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Der Unsichtbare [Gebundene Ausgabe]

Mats Wahl , Angelika Kutsch
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (47 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
  • Verlag: Carl Hanser Verlag; Auflage: 7 (30. Juli 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446200452
  • ISBN-13: 978-3446200456
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,7 x 1,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (47 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 616.451 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Mats Wahl
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Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Versuche über das Unbegreifliche

Zwei Jugendbücher auf den Spuren von Liebe und Hass

Auf dem Marktplatz der Jugendliteratur sind Themen gefragt, die Jugendliche bewegen oder zumindest betreffen: zunehmende Gewaltbereitschaft, Magersucht, Rechtsradikalismus usw. Um der schwierigen Aufgabe, sich in heutige Jugendliche zu versetzen, zu entgehen, orientieren sich Autorinnen und Autoren zunehmend an den literarischen Standards der allgemeinen Belletristik, um dann, quasi durch die Hintertür, doch noch Identifikationsforen für Jugendliche zu schaffen. – Der Schwede Mats Wahl und der Holländer Bart Moeyaert sind zwei für ihr literarisches Gespür bekannte Spezialisten auf diesem Gebiet. In ihren neuesten Jugendromanen findet jeweils eine Entwicklung im Sinne einer (Auf-)Klärung statt, und doch bleibt am Ende das Unbegreifliche unbegreiflich. Es werden also keine konkreten Lösungsansätze aufgezeigt.

Mats Wahl hätte eigentlich einen klassischen Kriminalroman für Erwachsene geschrieben, mit einem Kommissar als Protagonisten, der sich um das Verschwinden eines Jugendlichen zu kümmern hat – wenn da nicht noch der titelgebende «Unsichtbare» wäre: Hilmar Eriksson, der Vermisste. Die Geschichte wird unter anderem auch aus dessen Sicht erzählt, vor allem im ersten Teil des Buches. Zu Beginn ist sich Hilmar seines Unsichtbarseins noch gar nicht bewusst. Mit zunehmender Erkenntnis nimmt dann aber sein Bezug zur Realität – zu den von Kommissar Fors geführten Ermittlungen hinsichtlich seines Verschwindens – ab, und nach und nach wird es auch für die Leser(innen) zur Gewissheit, dass Hilmar etwas Schreckliches zugestossen sein muss. Je näher Kommissar Fors der Wahrheit kommt, je stärker er eine rechtsradikal orientierte Gruppe von Jugendlichen einkreist, desto mehr verwirrt sich der Geist des «Unsichtbaren». Bis er, als er – noch lebend und gleichzeitig sterbend – gefunden wird, für sich selbst auch nur noch jenes blutende Bündel ist, das die Jugendlichen, allen voran eine junge Frau als Hauptaggressorin, nach den Misshandlungen in einem Laubhaufen vergraben haben. Der Autor versucht einerseits, über seinen Kommissar den Motivationen der gewalttätigen Jugendlichen näherzukommen, was nach den Gesetzen des sozialkritischen Kriminalromans ja gar nicht gelingen darf. Andererseits bemüht er sich aber doch, den Tod Hilmars durch pseudoreligiöse Erklärungen erträglicher zu gestalten.

«Es ist die Liebe, die wir nicht begreifen» nennt Bart Moeyaert seinen Kurzroman. Es ist in erster Linie seine jugendliche Protagonistin (sie befindet sich wohl in einem frühpubertären Stadium), die nicht begreift: die eigentümliche Liebe ihrer Mutter vor allem, welche sich ständig mit neuen und immer völlig unmöglichen Männern einlässt und dabei ihre Kinder vernachlässigt. In Gewalt ausartende Streitereien sind die Folge. Denn nicht nur der fast schon erwachsene Bruder, auch die Ich-Erzählerin und die grosse Schwester fühlen sich verantwortlich – und sind dieser Verantwortung kaum gewachsen, ist da doch noch die kleine Schwester Edie, ein bisschen autistisch und voller Urvertrauen. Zumindest sie soll vor der Realität der grausamen Erwachsenenliebe geschützt werden. – Moeyaert hat seine Geschichte in einer seltsam schwerelosen Umgebung angesiedelt. An einem nicht näher bezeichneten Ort, der deutlich Züge der sechziger Jahre trägt, also wohl auch vom Autor erlebte Kindheit verarbeitet. Das schafft eine irritierende Fremdheit, die sich von Beschränkungen der Jugendliteratur völlig gelöst zu haben scheint. Und dann doch, über die extreme Kürze des Buches und ein Gefühl der Unvollständigkeit, wieder darauf zurückweist.

