies tut er aber gut und sein gewohnter fesselnder Erzählstil tut sein übriges, um die Anschaffung dieses Buches empfehlenswert zu machen.
Es bietet ein guten Einblick in die absurde Gedankenwelt Hitlers und in die bizarre Bunkerwelt der letzten Tage des dritten Reiches, in der Geisterarmeen auf Landkarten verschoben wurden und in der Kantine getanzt wurde während Hitler sich das Leben nahm .
Wer bisher nicht die Zeit und die Geduld hatte, sich die bereits oben erwähnte Biographie des Autors über Hitler zu Gemüte zu führen, die immerhin mit 1000 eng bedruckten Seiten kein Leichtgewicht ist, oder aber ein Neuling auf der Ebene dieser historischen Materie ist, der wird von " der Untergang " nicht entäuscht werden.
Für alle anderen aber ist Vorsicht geboten.
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