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Der Untergang des Abendlandes [Gebundene Ausgabe]

Oswald Spengler
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (26 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

15. Januar 2007
Der unaufhaltsame Niedergang Europas - Der Klassiker der Anti-Moderne erstmalig als preisgünstige Sonderausgabe - Seit Erscheinen des Buches ist »der Untergang des Abendlandes« zum geflügelten Wort und Menetekel für Europa geworden - Ein großer Meilenstein der Geschichtsphilosophie Spenglers kühner Versuch, Geschichte vorauszusagen ist für unzählige Menschen in der Welt das erste Schrillen der Alarmglocken gewesen. Er hatte alle plötzlich mit dem Gedanken konfroniert, dass unsere Kultur auch untergehen kann. Er hat Schluss gemacht mit dem Glauben an einen ewigen Fortschritt. So entstand eine beeindruckende Weltgeschichte der großen Kulturen und ihrer unaufhaltsamen Niedergänge, die als Mahnmal der Kulturkritik auch heute noch ihre anregende und bedrohliche Wirkung entfaltet. Format: 13 x 20,5 cm. Gebunden. 2. Auflage 2007.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 1280 Seiten
  • Verlag: Bibliographisches Institut; Auflage: 1 (15. Januar 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 341114503X
  • ISBN-13: 978-3411145034
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 14,2 x 7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (26 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 47.228 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Der Untergang des Abendlandes
OA 1918 / 22 (2 Bde.)Form Sachbuch Bereich Philosophie
Mit seinem Buch Der Untergang des Abendlandes (Untertitel: Umrisse einer Morphologie der Weltgeschichte) prägte Oswald Spengler das moderne Geschichtsbild nachhaltig.
Entstehung: Das Werk entstand aus einer kleineren politischen Schrift Spenglers aus dem Jahr 1911. Im Lauf seiner Recherchen seien ihm die »zuweilen berührten, nie begriffenen« Beziehungen – zwischen Formen der bildenden Künste und des Kriegs, zwischen »politischen und mathematischen Gebilden« – aufgefallen. Spengler setzt sich – wie im Untertitel des Werks angekündigt – zum Ziel, eine Morphologie der Weltgeschichte zu umreißen.
Inhalt: Spengler entwirft eine Entwicklungsgeschichte der Kultur, gemäß der alle Hochkulturen (die indische, antike, arabische und abendländische) in ihren »Altersstufen« eine frappierende Parallelität aufweisen. Als Beweis hierfür führt Spengler so genannte »homologe Bildungen« an; hierunter versteht er kulturelle Erscheinungen, deren Entstehung zwar Jahrhunderte auseinander liegt und die sich äußerlich unterscheiden (wie die »antike Plastik und die abendländische Instrumentalmusik, die Pyramide des 4. Dynastie und die gotischen Dome, der indische Buddhismus und der römische Stoizismus«), die aber denselben Platz in der Phasenaufteilung einnehmen. Ähnlich verhält es sich mit dem vom Autor geprägten Begriff der »Gleichzeitigkeit«: »Ich nenne ‘gleichzeitig’ zwei geschichtliche Tatsachen, die, jede in ihrer Kultur, in genau derselben – relativen – Lage auftreten und also eine genau entsprechende Bedeutung haben. Gleichzeitig vollzieht sich die Entstehung der Ionik und des Barock. Polygnot und Rembrandt, Polyklet und Bach sind Zeitgenossen. Gleichzeitig erscheinen in allen Kulturen die Reformation, der Puritanismus, vor allem die Wende zur Zivilisation.« Durch die Einordnung solcher funktionsgleicher »Tatsachen« in die entsprechenden historischen Epochen der vier Kulturen entsteht ein komplexes Raster von jeweils »gleichzeitigen« Geistes-, Kunst- und politischen Epochen.
