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Der Unhold
 
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Der Unhold

John Malkovich , Armin Mueller-Stahl , Volker Schlöndorff    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 5,70 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: John Malkovich, Armin Mueller-Stahl, Gottfried John
  • Regisseur(e): Volker Schlöndorff
  • Komponist: Michael Nyman
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Filmconfect Home Entertainment GmbH
  • Erscheinungstermin: 25. Januar 2008
  • Produktionsjahr: 2001
  • Spieldauer: 111 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00114VFQM
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 18.596 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

In den Wirren des Zweiten Weltkriegs verschlägt es Abel Tiffauges, der in Paris eine kleine Autowerkstatt betreibt, als Kriegsgefangenen nach Ostpreußen. Auf der Ritterburg Kaltenborn arbeitet sich der kinderliebe Außenseiter alsbald zum Wächter über einige hundert Jungen hoch, die ausgelassen ein bißchen Krieg spielen. Doch wenig später wird aus fröhlichem Spiel tödliche Realität: Die Russen stehen vor den Toren, die Knaben rennen in ihr Verderben und der naive Abel begreift erst jetzt, daß er selbst als Werkzeug mißbraucht wurde.

Produktbeschreibungen

Galileo Medien Der Unhold, USK/FSK: 12+ VÃ--Datum: 25.01.08

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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von harald666 VINE™-PRODUKTTESTER
Nach "Die Blechtrommel" beschäftigt sich Oscar-Preisträger Volker Schlöndorff ein weiteres mal mit dem Zweiten Weltkrieg. Diesmal aus der Perspektive eines einfältigen Mannes, der der Sogkraft des Hitlerregimes hoffnungslos ausgeliefert ist.

In bombastischen Cineascope-Aufnahmen, die wohl illustrieren sollen, wie effektiv die Manipulation durch die "Macht der Bilder" im Nazi-Regime funktionierte, erzählt Schlöndorff die Geschichte eines unkritischen jungen Mannes, der von der Pracht der Innenansicht des Nazi-Reiches schlicht überwältigt wird. Der sich von pompösen Paraden und Masseninszenierungen das Gehirn durchwaschen lässt. Ohne nachzudenken. Ohne zu hinterfragen. Ohne den geringsten Widerstand. Wie Millionen andere auch...
Schlöndorff ist ein Regisseur, der sein Handwerk wahrlich beherrscht. Der Mann denkt in großen Kinobildern - und zaubert selbige auf die Leinwand. Der Ausstattungspomp, der hier betrieben wurde, kann sich wahrlich sehen lassen.

Auch die Schauspieler beeindrucken: John Malkovich, wahrscheinlich einer der wandlungsfähigsten Darsteller unserer Tage, liefert dabei eine beklemmende Performance als naiver Nazi-Handlanger. Und auch der Göring-Darsteller Volker Spengler, dessen Filmographie auch mit einigen Christoph Schlingensief'schen Leinwandexzessen glänzt, bleibt in Erinnerung.

Lediglich das Ende wirkt mit seiner pathetisch-religiösen Erretter-Metaphorik doch etwas berechnend. Das dürfte aber der Literaturvorlage geschuldet sein...

Fazit: Ein ebenso unheimlicher wie bildgewaltiger Film, der anschaulich demonstriert, wie effektiv die Manipulation durch die "Macht der Bilder" im Nazi-Regime funktionierte. Vielleicht etwas zu "bildungsbürgerliches", aber sehens- und diskussionswertes deutsches Vergangenheitsbewältigungskino der spannenden Art.

