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Der Trost von Fremden Gebundene Ausgabe – Juni 1989


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 188 Seiten
  • Verlag: DIOGENES VERLAG (Juni 1989)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257016522
  • ISBN-13: 978-3257016529
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 12,2 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (24 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 768.314 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Ian McEwan, geboren 1948 in Aldershot, wurde als Literaturstudent von Angus Wilson und Malcolm Bradbury gefördert, von Philip Roth für ein Schriftsteller-Stipendium nominiert und für den ersten Erzählungsband mit dem Somerset-Maugham-Preis ausgezeichnet. Der Autor lebt und arbeitet in London.

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Ian McEwan, geboren 1948, lebt und schreibt in London; las mit zwanzig Kafka und Freud als sich ergänzende Texte; wurde als Literaturstudent von Angus Wilson und Malcolm Bradbury gefördert, von Philip Roth für ein Schriftsteller-Stipendium nominiert, für den ersten Erzählungsband mit dem Somerset-Maugham-Preis ausgezeichnet, gelangte mit dem zweiten auf die Bestsellerliste der 'Sunday Times'; erscheint deutsch von Christian Enzensberger, Harry Rowohlt und Wulf Teichmann im Diogenes Verlag. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

33 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 27. November 2005
Format: Taschenbuch
von wegen, das buch hat keine pointe: unausweichlich steuert die handlung von der ersten seite an auf ein grausiges finale zu. der roman ist wundervoll durchkomponiert und strukturiert ' mc ewan verliert kein wort zuviel.

zur handlung: colin und mary, ein nicht mehr ganz junges paar, haken in venedig das obligatorische touristenprogramm ab. eines nachts treffen sie den netten,aber etwas aufdringlichen robert, der verspricht, ihnen ein noch geöffnetes restaurant zu zeigen. das unheil nimmt seinen lauf, weil colin und mary an ihren höflichen umgangsformen festhalten und darum den immer unangenehmer werdenden robert nicht loswerden können. in ihrer hilflosigkeit ähneln sie fliegen, die im spinnennetz zappeln und es noch nicht einmal merken. auch dem leser erschliesst sich erst zum schluss, was eigentlich los ist.

colin und mary finden ihre spiegelung ins extreme gesteigert in robert und caroline, die in ihrer leidenschaft vor nichts zurückschrecken. zwangsläufig mündet deren sexuelle obsession in den tod ' entweder den eigenen oder den eines anderen.

"der trost von fremden" ist eines der beklemmendsten bücher, die ich bisher gelesen habe, in einer reihe mit "gesang der insekten" und "himmel über der wüste" von paul bowles. das buch hat mich regelrecht schockiert. sobald ich es gelesen hatte, habe ich wieder von vorne angefangen, um mich zu vergewissern, ob da tatsächlich steht, was ich gelesen habe.

