Fallada beschreibt den Abstieg eines Alkoholikers und laesst sich dabei von eigenen Erfahrungen mit Drogen leiten. Das macht den Roman authentisch und vermittelt ein realistisches Bild ueber den Zustand und inneren Verfall eines Suechtigen, der, nicht mehr Herr seinerselbst, jeglichen Bezug zur Realitaet verliert. Ueberleben bedeutet, Flucht in den Rausch, Rausch bedeutet, der Realitaet zu entfliehen und sich seiner eigenen kleinen Trinker-Welt zu ergeben. Die Konsequenz ist der soziale Abstieg, die soziale Vereinsamung, der Verlust der eigenen Antriebsfaehigkeit, die Unfaehigkeit, sich den taeglichen Anforderungen zu stellen bis hin zum voelligen Verlust der eigenen Persoenlichkeit, die nur noch dem Selbstbetrug erliegt. Ein Teufelskreis, aus dem das Entrinnen mit jedem Tropfen Alkohol schwieriger, gar unmoeglich wird. Zumal sich das Umfeld als unfaehig erweist, Hilfe zu leisten.
Ein bestechendes Zeit- und Sozialdokument, das nichts von seiner Aktualitaet verloren hat.