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Der Turm: Geschichte aus einem versunkenen Land. Roman (suhrkamp taschenbuch) [Kindle Edition]

Uwe Tellkamp
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (215 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Beim Hören versinkt man regelrecht in Tellkamps Welt." (Die Welt)

"Sylvester Groth fächert unserem Ohr diesen vielgerühmten, hier gekürzten Roman, noch einmal ganz neu auf. Ein einnehmendes Hörerlebnis." (HR2-Hörbuch-Bestenliste)

Kurzbeschreibung

Das Dresdner Villenviertel, vom real existierenden Sozialismus längst mit Verfallsgrau überzogen, schottet sich ab. Anne und Richard Hoffmann stehen im Konflikt zwischen Anpassung und Aufbegehren: Kann man sich vor den Zumutungen des Systems in die Dresdner Nostalgie flüchten? Oder ist der Zeitpunkt gekommen, die Ausreise zu wählen? Christian, ihr ältester Sohn, bekommt die Härte des Systems in der NVA zu spüren. Sein Onkel Meno Rohde steht zwischen den Welten: Er hat Zugang zum Bezirk »Ostrom«, wo die Nomenklatura residiert, die Lebensläufe der Menschen verwaltet werden und deutsches demokratisches Recht gesprochen wird. In epischer Sprache, in eingehend-liebevollen wie dramatischen Szenen beschreibt Uwe Tellkamp den Untergang eines Gesellschaftssystems. Ein monumentales Panorama der untergehenden DDR, in der Angehörige dreier Generationen teils gestaltend, teils ohnmächtig auf den Mahlstrom der Revolution von 1989 zutreiben. Kein anderes Buch hat in den letzten Jahren gleichermaßen Kritiker und Publikum derart begeistert.

Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 2927 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 968 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 1 (16. November 2010)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B006M3Y398
  • X-Ray:
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (215 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: #14.690 Bezahlt in Kindle-Shop (Siehe Top 100 Bezahlt in Kindle-Shop)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
123 von 138 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein wirklicher Erzähler ist er nicht 23. August 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Uwe Tellkamp. Der Turm

Trotz des enormen Umfangs habe ich das Buch ganz (mit ein paar Ausnahmen, wo die mir zu anspruchsvolle Syntax mich vor die Wahl stellte, eine Passage dreimal zu lesen oder zu überspringen) und meist auch gerne gelesen, teile aber dennoch die Meinung einiger Kritiker, dass einige Kürzungen gutgetan hätten. Tellkamp ist gelegentlich der Versuchung erlegen, zu viele Anekdoten und Ereignisse, die ihm für sein Thema relevant erschienen (es für sich genommen auch sind) in seinen Roman einzubauen, ohne sie jedoch handlungsmäßig integrieren zu können. Ich denke z.B. an den Verteidigungsminister und sein urologisches Problem, an die Wiedereröffnung der Semperoper, an die Episoden mit Arbogast und seinem Institut oder auch an die Besuche Menos bei Schriftstellern und Mitgliedern der Nomenklatur, wo der Lesegenuss wohl doch eher auf Insider beschränkt ist, die die realen Vorbilder kennen und hier ihre Freude an der manchmal satirisch zugespitzten Darstellung haben.
Insgesamt gewinne ich den Eindruck, dass Tellkamps Talent nicht wirklich das eines genuinen Romanschriftstellers ist. Konstitutive Elemente eines Romans wie Figurendarstellung und Handlungsentwicklung sind oft erstaunlich schwach. Die an Christian interessierte Reina hat plötzlich eine Affäre mit dessen Vater? Christians Mutter schläft mit Rechtsanwalt Sperber, damit dieser sich Christians Sache annimmt? Wie unmotiviert! Zu viele der eingeführten Figuren bleiben ganz blass; selbst Meno, nach Christian die andere Zentralfigur im Roman, ein Mann, dessen in auch Tagebucheinträgen und Gedankenfragmenten vermittelte Sicht der Dinge wir doch offensichtlich teilen sollen, wird insgesamt nicht plausibel entwickelt. What makes him tick?
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390 von 441 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Tellkamps großes Selbstgespräch 2. März 2009
Format:Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
Ich war auf diesen Roman gespannt - nicht nur, weil ich in der Nähe von Dresden aufgewachsen bin und den sozialen Rahmen der Handlung zumindest oberflächlich kenne. Dazu war ich in der beschriebenen Zeit so alt wie Christian, eine der Hauptfiguren, und habe so viele seiner Stationen zeitlich parallel erlebt: EOS, Abitur, dreijährige Armeezeit, Ende der DDR. Nach einer anstrengenden bis quälenden Lektüre bin ich mit Uwe Tellkamps "Der Turm" eher unzufrieden. Dieses Buch ist nicht der erwartete Gesellschaftsroman sondern leider nur eine starre, schrullige und gelegentlich größenwahnsinnige Beschreibung eines bestimmten Dresdener Kleinbürgermilieus. Mir kommt es vor wie eine Art gigantisches Selbstgespräch, mit dem der Autor seine Jugendjahre reproduziert.