Diese Interpretation, die als eine der frühsten Erscheinungen der strukturalistischen Methode gelten darf, hat nach Spenglers Ansicht nicht nur den Vorteil, dass man im Stil eines Paläontologen die fehlenden Stücke des Entwicklungspuzzles verschollener Kulturen rekonstruieren, sondern auch die Weiterentwicklung einer bestehenden Kultur, namentlich der abendländischen, vorherbestimmen könne. So sagt Spengler für das westliche Europa nach der momentanen »Herrschaft des Geldes« (der »Demokratie«) die »Ausbildung des Cäsarismus« und den »zunehmend primitive(n) Charakter der politischen Formen« voraus.
Aufbau: In der sprachlichen Ausführung bisweilen brillant, scheint die Analyse jeder Chronologie und Systematik zu entbehren. Die teilweise künstlich anmutenden Definitionen und Periodisierungen der behandelten Kulturen erscheinen willkürlich eingestreut. Auf der anderen Seite untermauert Spengler seine Argumentation mit Erklärungen philosophischer Begriffe wie Ausdehnung, Zeit, Raum, Takt und Tempo sowie mit der Unterscheidung der Prinzipien des Schicksals und der Kausalität in der Geschichtsschreibung.
Beeindruckend ist die Vorgehensweise Spenglers, in einzelnen Kapiteln nicht nur den bildenden Künsten und den Staatsstrukturen, sondern auch dem mathematischen Wissen der einzelnen Kulturen eine besondere Bedeutung beizumessen. Als wichtigstes Unterscheidungskriterium zwischen Kulturen kommt Spenglers Vorstellung von Kulturseelen zum Tragen. So sei die antike Kultur in ihrem Wesen apollinisch, die ägyptische mystisch, die abendländische in ihrem Streben nach dem Unendlichen faustisch.
Bestimmender als dieser Seelencharakter sei indes die unaufhaltsame Entwicklung einer Kultur hin zur Zivilisation, mit der Spengler den Verfall des abstrakten Denkens, die schaffende Kunst sowie den geordneten Staat verbindet.
Wirkung: Die deutlich fatalistische, antidemokratische und daher letztlich konventionelle Zivilisationskritik Spenglers erfuhr in rechten Kreisen der Weimarer Republik den größten Zuspruch und verzerrte das Gesamtbild des Werks bis heute. B. A. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Der Verlag über das Buch

»Trotz der Erdstöße, die seit der Niederschrift auftraten, hat das Werk seine ganze Unabhängigkeit und Hellsichtigkeit in unserer Zeit bewahrt.«Le Monde -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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58 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassiker des Kulturpessimismus 17. Juni 2005
Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Die Weltgeschichte als Geschichte des stetigen Fortschritts: Aus der finsteren Barbarei der Vorzeit, über schmerzliche Kriege und lange Lernprozesse hat sich die Menschheit eine sichere Zivilisation erarbeitet und geht weiterhin einer glänzenden Zukunft entgegen, so die weit verbreitete Ansicht. Gegen solchen Fortschrittsoptimismus erhob Oswald Spengler wortgewaltig Einspruch. In seiner über 1000-seitigen Geschichtsphilosophie "Der Untergang des Abendlandes" (1918) legte er eine Art Lebenszyklustheorie der Hochkulturen vor: Alle Kulturen der Welt ähneln sich demnach in bestimmten Phasen; das ist ihre Homologie - ein Begriff, den Spengler der Biologie entlehnte. Der Clou dieses Verfahrens, für das er von den Fachwissenschaftlern stark kritisiert wurde: Es ließen sich Aussagen darüber machen, wie sich die Kultur des Abendlandes weiter entwickeln würde. Spengler kam zu dem niederschmetternden Ergebnis, das dem Buch den Titel gegeben hat: Die Zeit des Abendlandes sei so gut wie abgelaufen, mit der modernen Zivilisation sei es in die letzte Phase des Verfalls eingetreten. Eine spannende These, die viel Staub aufwirbelte. Spenglers von Goethe und Nietzsche beeinflusstes Werk ist eines der wirkmächtigsten des 20. Jahrhunderts. Auch heute noch werden hin und wieder ähnliche Thesen geäußert, etwa von Samuel Huntington ("Kampf der Kulturen").