(Harald L., filmtipps.at)
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
volker schlöndorff ( u. a. "die blechtrommel" , "tod eines handlungsreisenden" ) versucht sich erneut an einer literaturverfilmung und bringt den roman "le roi des aulnes" - ( deutscher titel : "der erlkönig" )von michel tournier auf die große leinwand.
in zusammenarbeit mit jean claude carriere erarbeitete er neben seiner eigentlichen tätigkeit als regisseur zusätzlich das dem film zugrundeliegende drehbuch und so entstand 1996 unter seiner leitung ein aufwendig gestaltetes epos über die manipulation des volkes durch die macht der bilder im dritten reich.

abel - von john malkovich grandios dargestellt - ein eigentlich herzensguter , jedoch naiver , in seiner entwicklung auf den niveau eines kindes stehender mensch , verschlägt es in eine eliteschule des dritten reichs ( napola ) und er verfällt wie so viele andere auch dem pompösen und effektbeladenem tra ra der machthabenden.
sehr beliebt bei den schülern wird er dort alsbald mit der aufgabe betraut neue lernwillige zu rekrutieren und so zieht er im schwarzem umhang gewandet mit seinem rappen los um auf den umherliegenden gehöften sämtliche bauernsöhne von ihrem vermeintlichen glück zu überzeugen.
hier nimmt schlöndorff symbolisch bezug zur erlkönig figur der goethe ballade - denn genauso lockend und fröhlich wie dieser wirkt auch abel der unhold.

der regisseur hat in meinen augen einen bedrückenden und visuell gewaltigen film geschaffen , der das innenleben des nazi regimes beleuchtet und seine teuflischen verführungskünste offenlegt - ohne dabei unbedingt wertend zu sein , sondern auf die aussagekraft der geschichte und ihrer bilder vertraut.
in seinem entstehungsjahr war dem streifen kein wirklicher erfolg beschieden - er spielte nicht mal seine herstellungskosten ein - heute 12 jahre später gilt er , zu recht wie ich meine , als vielgelobtes meisterwerk.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Bernstein
Zufällig wohne ich seit einiger Zeit in der Nähe des ehemaligen Drehortes bei Schloss Schönberg. Dort gehe ich öfters spazieren. Die teils noch erhaltenen Parkanlagen mit vielfältigen Baumarten und gigantischen Baumriesen (Naturdenkmäler) laden zum spazieren und bewundern ein. Ein älterer liebenswerter Herr bewacht heute die Schlossruine und öffnet interessierten Gästen gerne für eine Führung im Inneren des Schlosses.
Auch die restaurierte Marienburg,heute Malbork, oder das nahegelegene ehemalige Königsschloss "Finckenstein", heute Kamieniec, ist eine Reise wert. Auf Schloß Schönberg lebten einst die Grafen Finckenstein. Ich empfehle vor Anreise die Bücher von Ottfried Graf Finckenstein zu lesen, z.B. "Schwanengesang" oder "Nur die Störche sind geblieben" oder "Der Kranichschrei". Sein Bruder Klaus G.Finckenstein schrieb die beiden Bücher "Unter den Türmen der alten Burg" und "Blick von den Zinnen" welche zu den Klassikern der deutsch Jagdliteratur zu zählen sind. Bei Verl. Paul Parey gibt's sogar eine Hörbuch-CD mit dem Titel: Unter den Türmen.
Auch Renate Gräfin Finck von Finckenstein schrieb das Buch, "Schloss Schönberg in Westpreussen".
Herr Friedhelm A. Dölling aus Lengerich hat einen wunderbaren Film (1.5h) gedreht: "Ostpreußengeschichten, Dokumentation, Kaleidoskop einer Familiengeschichte der Finckensteins". Wer das Video gesehen hat, kann viel Besser verstehen was hier einst auf diesem Schloss geschah.
Der Film der Unhold (Drama) basiert auf einem Roman, die Drehorte Marienburg und Schloss Schönberg hatten jedoch nicht viel mit der Geschichte des Films gemeinsam. Der Film Unhold darf aber gern Apetit auf eine Reise an die Drehorte und sozusagen in die Geschichte Deutschlands machen. Ich finde den Film der Unhold grossartig und sehr empfehlenswert obwohl ich den Roman "Der Erlkönig" nicht gelesen habe. Es gibt einen tiefen Einblick in die Verwirrungen der Geschichte.
Pozdrawiam/Grüsse aus Deutsch Eylau (heute 14-200 Ilawa) - ein Bernsteinsucher
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