Dieser "Turm" ist trotz seiner Detailverliebtheit abweisend; er erzählt keine große Geschichte, an deren Handlung und Figuren man Anteil nimmt. Das liegt vor allem an den drei Hauptfiguren des Romans: neben Christian (offensichtlich Tellkamps alter ego) sein Vater Richard und sein Onkel Meno. Jeder hat auf seine Weise bestimmte Konventionen extrem verinnerlicht, erscheint borniert und unbeweglich. Man kann als Leser zu ihnen kein Verhältnis aufbauen; sie bleiben während der gesamten Handlung stets distanzierte Fremde. Speziell die Figur des Christian wirkt so blass, verklemmt und unverständlich. Sie erzeugt keine Neugier und kann einen nicht durch den Roman führen. Ähnlich ergeht es mir mit Meno, diesem zwanghaften Nischen-Intellektuellen, der seine Unfähigkeit zu leidenschaftlichen Gefühlen im Buch immer wieder mit seitenlangem Gesülze kompensieren muss. (Durch die Kursivschrift kann man jeweils leicht weiterblättern).
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Pro und Contra 16. September 2013
Von RT Zapper
Format:Taschenbuch
Dresden in den 80ern. Dass die DDR nicht mehr lange existieren würde, das konnte damals noch keiner wissen.
Der Staat verfällt zusehens, selbst das Villenviertel in Elbflorenz verkommt mehr und mehr.
Richard ist Arzt in einer Klinik und muss mit der Mangelwirtschaft klarkommen - und mit einer Lebenslüge. Er hat seit vielen Jahren eine Affäre und Kinder und der fremden Frau. Sein Sohn Christian lernt unterdessen das Innenleben der NVA kennen - in seiner vollen Härte. Dabei möchte er eigentlich Arzt werden, aber für das Studium muss er für drei Jahre zur Armee. Meno ist Lektor in einem Verlag und lernt dabei auch die Reicheren und Schöneren kennen, verfängt sich jedoch auch immer mehr im System.

Uwe Tellkamps Roman "Der Turm" gilt als der Schlüsselroman über die DDR. Er erhielt dafür diverse Preise. Und in der Tat gelingt es ihm auf nicht ganz 1000 Seiten die letzten Jahre des SED-Staates in vielen seiner Facetten offenzulegen. Was passierte in der Gesellschaft? Das Gesundheitssystem. Die Armee. Die Infrastruktur. Die Wohnungswirtschaft. Städtebau. Politik und Repressionen, natürlich die Stasi und der Polizeiapparat.
Inhaltlich ein hervorragender Stoff. Die Art, wie das aufgeschrieben ist, ist extrem unterschiedlich. Da gibt es mitreißende Kapitel mit spannenden Dialogen und Begegebenheiten. An anderen Stellen doziert Tellkamp seitenlang und nahezu absatzfrei. Man möchte fast sagen: blabla. Rauscht am Leser vorbei. Schon die Ouvertüre auf den ersten Seiten ist harter Tobak, den man gern mal überblättert.
Das Buch ist schwere Kost, und nicht nur, weil es so dick ist. Ein Roman zwischen Spannung und Qual, nicht nur inhaltlich. Schade, für mich ist "Der Turm" lange nicht <em>der</em> Roman.
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Die neuesten Kundenrezensionen
4.0 von 5 Sternen Der Abgesang auf die Dresdner Boheme vor 1989
Die Erzählungen von E. Fried oder R. M. Rilke habe ich nie wirklich in Angriff genommen. Aber bei Tellkamp war das geschichtliche Interesse und meine Neugier doch zu stark. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Dark Paul Green veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Eine Sprache die man nicht vergisst
Uwe Tellkamp hat mit "Der Turm", ein Sprachwunder geschaffen.
Die Handlung wirkt fast nebensächlich, ein Buch was man nicht
vergisst. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Ciaxz, Anja veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen zäh und meist langweilig
Tut mir leid, aber ich habe von einem Bestsellerbuch einfach mehr erwartet.
Das Buch hätte man von 976 Seiten locker auf ca. 300 kürzen können. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Johannes veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen doch relativ schwer zu lesen
interessante Lektüre, insbesondere dann, wenn man die Zeit kennt und Vergleiche ziehen kann. 3 Perspektiven, alle unterschiedlich geschrieben, teils sehr schwer zu lesen... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Dr. Torsten Kudela veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Betrifft Hörbuch Das halbe Vergnügen.
Zuerst habe ich das Hörbuch gehört und war begeistert.
Es wird sehr gut gelesen. Dann wollte ich das Buch lesen. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Eva Literati veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen spannend
Nur in Gänze nachvollziehbar, wenn man das nötige Hintergrundwissen mitbringt.
Für Nichtkenner wäre ein kurzer Einblick vorab sinnvoll.
Gutes Buch
Vor 7 Monaten von Dorothea Paschka veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Der Turm
Für den normalen Lesegebrauch etwas sehr schwer in die Reihe zu bekommen, Thema: ja, naja...
dickes Buch kleine Schrift, ich habs nicht zu Ende gelesen. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Klaus veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen für mich erschreckend langweilig!
Habe mir dieses Buch Gott sei Dank nur geliehen! Ein derart langatmiges "Gelaber" hatte ich noch nie in den Händen! Ein Telefonbuch ist spannender. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Lesehexe veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen unendlich fürchterlich oder fürchterlich unendlich?
Vorweg: Bücher mit diesem Umfang sind eher nicht nach meinem Geschmack aber ein Freund hatte mich schmunzelnd gebeten es zu lesen. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Werners Grüner veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen langatmig und ausschweifend
Vom Prinzip ist es ein sehr interessantes Buch. Für mich ist es aber leider sehr ausschweifend und langatmig geschrieben. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von de Ruiter veröffentlicht
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