Gerda Wurzenberger

Pressestimmen

"Wahls Buch ist ein Muss." Henning Mankell "Der großartige Erzähler Mats Wahl scheut in dieser Anklage der brutalen Gewalt und Gleichgültigkeit der Gesellschaft die leisen Töne nicht. Dicht bleibt er an seinen Figuren, diesem Sog entzieht sich niemand." Sybil Gräfin Schönfeld, Hits für Kids "Mats Wahls eigenwillige Dramaturgie aus realistischen und transzendenten Elementen sträubt sich dagegen, in Schubladen gesteckt zu werden.(...) Die Geschichte gibt keine Antworten. Sie spürt nur aufmerksam dem Geflecht nach, in dem Gewalt gedeihen kann, und sie schärft das Gehör für die Stimmen der Unsichtbaren." Siggi Seuss, Die Zeit, 08.11.01 "Mats Wahl ... hat mit "Der Unsichtbare" ein einfühlsames Buch geschrieben, das sich zwischen Fiktion und realistischer Schilderung souverän bewegt." Margit Lesemann, Der Tagesspiegel, 10.10.01 "Ein psychologischer Kriminalroman - der ebenso spannend wie beklemmend ist ... Er ist ein Wallander im Jugendbuch. " Monika Klutzny, Die Welt, 10.11.01 "Es gibt wenige Schriftsteller, die große Dramen und Gefühle in so sachlicher Weise, zurückgenommen, genau beobachtet, brillant darstellen können wie der Schwede Mats Wahl. Ein großartiges Buch, das jeder lesen sollte, der älter als vierzehn ist, nicht nur Jugendliche." Eselsohr, 10/02 "Ein spannender Krimi vor aktuellem Hintergrund." Focus, Die besten Sieben für junge Leser, 6.08.02

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Prima Schullektüre 1. Juli 2006
Von Minou
Format:Taschenbuch
Ich habe bisher zwei Mal im Unterricht das Buch bearbeitet und bin mit dem Ergebnis hochzufrieden: Das Buch entspricht zwar den Erwartungen der SchülerInnen hinsichtlich der Textsorte Krimi absolut nicht - genau das finde ich gut, weil dadurch der "Lesehorizont" erweitert wird - aber das Thema ist hochbrisant. Außerdem können Teile des dialogreichen Textes szenisch nachgespielt werden.