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48 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spengler lohnt die Auseinandersetung 20. Oktober 2005
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Spenglers Werk ist zweifelsohne bedeutsam. Hier haben wir es mit einem - vielleich sogar DEM - Klassiker der Anti-Moderne zu tun. Man muss Spenglers anti-demokratische Gesinnung und teils recht bornierten Konservativismus nicht teilen, um nicht scharf- und tiefsinniges in seinem Werk zu finden. Manche seiner Beobachtungen, zum Beispiel über das Phänomen der Kinderlosigkeit in spät-zivilisierten Gesellschaften, lesen sich hoch aktuell und beeindrucken besonders in Anbetracht der fast huntert Jahre, die seit Erscheinen des Buches vergangen sind. Bei den gerade in Deutschland stark ausgeprägten Vorbehalten dem Werk gegenüber stellt sich die Frage: wer hat das Buch überhaupt ganz gelesen? Gewiss ist Spengler methodisch manchmal dunkel, aber nichts desto Trotz ist der Grundgedanke seiner Kritik der Moderne - denn darauf läuft es über weite Strecken hinaus - die Auseinandersetzung wert. In Zeiten, die sich ideologisch immer weniger selbst in Frage stellen, muss das Niveau eines Spenglers erst einmal wieder erreicht werden. An alle, die sich überlegen das Buch zu kaufen: Spengler setzt viel historisches Wissen voraus, manchmal mehr, als selbst sehr gebildete Laien mitbringen.
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49 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fels in der Brandung 17. Februar 2007
Von Gunter
Format:Taschenbuch
"Das ist der Untergang des Abendlandes" pflegte meine Oma zu sagen, wenn im Fernsehen Berichte über die "Achtundsechziger" - die heutige Politikergeneration - erschienen. Der Titel von Spenglers Buch ist zu einem geflügelten Wort geworden, das den Bekanntheitsgrad seines Werkes bei weitem übertrifft. Schade eigentlich, dass Spengler heute überwiegend negativ beurteilt wird. Er hat den Versuch einer umfassenden vergleichenden Geschichtsbetrachtung unternommen, allein dieser Selbstanspruch macht ihn schon lesenswert. So oder so, historische Analysen sind immer relativ und Ansichtssache. Woran jedoch der Wert eines Historikers gemessen werden kann, ist seine Fähigkeit, auf Grund seiner Betrachtungen der Vergangenheit eine zutreffende Analyse der Gegenwart und eine Prognose für die Zukunft erstellen zu können. Und dies kann Spengler brillant. Generationen von Kritikern und Abschriftstellern haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Schwächen seiner morphologischen Betrachtungsweise herauszustellen. Doch letzten Endes können sie nicht an der Tatsache vorbei, dass Spengler in seiner Vorhersage Recht behalten hat. Die von ihm so genannte "Fellachenkultur" als Zukunftsbild der aufgeklärten Gesellschaft ist tatsächlich eingetroffen - und wir sind Teil von ihr. Vielleicht ist dies der Grund, warum Spengler immer wieder angegriffen wird? Aus der Vielzahl historischer Werke ist "Der Untergang des Abendlandes" wie ein Fels, dem auch der schmutzige Wind politisch verzerrter Urteile nichts anhaben kann. Absolut lesenswert und eine gute Alternative zur Bundeszentrale für politische Bildung.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sollte Standardlektüre sein! 7. Oktober 2010
Format:Gebundene Ausgabe
Oswald Sprengler analysiert das Wesen einer Kultur oder auch einer Kulturepoche sehr eindrucksvoll. Das Ganze ist sehr philosophisch gehalten und erfordert eine Menge Aufmerksamkeit sowie Interesse an der Thematik. Leider ist dieses Werk in der heutigen historischen Betrachtungsweise kaum noch gefragt. Dazu muss einfach gesagt werden, dass sich Sprenglers Werk nicht einfach so lesen lässt, sondern man eher von einem Studium sprechen muss. Die wirkliche Auseiandersetzung mit dieser Materie erfordert viel Kraft und den Willen dazu außerdem eine Menge Zeit. Es ist keine Bettlektüre, da man bei eintretender Müdigkeit schnell den Faden verliert und den philosophischen Gedankengängen nicht folgen kann. Dennoch ist dieses Werk für den gewissenhaften Historiker eine Pflichtlektüre ebenso für Soziologen.