Ich lese jetzt etwa seit meinem 12. Lebensjahr die Saga um Roland, den Revolvermann und seiner Suche nach dem dunklen Turm. Das sind jetzt etwa 17 Jahre. Von den einen Bänden war ich schier begeistert (, Schwarz, Drei, Tot, Glas), von den anderen weniger (Wolfsmond, Susannah). Jetzt also der siebte und letzte Band. Damit ging für mich ein Traum in Erfüllung. Roland wird endlich den dunklen Turm finden und auch ersteigen (?). Nach so vielen Jahren. Schwarz war damals mein erstes Stephen King-, und damit auch mein erstes "Erwachsenen"-Buch.
Und das Buch hält alles, was ich mir von ihm versprochen habe. Das letze Kapitel von "Susannah" wird hier recht knallig zu Ende gebracht und es wird wieder viel gereist. Man trifft viele Feinde und Freunde, und, und, und. Dieses Buch erinnert am meisten an "Drei". Wirklich ganz gross. Es gab bisher kein Buch (und es waren eine Menge), die mich derart so berührt haben. Ob nun mit Freude oder mit Trauer. Dafür sage ich Sai King meinen Dank,groß-groß.
Wenn da nur dieses Ende nicht wäre. Noch nie hat mich ein Buch so enttäuscht und auch wütend, vor allem aber sehr, sehr traurig zrückgelassen. Wie schon an anderer Stelle geschrieben, denke ich, dass Sai King einfach nur noch schnell fertig werden wollte. Vielleicht hat er am ende aber auch nur das Lied der Schildkröte nicht mehr gehört...
Man sollte wirklich an der Stelle zu lesen aufhören, an dem es einem King rät. Aber nach 17 Jahren einfach aufhören?
Ich werde für mich einfach das Ende in Erinnerung behalten (ohne zu viel verraten zu wollen), als Roland dem Turm entgegenschreitet, und dabei die Namen aller seiner gefallenen Gefährten (auch die aus der Zeit, bevor sich die Welt weitergedreht hat) skandiert. Sehr, sehr ergreifend. Und alleine dafür kann es nur 5 Sterne geben.
Lasst es euch gesagt sein, hört dort einfach auf zu lesen. Das Ende gibt zwar eine Menge her, lässt einen aber ziemlich ratlos zurück.