Vorteilhaft ist auch, dass der Text leicht zu lesen ist und durch die wechselnden Erzählhaltungen dennoch anspruchsvoll ist. Das Ende gefällt den meisten gut, mir jedoch nicht, es scheint mir etwas dick aufgetragen.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Aufrüttelnd 16. März 2002
Format:Gebundene Ausgabe
Hilmer ist verschwunden. Komissar Harald Fors ermittelt. Dabei stößt er auf eine Gruppe Neonazis, die schon seit einiger Zeit für Unruhe sorgt und kurz vor Hilmers Verschwinden Streit mit ihm hatte, weil er sich für einen ausländischen Mitschüler einsetzte. Dann wird Hilmer gefunden – halb tot geschlagen. Erschreckend sind für Fors vor allem die hassvolle Brutalität, mit der die jugendlichen Verdächtigen vorgegangen sein müssen, aber auch die Reaktionen des Ortsvorstehers. Dieser hat nur Angst um den Ruf des Ortes, wenn heraus kommt, dass eine Gruppe Neonazis mit dem Fall zu tun hat. Und bei den Ermittlungen ist immer Hilmer dabei – unsichtbar und für keinen Menschen erreichbar.
Mats Wahl schafft es, mit seinem Roman „Der Unsichtbare“ so schwierige Themen wie Fremdenfeindlichkeit und blinder Hass ohne verallgemeinernde Vorwürfe und differenziert darzustellen. Diese spannende Kriminalgeschichte kann man nicht einfach beiseite legen. Sie rüttelt auf und regt zum Nachdenken an - ohne zu belehren.
Für Schullektüre ist dieses Buch zu schade! Denn was gelesen werden muss, kann meist nicht mehr so faszinieren! Und dieses Buch hat mehr verdient als nur ein Paukroman zu sein.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Volltreffer 17. Juni 2004
Format:Taschenbuch
Eigentlich war das Buch für meine Tochter gedacht, aber als Mankell-Fan konnte ich nicht anders: Ich habe es erstmal selbst gelesen - und war bald so gefesselt, dass ich die Geschichte nicht mehr aus der Hand legen wollte. Okay, wer "es war", ist schnell klar geworden. Aber die Spannung ergab sich für mich aus der möglichen Reaktion der jugendlichen Täter und dem Schicksal Hilmers. Am Ende war mir ganz flau im Magen. Sehr empfehlenswert - auch für Erwachsene.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Schönes Buch, aber das Exemplar...
Ich habe nun über die Hälfte des Buches gelesen und finde die Geschichte sehr interessant. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Anastasia Fabuljan veröffentlicht
Rezension
Mir hat das Buch "Der Unsichtbare" von Mats Wahl ganz gut gefallen. In dem Buch geht es um das plötzliche Verschwinden eines Jungen ,das von dem Polizisten Fors ermittelt... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von F.H. veröffentlicht
Super spannendes Buch
Hilmer ist verschwunden. Harald Fors der ermittelnte Komissar stößt bei den Ermittlungen auf eine Gruppe Neonazis mit denen Hilmer davor streit hatte. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Andreas Kolb veröffentlicht
Sehr spannend und toll geschrieben !
Tochter kommentiert :):

Kurze Zusammenfassung des Buches:
Behutsam und dennoch beeindruckend und beklemmend klar erzählt der schwedische Autor Mats Wahl einen... Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von kostas veröffentlicht
Spannend aber mit Schwächen
Der rote Faden des Romans ist gut gemacht. Jedoch bin ich nicht der Freund von "Geistergeschichten". Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. Juni 2009 von Uwe2107
Angestrichene Seiten
Das Buch ist vom Äusserlichen sehr gut erhalten und für 2,29 ¤ auch ein Schnäppchen, jedoch ist in der Beschreibung nichts von angestrichenen Seiten zu lesen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. März 2009 von P. Graf
Mitreisend!
Ein sehr spannendes, mitreisendes Buch.
Die Geschichte hat von Anfang an etwas Mysteriöses, was erst im Laufe
deutlich wird, was aber dazu führt, dass man es... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Februar 2008 von E. Julia
Das beste Buch, das ich jemals gelesen habe!
Der Unsichtbare ist und bleibt das beste Buch! ich habe schon viele bücher gelesen aber keinen hat mich so sehr gefesselt, emotional berührt und gleichzeitig zum lachen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. Januar 2008 von Cathrin
Der Unsichtbare-die Bewertung
ich habe das Buch mit meiner Klasse gelesen und fand es ziemlich spannend.Manchmal sind im Text sehr umgangsprachliche und beschimpfende Worte enthalten,außerdem kamen zu... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Dezember 2007 von Grindewald
Naja.....
Dieses Buch war so schlecht geschrieben, das man beim Lesen fast einschläft! Es ist so unrealistisch!!! Wer dieses Buch gut findet muss eindeutig spiritistisch sein! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Juni 2007 von Jette
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