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Faustische Sichtweise 5. Februar 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Der Autor war bereits nach dem Ersten Weltkrieg in aller Munde wegen diesem Buch. Das Werk soll, wie der Untertitel besagt, eine Morphologie der Weltgeschichte sein. Geschichte ist für Spengler eine Erscheinung des Lebens und habe wie alles Lebendige typische Formen, und die Formen könnten wieder untereinander verglichen werden, was dann zu Feststellungen gleichlaufender Gesetzlichkeiten führe, so dass man schließlich auf dieser Grundlage vom Vergangenen her Voraussagen machen könne über das Kommende. Spengler unterscheidet acht große Kulturgestalten, wovon besonders seine Darstellung der antiken Kultur als einer Erscheinungsform des appollinischen Seelentums, der abendländischen Kultur als einer Erscheinungsform des faustischen und der arabischen Kultur als einer Erscheinungsform des magischen Seelentums interessieren.
Immer sind ihm die Kulturen lebendige Organismen, die aufblühen, welken und sterben und auf die man sogar die Begriffe Frühling, Sommer, Herbst und Winter anwenden könne. Diese biologische Einstellung bringt es mit sich, dass Spengler das Christentum nicht als gewachsene Kultur betrachten kann. Es wird wie auch andere Ideologien aufgeteilt auf die lebendigen Träger, die es erst ermöglichen. So umfasst z. B, die arabische Kultur Judentum, Urchristentum, Kirchenväter, Neuplatonismus und Islam. Die Prophezeiung des Unterganges des Abendlandes stützt Spengler nun auf einen Vergleich unserer heutigen Kultur mit bereits untergegangenen Kulturen.
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Eins der wichtigsten Bücher überhaupt. Ein Schlüssel zum Verstehen der Weltgeschichte und der eigenen Zeit, in der man lebt. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Matthias Niche veröffentlicht
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Vor 7 Monaten von Werner J. Kraftsik veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Der Untergang des Abendlandes
Der Mann weiss sehr viel, und das will er auch alles zeigen. Welche spirituelle Grundhaltung er hat, bleibt dabei unklar, wenn er als faustischer Mensch überhaupt eine... Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Habramauki Habrattatammata veröffentlicht
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... er wird nur angestrengt totgeschwiegen. Wir haben allen Grund, ihn zu fürchten, weil er grimmige Einsichten wachruft, die wir lieber vergessen hätten. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Juli 2012 von Volker
5.0 von 5 Sternen Fundiert und noch immer Top-Aktuell
Spengler versucht zu beweisen dass alle grossen menschlichen Zivilisationen ein ähnliches Entwicklungsschema aufweisen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Februar 2009 von Philipp Wigert
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In seinem 1200-S.-Werk mit dem irreführenden Titel "Der Untergang des Abendlandes" stellt sich Oswald Spengler dem Leser als "Geschichtsforscher, Geschichtskenner und... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. November 2008 von Lothar Völler
5.0 von 5 Sternen Major though controversial philosophy of universal history
Spengler's two volumes, originally published in 1918 (with revised edition in 1923, vol.1) and 1922 (vol. 2), rank as a major, though controversial philosophy of universal history. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. März 2008 von dani_california
3.0 von 5 Sternen und es lässt einen doch wieder los. . .
Ja, Herr Spengler hat ein Mammutwerk geschrieben, das aus seiner Zeit betrachtet, visionär war und uns neue Erkenntnisse brachte. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. März 2007 von Christian Herwig
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