höchst empfehlenswert!
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Alexandra Egli am 11. September 2005
Format: Taschenbuch
....mich fesseln lassen von Ian McEwans Erzählstil. Auf knapp 180 Seiten erzählt uns der Autor in "Der Trost von Fremden" eine zunächst ganz alltäglich klingende Geschichte über den Urlaub eines Paares in Venedig. Gänzlich undramatisch erfahren wir, wie sie ihre Tage mit Spaziergängen, Frühstück und Café-Besuchen verbringen. Doch wir würden keinen McEwan in der Hand halten, würden wir nicht schon zwischen den Zeilen die tiefe Bedrohung erahnen, als die beiden bei einem romantischen Abendspaziergang einen Mann kennenlernen, der in den nächsten Tagen das Leben des Paares entscheidend verändern wird.
McEwans Kunst zu erzählen, fesselt seine Leser auf eine ganz einzigartige Weise. Immer kommt das Grauen auf leisen Sohlen daher, schleicht sich hinterrücks unter das Alltagsgeschehen, und schockiert am Ende um so mehr. Man ist als Leser den Protagonisten immer ein paar Schritte voraus, man ahnt schon, dass etwas Schreckliches passieren wird und hat den ständigen Wunsch einzugreifen und das Unausweichliche, das Böse, zu stoppen. Doch man ist untätig dazu verdammt, in diesem Fall das junge Paar in sein Verderben rennen zu lassen und schließt das Buch mit offenstehendem Mund, ungläubig realisierend, dass alles noch viel schlimmer gekommen ist, als man es sich je hätte vorstellen können.
Eine echte Empfehlung für die Liebhaber von tiefen, dichten und makaberen Erzählungen.
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26 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 7. Juli 1999
Format: Taschenbuch
Wo liegt die Faszination dieses Buches? Ich weiß es nicht. Die ersten Seiten kosten mich Kraft, ich will es wieder weglegen. Doch nach und nach lese ich mich ein und "Der Trost von Fremden" läßt mich nicht mehr los. In knapper, präziser Sprache erzählt Ian McEwan eine einfache Geschichte. Ein Paar fährt in Urlaub. Sie kennen sich gut, lieben sich, leben neben- und miteinander, gehen selbst im Urlaub einer sauber inszenierten Routine nach. Bis sie eines Tages einen Fremden treffen. Zufall? Nur Mary und Colin glauben daran. Anfangs zumindest. Robert - so heißt der Fremde, der ihnen keinen Trost spenden wird - zieht sie mit jeder Begegnung stärker in seinen Bann - und in ihr Verderben. Sie ahnen von dem Damokles-Schwert, das über ihnen schwebt, vom unausweichlichen Schicksal, das sie ereilen wird. Ergeben und machtlos nehmen sie es hin, sie können - und wollen? - es nicht ändern. Auch der Leser spürt von Anfang an, daß "irgendetwas nicht stimmt", daß dieser Mann nicht nur Spuren hinterlassen, sondern Wunden schlagen wird. Beklemmung kommt auf, die Bedrohung ist fast körperlich zu spüren - doch wie Mary und Colin ist jeder, der dieses Buch liest, dazu verdammt, dem grausigen Ende entgegenzuschauen. Hilflos und wissend, mit schreckensgeweiteten Augen.
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26 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 8. Oktober 1999
Format: Taschenbuch
Dieser Roman von Ian MacEwan hat mich erschreckt. Wer eine längere Beziehung hat, kann sich in dem beschriebenen Paar wiederfinden. Ich konnte es und war über die Ähnlichkeit überrascht. Wie oft hatte ich schon Bekanntschaften im Urlaub? Wie oft habe ich Einladungen angenommen? Wie oft waren mir diese Leute dann lästig und ich bin doch wieder hin? Mir gruselt es im nachhinein. Ian McEwan hat mich auch mit diesem Buch aus meiner Sicherheit, der Sicherheit des Lebens, gerissen - und das kann nicht jeder Autor.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Die Freundin am 5. Februar 2010
Format: Taschenbuch
Der schmale Band "Der Trost von Fremden" von Ian McEwan handelt von einem Urlaubspaar in Venedig, welches einen Fremden kennenlernt und sich von ihm drängen lässt, sein Haus und seine Frau zu besuchen. Die beiden Urlauber Mary und Colin machen eine schreckliche Entdeckung....
Mehr möchte ich zum Inhalt nicht verraten, da ich zukünftigen Lesern dieses Frühwerkes des Autors die Spannung nicht nehmen möchte.

Der Roman lässt mich irritiert und zwiegespalten zurück.
Zunächst zur Sprache: Diese ist wie immer bestechend scharf, glasklar, anspruchsvoll und sezierend.
Ian McEwan zieht mich auch in diesem Buch unwiderstehlich Seite um Seite nach vorne; er versteht es grandios, die kleinsten Begebenheiten und Alltäglichkeiten so zu schildern, dass sie wie etwas Bedeutendes und Großes erscheinen, zumindest doch äusserst erwähnenswert.
Meine Hochachtung vor seiner sprachlichen Rafinesse.

Nun zum Inhalt:
Ich bin mir nicht schlüssig, wie ich diesen Roman inhaltlich bewerten soll.
Sehr spannend fand ich den Hergang nicht, jedoch animiert, wie erwähnt, der Stil McEwans unbedingt zum Weiterlesen.
Vielleicht habe ich mich auch viel zu intensiv vorab im Internet mit Bewertungen dieses Werks beschäftigt, denn leider blieb der Ausgang des Romans in einigen Rezensionen nicht unerwähnt, was ich ärgerlich finde, so war das Überraschungsmoment für mich nicht mehr gegeben und insgeheim wartete ich nur darauf, dass etwas Unerklärliches passierte.
Der Inhalt selbst hat mich ..... abgestoßen, mich irritiert und zum Nachdenken gebracht, vor allem darüber, was der Autor dem Leser im Grunde sagen möchte!?
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